Merry Xmas! Und: warum ich kein Problem mit dem Festtagsbraten habe

WeihnachtenIch könnte mich an grüne Weihnachten gewöhnen.🙂 Denn trotz der milden Temperaturen war es für mich dieses Jahr gefühlt besonders weihnachtlich – irgendwie innerlich, auch wenn es nicht geschadet hat, etwas zu dekorieren und tatsächlich mehrmals auf Weihnachtsmärkten unterwegs gewesen zu sein, wenn auch jedes Mal nur kurz. Darunter der 3. vegane Weihnachtsmarkt in Leipzig. Hier freute ich mich schon vorher auf den Stand von Bavarium Dürum, die in diesem Jahr Klöße, Rotkraut und Schwarzbiergulasch im Angebot hatten. Flankiert von den Nazi-Aufmärschen und entsprechenden Gegen-Demos war es an diesem 12. Dezember gar nicht so einfach, überhaupt da hin zu kommen …und die Stimmung deutlich angespannt. Beißender Geruch nach verbranntem Plastik in der Luft, seit dem Morgen überall Polizei und ungewöhnlich viele Leute unterwegs – ganz friedlich war der Widerstand nicht, was absehbar war und entsprechend quittiert wurde. Genauso absehbar wie die Diskussionen darüber im Nachhinein. Aber ich schweife ab…

Ganz traditionell gab es am Weihnachtsabend wieder Würstchen mit Kartoffelsalat. Für dien Salat bzw die Salate (beide vegan, einer mit und einer ohne Mayo) war ich wieder zuständig. Leider ist das Rezept für den mayo-freien nicht mehr online, da es den Blog „Not another vegan Blog“ leider nicht mehr gibt. ich hab mal das Archiv durchsucht und das rezept hier für euch preserviert.

Veganer Kartoffelsalat mit ohne Mayo

Kartoffelsalat mit ohne MayaZutaten:
600g Kartoffeln
1 Zwiebel
200ml Brühe
Senf, Salz, Knoblauch
1 EL Apfelessig
2 Tomaten
420g Gurke
75g Gewürzgurken

Zubereitung:
Die Kartoffeln in Salzwasser kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel fein hacken und mit den Kartoffeln in eine Schüssel geben und mit der heißen Brühe übergießen. Senf, Salz, Knoblauch und Essig dazugeben und durchziehen lassen. In der Zwischenzeit Tomaten und Gurken schneiden. Gemüse zu den Kartoffeln geben, mischen und nochmal gut würzen.

Mitgebracht hatte ich mir dazu diesmal Seitan-Würstchen, die waren okay aber nicht überragend. Für den Weihnachtsfeiertag mit dem eigentlichen Festmahl versuchten sich meine Etern wieder an grünen Klößen (gekochte zermatschte Kartoffeln treffen in Salzwasser auf rohe zermatschte Kartoffeln). Dazu gab es für sie Ente und für mich ein Tofu-Steak und braune Soße. Bißchen eckig, aber dafür schön zart und ganz ohne Knochen!😀 Es war auch diesmal seltsam, ich fand den Geruch der gebratenen Ente abwechselnd lecker und dann wieder etwas abstoßend… an sich hab ich aber wirklich kein Problem mit dem sogenannten „Festtagsbraten“. So lange es wirklich ein solcher ist, nämlich ein an einem Festtag verzehrter Braten und nicht schon die gesamte Adventszeit lang täglich in der Kantine angeboten wird. Natürlich war auch der Braten meiner Eltern aus Bio-Haltung und vermutlich liebevoll totgestreichelt. Meinetwegen! Wenn jeder wirklich nur diesen Braten essen würde und nicht jeden einzelnen Tag des Jahres auch noch Wurst, Steak, Schnitzel, Eisbein, Hühnchen und so weiter und so weiter, hätten wir kein Problem namens Massentierhaltung. Dann könnte man die Diskussion auf einer ganz anderen Ebene führen. Aber so ist es leider nicht. Und so werde ich auch weiterhin immer wieder zu hören bekommen: „Ich esse nur ganz wenig Fleisch und wenn, dann nur Bio!“ und mir denken, wär so schön, wenn das auch auf die Wurstscheibe in deinem Mittagssandwich zutreffen würde, oder auf die unterwegs verzehrte Currywurst vom Bahnhof. Und ja, ich finde ein Fest der Liebe trotzdem viel schöner, wenn kein Tier dafür sterben musste. Ist irgendwie…liebevoller.😉❤

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Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

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