Ist die Zeit des Lesens vorbei?

„Der Veganismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“ Was wie eine Floskel klingt, ist zumindest halbwegs wahr. Immerhin ist die Vokabel „vegan“ nicht mehr ganz so exotisch wie noch vor fünf Jahren. Es gibt so viele pflanzliche Produkt-Labels, dass man sie gar nicht mehr alle aufzählen kann und jeder Supermarkt, der etwas auf sich hält, hat wenigstens eine Kooperation mit einer veganen Marke laufen. Zu Beginn dieser Entwicklung war der Pflanzismus noch ein bißchen mehr Aktivismus und vor allen viel Pioniergeist. Weiterlesen „Ist die Zeit des Lesens vorbei?“

Spätsommerschmöker – Veganitäten im Zeitschriftenregal

Auf meinem Nachtisch liegt noch Fuhrmans „Eat to Live“ (diesmal die deutsche Fassung), doch für unterwegs – und das war ich im Sommer ja häufiger – haben mich einige Magazine begleitet. Im Zeitschriftenregal ist der Pflanzismus ja inzwischen auch angekommen, nicht nur Artikel und Rezepte in den Mainstream-Publikationen, sondern gern auch mal Sonderausgaben und sogar einige komplett auf das Thema ausgerichtete Magazine finden sich hier, etwa „Vegan Good Life“, „Das Vegan Magazin“, „Noveaux“, „Vegan für mich“, „Das Vegan Magazin“ und der Klassiker „Kochen ohne Knochen“. So viel kann man gar nicht lesen! 😀

Besonders schick fand ich das Männer-Spezial im Weltveganmagazin! Schöne Idee und Ryan Gosling auf dem Cover, das gefällt! 🙂 Außerdem ist es randvoll mit Artikeln und Interviews (u.a. mit Berge und Rosalie Wolff (*Los Veganeros*)), ich hab mich jedenfalls gleich festgelesen, bevor ich das Heft an einen männlichen Probeleser vermachte. Nur der Titel, hmmm…. „Weltveganmagazin“ klingt gleich so nach dem Anspruch, die ganze Welt sollte komplett veganisiert werden. Wohl auch deswegen der neue Beisatz auf dem Cover „…auch für Veganer“. Damit sich nicht nur die Pflanzisten angesprochen fühlen…wenn’s dann mal funktioniert…
WeltveganmagazinFür die „Vegan & Bio“ von Schrot&Korn wurden mir aufgrund dieses Blogeintrags zu meinen Erfahrungen beim Arzt ein paar Fragen gestellt und nun darin in einem Artikel verarbeitet. Also, reines Eigeninteresse 😀 Cool fand ich aber den Artikel über vegane StartUps, das Doppelinterview zu bio-veganem versus Öko-Landbau, die Rezepte (Käse! Käääääse!) und naturgemäß der Artikel zu Kalzium in der veganen Ernährung.
Vegan & Bio

Die nächste Zeitschrift hat weniger offensichtlich etwas mit Veganitäten zu tun, obwohl sich auch hier immer mal ein Artikel dazu findet, wie diesmal der zum veganen Backen. Insgesamt ist die „Auszeit“ eher so eine Art Wohlfühl-Magazin, mit breit gestreuten Themen, vom Gärtnern über Rezepte bis zu ausführlichen Artikeln über Glück oder Schönheit, Gedichte und Geschichten, sinnliche Bilder und Reiseberichte. Lege ich euch nicht ganz uneigennützig ans Herz, weil auch ein Artikel von mir drin ist :D. Aber auch so braucht vielleicht der ein oder andere von euch eine Ladung geballten Positivismus.
AuszeitUnd für die Leipziger oder Besucher interessant: Das (kostenlose) Stadtmagazin „Zeitpunkt“, das als Kulturmagazin Interviews und Berichte rund um unsere Stadt enthält und natürlich Veranstaltungstermine und Adressen von Locations. In der Septemberausgabe außerdem ein schönes Interview mit Resa Rot, einer Fotografin, die mich immer wieder mit ihren analogen S/W – Fotografien durch ihre starke suggestive Kraft berühren. Redaktionsleiterin Sarah ist selbst vegan unterwegs und so finden sich auch hier immer wieder einige grüne und vegane Themen. Dankenswerterweise ist der „Zeitpunkt“ auch als E-Paper im Netz verfügbar – ebenfalls kostenfrei ! 🙂
Zeitpunkt Welche Zeitschriften mögt ihr und möchtet sie empfehlen? 🙂

Rohvegan – Claudia Renner

Fast schon HerbstIch strecke die Hand aus und bewege meine Finger im Licht, in den letzten sommerwarmen Strahlen. Lange hab ich gezögert, mich durch das Buch von der lieben Claudi von „Claudi goes vegan!“ zu testen, das sie mir schon vor einiger Zeit zugeschickt hatte. Zwar wollte ich die Rezeptetesterei ohnehin auf den Sommer verlegen, da sich Rohveganes meiner Meinung nach am besten in der heißen Zeit des Jahres macht. Aber nach meinen zum Teil geglückten, aber zum Teil auch weniger erfolgreichen Experimenten mit Rohkost im letzten Jahr, war ich irgendwie doch nicht mehr so heiß drauf, mich der kalte Küche erneut zu widmen. Mühsam geschichtete rohe Lasagne, wahnsinnig viel Nussmus und Bauchweh von zu viel Avocado – das alles war mir noch zu gut in Erinnerung. Weiterlesen „Rohvegan – Claudia Renner“

