The Get Healthy, Go Vegan Cookbook – Neal Barnard

The Get Healthy, Go Vegan - Cookbook - Neal BarnardNachdem ich mich schon fast durch das Buch gekocht habe (#barnard), wird es wohl mal Zeit, es auch vorzustellen: Dr. Neal Barnards „Get Healthy, Go vegan“- Kochbuch soll helfen, sich auf eine pflanzliche Ernährungsweise umzustellen. Dabei geht es nicht nur um vegane, sondern auch um vollwertige, fettarme, nährstoffreiche Nahrung mit niedrigem glykämischen Index. Ganz schön viel auf einmal! Das Cover sieht schon ziemlich klinisch aus :D.  Barnard beginnt mit einer Einleitung, warum gerade diese Form der Ernährung gesundheitliche Vorteile bietet und beschreibt einige Fälle, bei denen Patienten damit ihr Übergewicht und Diabetes-Medikamente losgeworden sind. Während Ernährungsweisen, die auf Fleisch basieren, oft arm an Ballaststoffen und einigen Vitaminen sind und ein Zuviel an Fett und Cholesterin mit sich bringen, ist bei veganer Ernährung genau das Gegenteil der Fall, schreibt er. An die Stelle von überflüssigen Kalorien und Cholesterin treten zahlreiche Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. Dennoch hebt er drei Nährstoffe gesondert hervor, auf die man ein Auge haben sollte: Calcium, Eisen und Vitamin B 12. Statt seinen Calcium-Bedarf mit Milchprodukten zu decken, die außerdem noch tierische Fette, Lactose-Zucker, Cholesterin und Hormone mit sich bringen, kann man dies auch mit „Greens & Beans“ tun, also Grünzeug und Hülsenfrüchten. Diese sind ebenso reich an Eisen. Gemüse und Obst enthalten außerdem viel Vitamin C, was die Eisenaufnahme erhöht. Vitamin B12 sollte am besten supplementiert werden. Hier folgt noch ein kurzer Ausflug zur wissenschaftlichen Studien zum Pflanzismus (Dean Ornish, Caldwell Esselstyn, David Jenkins, McDougall, Hans Diehl). In einem weiteren Kapitel geht Barnard darauf ein, wie diese Ernährungsform verschiedene Krankheitsbilder bessern kann (Übergewicht, Diabetes, Krebs, Verdauuungsprobleme etc). Das Buch erschien 2010, ist also auf dem damaligem Forschungsstand. Ich habe einen Teil davon in dem Blogpost „Vorteile pflanzlicher Ernährung“ zusammengefasst, damit ich hier nicht so weit ausschweifen muss🙂

Rezepte aus Neal Barnards Buch Ds klingt jetzt ziemlich viel, aber das sind nur die ersten 50 von 220 Seiten, den Großteil machen natürlich die Rezepte aus. Wie gesagt, ich habe davon schon einige ausprobiert, die meisten Gerichte sind sehr einfach und schnell zubereitet. Bebildert sind die Rezepte nicht alle, nur in der Mitte des Buches sind ein paar Fotos. Auf die hätte man vielleicht sogar verzichten können…ich kenne ein paar Blogger, die haben wesentlich mehr Talent beim Fotografieren von Gerichten😉 Letztlich zählt für mich, dass ich durch das Buch Neues ausprobieren kann und dabei kein schlechtes Gewissen haben muss, weil alles fettarm und vollwertig ist. Auch Ersatzprodukte spielen keine große Rolle, nur ab und zu tauchen Tofu, Sojamilch und -joghurt auf. Es ist vielleicht etwas Knoblauch-lastig, ich mag Knobi zwar sehr, aber ich mag nicht danach riechen. Entsprechend hab ich ihn  manchmal einfach weggelassen. Leider ist das Buch nicht auf deutsch erhältlich, die Angaben sind also in „cups“, was mich persönlich nicht so gestört hat, es klappt ja am Ende trotzdem, auch wenn man sich nicht sklavisch an jedes Gramm hält.🙂

