Merry Vegan X-mas: Wie ich Weihnachten ohne Käse überlebte

Das Fest der Liebe kam dieses Jahr besonders schnell. Wer behauptet, es finde jedes Mal zur gleichen Zeit statt, hat einfach mal keine Ahnung. 😀 Meiner höchst subjektiven Einschätzung zufolge rasten die Tage nur so dahin. Das lag vor allem daran, dass ich das ganze Jahr auf ein für mich sehr wichtiges Event hinarbeitete… Weiterlesen „Merry Vegan X-mas: Wie ich Weihnachten ohne Käse überlebte“

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Merry Xmas! Und: warum ich kein Problem mit dem Festtagsbraten habe

WeihnachtenIch könnte mich an grüne Weihnachten gewöhnen. 🙂 Denn trotz der milden Temperaturen war es für mich dieses Jahr gefühlt besonders weihnachtlich – irgendwie innerlich, auch wenn es nicht geschadet hat, etwas zu dekorieren und tatsächlich mehrmals auf Weihnachtsmärkten unterwegs gewesen zu sein, wenn auch jedes Mal nur kurz. Darunter der 3. vegane Weihnachtsmarkt in Leipzig. Hier freute ich mich schon vorher auf den Stand von Bavarium Dürum, die in diesem Jahr Klöße, Rotkraut und Schwarzbiergulasch im Angebot hatten. Flankiert von den Nazi-Aufmärschen und entsprechenden Gegen-Demos war es an diesem 12. Dezember gar nicht so einfach, überhaupt da hin zu kommen …und die Stimmung deutlich angespannt. Beißender Geruch nach verbranntem Plastik in der Luft, seit dem Morgen überall Polizei und ungewöhnlich viele Leute unterwegs – ganz friedlich war der Widerstand nicht, was absehbar war und entsprechend quittiert wurde. Genauso absehbar wie die Diskussionen darüber im Nachhinein. Aber ich schweife ab… Weiterlesen „Merry Xmas! Und: warum ich kein Problem mit dem Festtagsbraten habe“

Alle Jahre wieder…

…ist Weihnachten nicht gerade die einfachste Zeit für Pflanzisten. Überall werden Enten und Gänse verspachtelt, in 99 Prozent aller Weihnachtsleckereien sind ebenfalls Tiere versteckt und auf dem Gabentisch findet sich ganz sicher das ein oder andere lieb gemeinte, aber leider eben doch unvegane Präsent. Und als würde diese Zeit des Familienzusammenfindens nicht schon genug Streitpotenzial bieten, hat man hier noch mehr Anlass zum Diskutieren, obwohl das so ziemlich das Letzte ist, was man sich in der ach so stillen Zeit wünscht… Weiterlesen „Alle Jahre wieder…“

Weihnachten 2013 – Festtagsrückblick

Auch in diesem Jahr sieht das Weihnachtsmenü sich dem vom Vorjahr und dem davor ziemlich ähnlich. Tradition bleibt Tradition! Trotzdem hat sich was verändert. Ein bißchen nur, aber es bewegt sich was…
Zweierlei veganer Kartoffelsalat und Tofu-WienerSo bereitete ich wieder zweierlei Sorten veganen Kartoffelsalat zu, einmal mit pflanzlicher Mayo und einmal ohne. Die Mayonnaise war diesmal von Bruno Fischer, aber ich habe auch schon andere getestet und sogar selbstgemacht und muss wirklich sagen, es ist kein Unterschied zu der normalen herauszuschmecken. Entsprechend positiv waren auch diesmal die Reaktionen meiner Eltern darauf. Für die fettarme, vegane Variante des Kartoffelsalats richte ich mich nach diesem Rezept und auch dieser kommt gut an und ist eine gute Möglichkeit, den Gesamtfettgehalt des Menüs etwas zu reduzieren ohne zu verzichten. Dazu gab es in diesem Jahr die Tofu-Wiener von Taifun. Ich mochte sie, aber sie haben zugegebenermaßen relativ wenig Eigengeschmack. Mit Senf ist das aber nicht so wild. Und da meine Eltern mit ihren eigenen echten Geflügelwürstchen einen Fehlgriff landeten, erhielten die meinen ein umso besseres Urteil. 🙂Grüne Klöße mit Rotkraut und Lupinengeschnetzeltes in würziger Paprikasoße Weiterlesen „Weihnachten 2013 – Festtagsrückblick“

