Vegan for Youth – Jung für einen Tag

Als kleine Vorschau auf meine sehr ausführliche „Vegan For Youth“-Rezi (next week!) gibt’s hier schonmal einen kleinen Einblick, wie so ein Tag als VFY-Challenger aussehen kann, ähnlich wie ich es hier für „Vegan for Fit“ skizziert habe. Nun gehen wir mit dem Matcha-grünen Jugendbuch von Attila Hildmann noch einen Schritt weiter: Fit und schlank sind wir ja nach dem Durchexerzieren des Vorgänger-Werks schon, dann können wir jetzt was gegen die ersten Falten tun…oder so ähnlich. Länger ist diese Challenge auch noch, von 30 Tagen bei „Vegan For Fit“ steigern wir uns hiermit um 100 Prozent auf ganze 60 Tage. Von der veganen Diät zur „Triät“ – ein bißchen mehr Aufwand muss schon sein! Und das ist vor allem zeitlich gemeint, denn neben 1. gesunder Ernährung und 2. Bewegung  ist es hier erforderlich, sich täglich eine Portion Ommm zuzuführen, also 3. Meditation. Alles Kopfsache! Oder Gehirnwäsche? Ach, keine Ahnung😀 Na, gut, werden wir mal konkret: Während der Jungbrunnen-Challenge verzichtet man auf Weißmehl, Kartoffeln, Zucker, Kaffee, Fertigkram und natürlich Alkohol. Stattdessen literweise Kräutertee…und ich meine literweise! Im „Quickstart“ (80-81) steht was von 1,5 Litern täglich! Und am besten auch noch ordentlich Grüntee sowie früh und abends einen selbstzusammengemischten frischen Saft nach Buch. Zusätzlich auch noch einen Matcha-Shake morgens zum Wachwerden. Ich fühl‘ mich schon beim Lesen ziemlich durchgespült. Wer noch? Ich bin mal kurz weg…

Wirklich cool, das Rezept für den Apfel-Hafer-Tower mit Kiwi-Soße (86). Ist zwar auch nur Müsli mit Obst, aber in der Form macht das Durchschnitts-Öko-Frühstück etwas mehr her. Und weil ich an dem Tag Spätschicht hatte, konnte ich noch vor dem Mittag meine Sporteinheit abfeiern, inklusive schönem Stretching – darauf wird hier sehr viel Wert gelegt. Zum Glück muss man es insgesamt nicht übertreiben, denn exzessiver Sport hat genau die gegenteilige Wirkung: er führt zu einer starken Bildung von Radikalen und Zellschäden und damit zu einer beschleunigten Alterung, erklärt Attila auf Seite 257.

Pizza Margherita mit Mandelmozza (142)Zum Mittag ließ ich mir die Pizza Margherita mit Mandelmozza (142) schmecken: Soll noch einmal jemand sagen, Fast Food ginge nicht auch „gesund“.🙂 Den Teig macht man nach Attila sogar selber…das hab ich mir gespart und fertigen Dinkelboden genommen. Ich hatte es eilig und leider kein elektrisches Handrührgerät wie im Rezept beschrieben. Fürs Testen wars ja ausreichend. Ihr echten Challenger müsst – wenn ihr auch kein Gerät habt – den Teig selber zusammenkneten! Aber: Macht sicher mächtig Muckis!

Mixsalat mit Omega-3-Blaubeerdressing und Kürbis-Rosmarin-WedgesAuch bei „Vegan For Youth“ wird nach Stufen gegessen, deren Sinn sich mir persönlich nicht ganz erschließt, aber bitte. Jedenfalls war die Pizza Stufe 2, was bis 16 Uhr erlaubt ist. Danach nur noch Gerichte der Kategorie der Stufe 1, hier der „Mixsalat mit Omega-3-Blaubeerdressing und Kürbis-Rosmarin-Wedges“ (171) – ein Teller voller Antioxidantien (besonders die Blaubeeren), Omega-3-Fettsäuren (Walnüsse) und Beta-Carotin (Möhren und Kürbis). Ab 19 Uhr wird der Magen schlaffreundlich geschont, ab da bleibt die Küche geschlossen. Außer man muss nochmal rein, um Kräutertee zu brauen, versteht sich…

Nachdem ich mir zum Schluss ein paar schöne Gedanken im Schneidersitz gemacht hatte (ich würde es nicht Meditation nennen, ich hab da eindeutig zu wenig Übung drin , kann mich schlecht konzentrieren und nichtstuend stillzusitzen ist auch nicht so ganz easy). Aber nach Attila kann ich dadurch „mein wahres Ich“ entdecken, das „verborgen und kilometerweit in den tiefsten Tiefen des Ozeans unseres Unterbewusstseins liegt“ (266). Danach folgt noch etwas Qigong, also „Arbeit mit der Lebensenergie“. Dabei muss man seine Hände in einer bestimmten Weise bewegen…es soll sich eine Art „kribbelndes Energiefeld zwischen den Handinnenflächen“ entwickeln, so beschreibt es der Autor. Okay, ich bin raus…

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Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

8 Kommentare zu „Vegan for Youth – Jung für einen Tag“

  1. Haha, mal wieder ganz großes Kino! Ich lieg auf dem Boden vor lachen.😂
    Ich sehe Dich vor meinem inneren Auge im Schneidersitz… Hast Du auch ein paar Täucherstäbchen angezündet?! Shanti Shanti.
    Das Essen sieht auf jeden Fall sehr lecker aus. 😊

  2. Naja, allein die auf keinerlei Wissenschaft gründende Regel, auf die wunderbaren leckeren und vielseitigen pflanzlichen Nährstofflieferanten Kartoffeln zu verzichten, zeigt mir, dass Attila Hildmann sich von der allgemeinen Carbophobie hat anstecken lassen und ich mir dieses und jedes weitere seiner Bücher getrost sparen kann. Kartoffeln sind reich an Stärke, und Stärke macht satt, schlank und hält frisch und gesund. Dr. McDougall nennt den Menschen sogar einen „Stärkivoren“.

    1. Ja, der Attila hat den Glauben an Kohlenhydrate bereits beim Vorgänger-Buch verloren, vielleicht auch davor schon, das weiß ich nicht, da ich die älteren Werke nicht kenne…ich sehe mich auch eher als Stärkivoren! Klingt auch gleich viel stärker😀 *überlegtkurzdenBlogumzubenennen* Nee, doch nich.

    1. Üüüüübung! Frag lieber, wie ich Apfelscheiben auf Müsli gestapelt kriege…:D Der Attila und seine Türmchen…das werd ich im kommenden Beitrag noch näher analysieren.

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