Vegan in Tallinn, Estland

Track - the liquid snackMomentan bin ich ein bißchen wie der Tintenfisch auf der „Track“- Pappdose. So viel zu tun, so wenig Zeit! Und am schlimmsten: No time to eat, deswegen dieses Flüssigfutter aus Bananen, Mandelmus und allerlei Gutem). ich habe den Verdacht, dass mein Freund  daher eine perfide Strategie entwickelt hat, um mehr von mir zu haben: er entführt mich einfach! 😀 Am besten gleich in ein anderes Land, Hauptsache weit weg von Computer und allen To Do-Listen. Naja, was soll ich sagen, es klappt. Das Wochenende Barcelona im Frühjahr hab ich euch gleich mal unterschlagen, aber ich werde den Bericht natürlich nachreichen. Und ja, meine Klimabilanz für dieses Jahr ist damit natürlich endgültig versaut. Man könnte höchstens mildernde Umstände für die ganzen reiselosen Jahre meinerseits gewähren… Weiterlesen „Vegan in Tallinn, Estland“

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I love Veggie Burger, Maza Pita, The Flow und immer wieder ZEST, Leipzig

Im Westen viel Neues! Während man im Süden Leipzigs kaum einen Schritt tun kann, ohne über ein veganes Angebot zu stolpern, hat sich auch der Westen entwickelt und mit dem Süß & Salzig, dem Tabori, Zierlich Manierlich, Vegele und einigen mehr kann man sich hier auch gut durchfuttern. Weiterlesen „I love Veggie Burger, Maza Pita, The Flow und immer wieder ZEST, Leipzig“

Best vegan Nachos of se Wörld @Atacolypse Leipzig

Wenn ihr in Leipzig, genauer Connewitz, unterwegs seid, und so richtig Hunger bekommt, schaut mal vorbei in der „Atacolypse“ auf der Wolfgang-Heinze-Straße. Was auf dem Menü steht, ist alles vegan – und die mexikanischen Rezepte kommen von der in Texas geborenen Inhaberin Scaba. Die Nachos mit milder Chilikäse-Sauce (auf Cashew – Basis) sind fast schon legendär, und wer sich an die „Supersize Fiesta Nachos“ herantraut, sollte mindestens drei Freunde dabei haben. Wer es handfest mag, greift zum Burrito, bis oben hin gefüllt mit Sojahack und Räucherpaprika oder wahlweise auch mit Sojastreifen oder Pinto Beans. Die Unentschiedenen nehmen den „Despair“. Da ist einfach mal alles drin. Die frittierten Kartoffelecken mit mexikanischer Gewürzmischung und Limetten hab ich mir schon mal für den nächsten Besuch vorgemerkt. Genießen kann man das Ganze entweder unterwegs oder in einer Art alternativem Biergarten – schön schwarz! Deswegen ist das Atacolypse auch nur in den wärmeren Monaten geöffnet. Weiterlesen „Best vegan Nachos of se Wörld @Atacolypse Leipzig“

What I ate Wednesday

Diesmal bin ich dabei! Auf Wunsch einer einzelnen Dame, die wissen wollte, was jemand, der sich offenbar gern durch sämtliche Mikro-, Makro- und sonstige Nährstoffen wühlt, wohl isst, bin ich heute mal mit von der Partie. Die Wahrheit ist nicht sonderlich aufregend, und orientiert sich eigentlich auch nur marginal an meinen Erkenntnissen (auch wenn ich es besser wissen müsste ;)) Aber egal, fangen wir an!