Festtagsrückblick

Kartoffelsalat mit Würstchen (alles vegan)Mein zweites Festtagsessen zu Weihnachten lief eigentlich ähnlich wie mein erstes. Das ist nicht weiter überraschend, da Weihnachten nunmal sehr traditionell gefeiert wird und sich auch das Mahl daran orientiert. Nur dieses Jahr probierte ich andere Sorten aus. Für den 24.12. habe ich wieder zwei Sorten Kartoffelsalat vorbereitet, beide vegan aber einer mit und einer ohne eifreie Mayo. Dazu gab es die Würstchen von Wheaty namens „La Rossa“. Die waren auch ok, aber es war ziemlich schwierig, selbige anzubraten ohne dass sie schwarz werden und innen trotzdem durcherwärmt sind. Denn der nicht erhitzte Teil schmeckte nicht so gut. Man erkennt die dezente Schwärze auch ganz gut auf dem Bild. 😉 Die vom letzten Jahr, Bockwürstchen von Fantastic Voods, konnte man ganz normal im Wasser zubereiten, das war praktischer. Der Kartoffelsalat kam gut an, es wurde nicht mal bemerkt, dass er vegan war. 😀 Weiterlesen „Festtagsrückblick“

Alles Gute unterm Tannenbaum

Ein friedliches und möglichst diskussionsfreies Weihnachtsfest wünsche ich allen, auch wenn das gerade bei solchen Familienzusammenkünften trotz erstklassiger Vorbereitung nicht immer so ganz einfach ist, wie es klingt. Während andere große Vögel, Kleinnager und ähnliches als Braten auftischen, begnügt man sich friedlich mit dem eigens mitgebrachten Würstchen, Nussbraten oder Burger. Natürlich werden Fragen gestellt und es wird gekostet, oder gleich das Gesicht verzogen. Ich finds immer ziemlich unfair, dass beim Kosten der veganen Produkte seitens der Normalesserschaft immer ganz genau „hingeschmeckt“ wird und detailreiche Urteile gefällt werden, während die „normalen“ Wurstscheiben kaum Beachtung erhalten und sich nach dem Motto „Kenn ich, ess ich“ keinerlei erneuten, strengen Geschmacksprüfungen unterziehen müssen. Dabei dürfte es ja auch da Schwankungen geben, oder? Klar, Geschmacksnerven sind bei jedem ein bißchen unterschiedlich, aber es ist doch auffällig, wenn die gleichen seit Jahren aufgetischten Kekse auf einmal nicht mehr schmecken, weil man dieses Jahr darauf hingewiesen hat, dass da keine Butter drin ist.

Auch der Weihnachtsmann liebt Tiere! ;)Auch auf Weihnachtsfeiern mit Freunden oder Kollegen gibt es immer wieder die merkwürdigsten Gespräche. Die meisten Argumente (die ich möglichst nicht ungefragt verbreite) kommen ja durchaus an, aber hintenraus kommt immer der Satz „Ich könnte nie auf Fleisch verzichten“ oder “ Ja, du hast ja recht, aber die Leute werden trotzdem nie aufhören Fleisch zu essen“ etc.. Und ich erkläre auch gerne, dass etwas mehr Bewusstsein vielleicht schon reichen würde und so weiter…Nur wenn man dann sagt, dass Fleisch und sonstige tierische Produkte schlicht gar nicht notwendig sind, schließlich lebe ich ja nach einem Jahr immernoch und sehe noch genauso „gesund“ aus wie vorher (auch der Bluttest ergab das), dann kommt nicht mehr viel. Und was heißt das „Ich könnte nie…“ eigentlich? Ich kann einfach keinen Handstand machen. Aber wenn ich täglich üben würde, könnte ich es eines Tages eben doch. Häufig ist das „Ich kann nicht..:“ eben doch eher ein „Ich will nicht“, denn natürlich könnte man, es fehlt nur irgendwie die Motivation, mal loszulegen. Und es ist bei dem meisten auch schwierig, ihnen diese Motivation zu geben, denn sie haben richtiggehend Angst davor, sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen, mal was zu lesen oder ein Video zu sehen. Man könnte durchaus – nicht unbedingt von 0 auf 100, sondern meinetwegen mit einem einzigen fleischfreien Tag in der Woche. Oder mit dem Lesen eines Buches zum Thema. Nicht jeder kann so einfach von einem Tag auf den anderen umstellen, selbst bei mir hat es schon so zwei, drei Monate gedauert und das obwohl ich ideale Umstände habe, da sich in meinem Kühlschrank nämlich nicht das Essen eines Omni-Mitbewohners tummelt (wie viel schwerer würde mir sonst der Käseverzicht fallen) – Respekt für alle, die ihre Fingerchen davon lassen können!