Lese- und Kochstoff für graue Sonntage

Da ihr kürzlich auf Facebook so begeistert vom PDF-Download der ersten Ausgabe des Vegan Food Magazine gewesen seid, hab ich mal noch etwas mehr Lesestoff für euch zusammengetragen. Erfreulicherweise gibt es ja inzwischen sehr viele Neuerscheinungen auf dem Pflanzismus-Sektor. Viele Verlage bieten online Leseproben in PDF-Form an, damit man schonmal reinschmökern und das ein oder andere Rezept ausprobieren kann, bevor man sich für ein Buch entscheidet. Ziemlich clever, denn so kann man sich ein eigenes Bild machen und muss sich nicht (ausschließlich) auf Rezensionen verlassen 😉 Weiterlesen „Lese- und Kochstoff für graue Sonntage“

The Get Healthy, Go Vegan Cookbook – Neal Barnard

The Get Healthy, Go Vegan - Cookbook - Neal BarnardNachdem ich mich schon fast durch das Buch gekocht habe (#barnard), wird es wohl mal Zeit, es auch vorzustellen: Dr. Neal Barnards „Get Healthy, Go vegan“- Kochbuch soll helfen, sich auf eine pflanzliche Ernährungsweise umzustellen. Dabei geht es nicht nur um vegane, sondern auch um vollwertige, fettarme, nährstoffreiche Nahrung mit niedrigem glykämischen Index. Ganz schön viel auf einmal! Das Cover sieht schon ziemlich klinisch aus :D.  Barnard beginnt mit einer Einleitung, warum gerade diese Form der Ernährung gesundheitliche Vorteile bietet und beschreibt einige Fälle, bei denen Patienten damit ihr Übergewicht und Diabetes-Medikamente losgeworden sind. Während Ernährungsweisen, die auf Fleisch basieren, oft arm an Ballaststoffen und einigen Vitaminen sind und ein Zuviel an Fett und Cholesterin mit sich bringen, ist bei veganer Ernährung genau das Gegenteil der Fall, schreibt er. An die Stelle von überflüssigen Kalorien und Cholesterin treten zahlreiche Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. Weiterlesen „The Get Healthy, Go Vegan Cookbook – Neal Barnard“

No Happy Cows – John Robbins

No Happy Cows - John RobbinsVon seinem Buch „The Food Revolution“ war ich damals schwer begeistert. Es beleuchtet viele komplexe Zusammenhänge und hat mir so die Augen geöffnet, was die Lebensmittelindustrie, Umweltverschmutzung, Genmanipulation, Nutztierhaltung, Klimawandel, Welthunger und Überfischung angeht. Das Buch „No Happy Cows“ (auch auf deutsch erhältlich) ist nun so eine Art Update und trägt daher auch den Untertitel „Dispatches from the Frontlines of the Food Revolution“. Im Gegensatz zum 450 Seiten-Vorgängerbuch umfasst dieses gerade 173 Seiten, eine Sammlung kurzer Artikel (die zum Teil auch online veröffentlicht wurden), und eignet sich daher wunderbar zum Hin-und-Wieder-Reinschmökern und für unterwegs. Die Beiträge sind in vier Teile gegliedert. Im ersten geht es um einen Schweinefarmer, dem wir schon in „Food Revolution“ begegnet sind, um Hühner und die Eierindustrie und im die nicht wirklich glücklichen Kühe, die dem Buch seinen Namen gegeben haben. Der zweite Teil ist mit „What Are We Putting into Our Bodies?“ überschrieben und dreht sich demnach um die Frage, was genau wir uns eigentlich täglich einverleiben. Weiterlesen „No Happy Cows – John Robbins“

Krebszellen mögen keine Himbeeren – Prof. Dr. med. Richard Béliveau

Krebszellen mögen keine HimbeerenEs ist das Buch, das ich auf dem Tisch einer Krebspatientin im Krankenhaus liegen sah – eine der vielen unendlich traurigen Darmkrebsgeschichten der Station. Ich hatte das Buch schon eine Weile als mögliche nächste Lektüre im Auge und hab es mir daraufhin endlich zugelegt. Eins gleich im Voraus: Es ist  als Ratgeber zur Prävention und nicht unbedingt für bereits an Krebs erkrankte Menschen gedacht. Und dieses Thema dürfte jeden interessieren – diese Krankheit ist allgegenwärtig. Jedenfalls für mich – ich kenne in meinem Familien- und Kollegenkreisen leider einige Menschen, die diese Krankheit haben/hatten. Dass man mit gesunder Ernährung vorbeugen kann, ist kein Geheimnis, in diesem Buch erfährt man es noch etwas genauer. Der Herr Professor erklärt die Zusammenhänge sehr detailliert und bleibt dabei auf dem Boden der wissenschaftlichen Tatsachen, die er aus Studienergebnissen eruiert. Weiterlesen „Krebszellen mögen keine Himbeeren – Prof. Dr. med. Richard Béliveau“