Unter jedem Rezept findet man Nährwertangaben zur Orientierung und kleine Tipps („Wusstest du schon..“). Es gibt auch eine Einkaufsliste, aber die ist 7 Seiten lang weil sie für das gesamte Buch gilt, doch es wird wohl kaum jemand auf die Idee kommen, alles auf einmal nachkochen zu wollen. Da sind ja die ersten Zutaten schon wieder verwelkt, bevor man das Rezept dazu ausprobieren konnte. Das Register hingegen ist hervorragend umgesetzt, das hilft mir sehr, wenn ich fast abgelaufene Sachen noch verarbeiten muss. Die Tomaten müssen weg? Einmal hinten nachgesehen und alle fünfzehn Rezepte gleich gefunden. Obwohl man davon ausgehen sollte, ist das nämlich leider nicht bei jedem Kochbuch der Fall. Und da die Rezepte so basic sind, hat man auch viele Zutaten schon im Haus. Die Rezepte sind nach Frühstück, Mittagessen und Abendessen geordnet, danach folgen Snacks, Dips und Desserts. Will man Freunde und Famile einladen, findet man drei Menüpläne mit Rezepten für mehrere Gänge („Italienisches Fest“, „Tapas“, „Sommerparty“, „Asian Twist“). Dazu kommt ein Drei-Tage-Menüplan für den leichteren Einstieg. Wie ihr auf meiner Zusammenstellung auf dem Foto sehen könnt, gibt es Salate, Suppe, Burger, aber auch Rezepte für Pizza, Kuchen, Pancakes, Paella, Smoothies und vieles mehr. Nicht schlecht für so ein gesundheitsbewusstes Kochbuch, geschrieben von einem Doktor….naja und einer Kochbuchautorin. Sonst wäre wohl nicht nur das Cover ein bißchen klinisch.🙂

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Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

10 Kommentare zu „The Get Healthy, Go Vegan Cookbook – Neal Barnard“

  1. Au weia!
    Die nächste Kochbuchanschaffung steht bevor🙂 Dabei habe ich doch a) gestern erst ein weiteres angeschafft und b) habe ich bereits an die 2 Meter vegetarische und vegane Kochbücher…
    Der Satz „Auch Ersatzprodukte spielen keine große Rolle, nur ab und zu tauchen Tofu, Sojamilch und -joghurt verwendet“ holpert übrigens ziemlich😉

  2. Oje, ich kann doch nicht schon wieder ein Kochbuch kaufen^^ Klingt aber wirklich gut, vor allem, dass wenig mit Ersatzprodukten gekocht wird. Ich würde nämlich gern den Anteil meiner veganen Gerichte erhöhen, aber ich habe ein gewisse Abneigung gegen Sojajoghurt, Käse-Analoga und ähnliches…

    1. Ja, das kann ich gut nachvollziehen….😉 Für mich hat sich dieses Buch im Gegensatz zu vielen anderen in meinem Regal wirklich gelohnt, weil ich daraus wirklich viel probiert habe. Einfach weil die Rezepte so einfach sind (keine Türmchen oder Rollen :D) und noch dazu fettarm und nährstoffreich.

  3. Hallo Jane, das klingt super interessant. Danke für’s Vorstellen. Ich kann durch meine Histaminintoleranz leider keine Tomaten essen, kannst du mir bitte verraten, ob in vielen der Rezepten Tomaten vorkommen? Davon mache ich abhängig, ob ich mir das Buch endlich kaufe😉
    Vielen Dank und schöne Grüße von Nina

    1. Hey Nina, also laut Register sind es tatsächlich 15 mit frischen Tomaten und zwei mit getrockneten, eins mit Tomaten aus der Dose. Es dürften also noch genügend Rezepte für dich übrig bleiben.🙂

      1. Hallo Jane, das gleiche „Anliegen“ habe ich auch und wollte dich grad fragen, ob das Kochbuch sehr Tomaten/Hülsenfrüchte/Auberginen-lastig ist, denn das sollte ich alles mit einer Histaminintoleranz nicht essen.
        Danke fürs Vorstellen des Buches!
        LG
        Lena

      2. Hey Lena!
        Aubergine sind laut Register nur zwei Mal drin, Tomaten siehe oben, aber Hülsenfrüchte definitiv oft. Meinst du da bestimmte, oder kannst du generell gar keine essen?

        lg Jane

  4. Hey Jane, das klingt wirklich nach einem tollen Buch!
    In letzter Zeit habe ich allerdings einige englische Kochbücher in der Art gekauft, weil ich einen gesunden Ausgleich zu all meinen Büchern für vegane Hausmannskost und veganem Backen wollte.🙂 Ich war dann allerdings etwas enttäuscht ab den vielen Zutaten, die hier schwer (oder gar nicht) zu beschaffen sind. Ausserdem gab es einige Rezepte, die den Anschein erweckten, als hätte man sie nur ins Buch genommen, um mit etwas mehr Rezepten locken zu können.
    Wie sieht das bei Barnard aus? SInd die meisten Rezepte mit einfachen, europäischen Zutaten, die man auf dem Wochenmarkt oder im Kaufhaus bekommt? Und dementsprechend günstig?
    Ich muss eben momentan mein Budget für Superfoods kürzen😉
    ganz liebe Grüsse
    Debby

    1. Hey, Debbie! Keine Superfoods in diesem Buch! Sondern ganz normales Gemüse und Hülsenfrüchte in verschiedenen Zusammenstellungen. Man könnte dem Buch nur vorwerfen, zu simpel zu sein😉 Schau einfach mal in den unten verlinkten Beiträgen nach. Einige Rezepte werden auch online zur Verfügung gestellt und ich hab sie jeweils verlinkt. Liebe Grüße!

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