Zum Frühstück – es muss schnell gehen, gibts für gewöhnlich ein paar Haferflocken (Zink, B1, B3, Eisen, Magnesium) oder andere Flocken. Da mische ich auch gern geschroteten Leinsamen rein, dann brauche ich mir für den Rest des Tages keinen Kopf mehr um meine Omega-3-Fettsäuren (hier Alpha-Linolensäure) machen, ich hab auch schonmal Hanfsamen reingemischt (Extraportion Eiweiß), oder gern auch getrocknete Aprikosen (Vitamin A, B5, Eisen, Kupfer). Dazu eine Banane (mein Lieblingsobst, außerdem B6, Kalium) oder auch Birnen oder Beeren, im Sommer besonders gern Pfirsiche oder Nektarinen. Dazu hier auf dem Bild Sojajoghurt, aber das ist eher eine Seltenheit, normalerweise reicht ein Schwupps Milch (Reismilch: Alnatura oder Natumi sind meine all-time-favoriten, sehen weiß aus und flocken nicht). Und – ohne Abbildung – natürlich meine Lieblingsdroge Kaffee. Ich komm nicht davon los! Nicht zu vergessen: Das tägliche Paar Paranüsse – wegen ihres hohen Selengehaltes reichen schon diese beiden um den Tagesbedarf zu decken!
Weil es so praktisch ist, nehme ich mir immer ein Pausenbrot für mittags mit, natürlich Vollkornbrot (B2, B3, B5, Calcium, Magnesium). Und darauf vorzugsweise einen der Alnatura-Aufstriche. Ich bin ganz verrückt danach, Apfel-Zwiebel ist mein absoluter Favorit, aber auch Champignon und Tomate schmecken toll. Natürlich kann man Aufstrich auch selbst machen. Die Beqemlichkeit und die Konsistenz bringen mich aber immer wieder zu den käuflichen Sorten. Auch Zwergenwiese hat ein paar wirklich gute Sorten im Angebot, Obazda zum Beispiel. Ich hab auch schon versucht, die Alnatura-Aufstrich mit pürierten Kidneybohnen oder Kichererbsen zu mischen, das schmeckt immernoch lecker, addiert Eiweiß dazu und relativiert den doch recht hohen Fettanteil – und nicht zuletzt hälts länger vor :). Zum Mittag gibt es auf Arbeit auch immer einen Green Smoothie in seiner simpelsten Form, also einfach nur etwas Salat (alle Sorten außer Eisberg, den mag ich nicht), und eine Frucht, etwa eine Banane, ein Apfel o.ä., auch mit Tomatensaft für eine herzhaftere Variante hab ich schon experimentiert.

Leider sehen Green Smoothies für Unwissende sehr merkwürdig aus, meine Kollegen haben meine im Kühlschrank gelagerte Flasche mit dem grünen Gold schon oftmit so hübschen Namen wie „Entengrütze“ bedacht. Aber was solls, ich steh da drüber 😀

Wenn ich Spätschicht habe, packe ich mir noch einen richtig großen Salat fürs Abendessen ein. Und ich meine richtig groß. Tomaten, Gurke, Paprika, Chicoree, Salat, Bohnen, Kichererbsen oder Tofu, Zitronensaft obendrüber wegen des Oxidierens, ein paar Nüsse wegen der fettlöslichen Vitamine und seit meiner Phase der makrobiotischen Experimente auch immer noch Algen (fürs Jod, am liebsten Wakame, auf dem Bild ist aber ein Zweiglein Arame zu sehen) und vielleicht etwas Miso, manchmal auch was Eingelegtes wie eine saure Gurke oder etwas Sauerkraut. Eine Vinaigrette drüber, fertig. Habe ich Frühschicht und bin abends zu Hause, wird mehr variiert, momentan stehen wegen der Temperaturen Gemüsesüppchen hoch im Kurs. Und natürlich Kürbis! Ich liiiebe Kürbis! Dazu kommen dann noch Snacks wie etwa ein Apfel (an apple a day…), der auf jeden Fall!