Alles Gute unterm TannenbaumSich zu strenge Regeln aufzuerlegen, kann manchmal genau das Gegenteil vom Gewünschten bewirken. Soll heißen, wenn man umstellt und dann doch irgendwann aus irgendwelchen Gründen in ein Stück Käse beißt, fällt das schöne neue Selbstbild wieder in sich zusammen und die Gefahr ist groß, dass man es gleich komplett sein lässt. Ganz wichtig zu verstehen ist wohl, dass man deswegen kein schlechter(er) Mensch ist, auch wenn die Normalesser einen Heidenspaß daran zu haben scheinen, einen auf mögliche „Verfehlungen“ hinzuweisen. Aber Veganismus ist keine Religion, es gibt keine Verfehlungen, es gibt nur das Leben und Menschen, die ihr Bestes versuchen, einen Tag nach dem anderen, jeden Tag aufs Neue. Im Leben gibt es immer mal Auf und Abs, es wird mal super laufen, mal nicht so super, weil Lebensumstände sich ändern, anderes in den Mittelpunkt rückt und so weiter. Das ist kein Grund aufzugeben, im Gegenteil. Es ist ein guter Grund, weiterzumachen, sich selbst nicht zu verurteilen. Denn egal wieviele irrsinnige Diskussionen und Blicke man geduldig ertragen muss, und wie theoretisch die unmittelbaren Auswirkungen sein mögen – wie soll es sonst gehen? Wenn keiner versucht, vegan zu leben, wenn also keiner zeigen kann, dass es auch ohne geht. Wenn alle brav den Status Quo der Massentierquälerei akzeptieren, wegschauen und weiter mitfinanzieren –  das kann bestimmt nicht der Weg sein.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein vrohes Fest  – seid nett zu anderen und zu euch selbst! 🙂

Festtagsrückblick

Im Wesentlichen ist alles so gelaufen wie erhofft. Mein Kartoffelsalat kam sehr gut an, eigentlich waren es zwei Salate, einer mit und einer ohne Veggie-Mayo (nach diesem Rezept). Beide waren mit viel Liebe zubereitet. 🙂  Die pflanzlichen Bockwürste von Vantastic Foods sahen wie die echten aus – der Geschmack war auch gut, aber noch mehr Würze oder etwas Rauch wäre prima gewesen.

xmasdinner

Am ersten Weihnachtsfeiertag gabs – wie geplant – Klöße, Bohnen und das Hacksteak Bonanza. Ein bißchen hab ich mich geärgert, nicht doch die Veggie-Ente genommen zu haben, denn das Hacksteak schmeckte wie ein (ziemlich fester) Burger und wer will schon Burger zu Weihnachten? Die braune Genießer-Soße hat mir gut geschmeckt und war schnell gemacht.

Zum Frühstück tischte ich Veggie Schinkenwurst, die Red & Spicy Scheiben und meine geliebte Leberwurst von Granovita auf, um eine Alternative zum stark wurstlastigen Allgemeingeschmack bieten zu können. Wirklich überzeugt hat nur die Leberwurst, der Rest war nur in kleinen Mengen genießbar (wenn da jemand Tipps hat?). Mein Dad hat sich sogar um pflanzliche Margarine, Apfel-Zwiebel-Schmalz und Champignonaufstrich bemüht, was ich wirklich großartig fand, da ich doch betont hatte, mich um alles selbst zu kümmern und keine Umstände zu machen. Auf Ersatz-Wurst/Fleischprodukte habe ich jetzt allerdings erstmal gar keine Lust mehr, das war wirklich ein bißchen viel in kurzer Zeit…aber das hat ja auch sein Gutes. 🙂