Wie ihr seht, unter der Woche halte ich es ganz einfach. Da ich mir aber gerade selbst vor Augen geführt habe, wie eintönig mein Wochenspeiseplan inzwischen geworden ist (genauso langweilig wie vor der Umstellung! :-O), werde ich ein neues Projekt in Angriff nehmen und mich durch meine neueste Anschaffung, nämlich Barnards „Get Healthy, Go Vegan Cookbook“,  kochen, die Rezepte scheinen supereinfach zu sein, also bestimmt auch wochentagstauglich 🙂

Tiere essen – Jonathan Safran Foer

„It’s always possible to wake someone from sleep, but no amount of noise will wake someone who is pretending to be asleep.“

Neben „Anständig essen“ von Karen Duve hat „Eating Animals“ von J.S. Foer wohl den höchsten Bekanntheitsgrad in dieser Sparte. Wenn ich erkläre, dass mich meine Lektüre auf die Idee gebracht hat, vegan leben zu wollen, dann wird sofort vermutet, dass es sich dabei um dieses Buch gehandelt haben muss. Dabei habe ich mich dem Buch erst später gewidmet, da ich detaillierte Beschreibungen von  Grausamkeiten an Tieren befürchtete – denn das Werk hat den Ruf, selbst Fleischliebhaber bekehren zu können,  glaubt man den Rezensionen im Netz. Tatsächlich war die Vorsicht (fast) unbegründet, denn bei Foers Buch dreht es sich nicht nur um die von ihm zusammengetragenen Fakten, sondern auch um die linguistischen und psychologischen Aspekte bis hin zu philosophischen Implikationen, die das Thema mit sich bringt. Es geht um Traditionen, um Kultur –  und um das Erzählen von  Geschichten. Weiterlesen „Tiere essen – Jonathan Safran Foer“

Post von PETA

Das „Vegan-Probeabo“ von PETA, das eigentlich nichts anderes ist, als ein Newsletter, der einen über einen Monat mit Tipps, Infos und Zuspruch versorgt, habe ich sehr gern in Anspruch genommen. Nach den 30 Tagen erhielt ich eine Art Zertifikat und unter anderem auch die Aufforderung, zu schreiben, ob ich weitermache oder nicht und welche Gründe es dafür gibt. Das kam mir sehr gelegen, denn wie den meisten Anfängern schwirrten mir ein paar Fragen im Kopf herum, die ich mir immer wieder stellte ohne eine Antwort zu finden. Hier lest ihr meine Mail sowie die Antwort von PETA. Weiterlesen „Post von PETA“

Anständig essen – Karen Duve

„Ich habe nichts erreicht. Was will man mit Filmchen bewirken, wenn nicht mal Tschernobyl was bewirkt?“ (Horst Stern)

Wer ein Buch mit so einem Zitat beginnt, der kann nur Realist sein. Dennoch widmet die erfolgreiche Autorin („Taxi“, „Dies ist kein Liebeslied“) ein Lebensjahr einem ethisch motiviertem Selbstversuch  – Duve beschließt, „ein besserer Mensch zu werden“. Je zwei Monate testet sie eine alternative Lebensweise nach der anderen und garniert ihre ausführlichen Selbstreflexionen mit einer guten Portion trockenem Humor. Sie startet mit der Umstellung auf Bio-Produkte, dann erforscht sie den Vegetarismus, arbeitet sich zur veganen Lebenart hoch und lässt ihren Selbstversuch im Frutarismus gipfeln. Sie vertritt die Perspektive des Durchschnittsbürgers, der Coca Cola literweise konsumiert, Schokolade liebt und Lebensmittel nach dem Motto „Hauptsache billig“ einkauft. Diese Bodenständigkeit macht es dem Leser einfach, sie zu begleiten und ihre Gedankengänge nachzuvollziehen, während sie ihre geliebten Gewohnheiten auf den Kopf und jede Entscheidung in Frage stellt. Erfreulicherweise flankiert Duve ihren Selbstversuch mit intensiver Recherche rund ums Thema. Da das Buch erst 2011 erschien, sind die gut verpackten Fakten zudem noch aktuell. Auch an die Umweltkatastrophen kann man sich noch gut erinnern, etwa die Explosion von Deep Water Horzon, die Flutkatastrophe in Pakistan oder das Hochwasser in Deutschland. Bewusst wird einem so allerdings, wie viele in einem einzigen Jahr passiert sind, was ein ungutes Gefühl hinterlässt. Weiterlesen „Anständig essen – Karen Duve“