Alles neu, alles Käse!

Ohne Käse kann ich nicht leben, dachte ich noch im zweiten Jahr. Ehrlich, inzwischen vermisse ich ihn kaum noch. Aber das kommt und geht ja immer phasenweise – wie alles im Leben. Und wenn doch, dann kann man inzwischen auf so viele neue Alternativen zurückgreifen, dass man schon Probleme hat, dabei immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.Violife
So kennt ihr wahrscheinlich alle schon die 10 Scheibenkäse-Sorten von Violife, die mir von veganic.de geschickt wurden. Wie ihr seht, in vielen verschiedenen Varianten erhältlich und allesamt genießbar, erinnern eben etwas an den einzeln verpackten Scheibenschmelzkäse aus dem Supermarkt. Wahlweise mit Paprika, Tomate und Basilium, Oliven, Kräuter oder Pilzen. Und anders als viele vegane Käsesorten kann man diesen Scheibenkäse auch einfach so aufs Brot essen wenn man mag, ohne dass es irgendwie nach Essig schmeckt. Was ist drin? Hauptsächlich Wasser, pflanzliches Öl, Kartoffelstärke, modifizierte Stärke, wie die meisten veganen Scheibenkäse. Also nix für Gesundheitsfanatiker, aber auch nicht allzu wild und was für Gelegenheitsgenießer wie mich😉Violife Käse
Dummerweise hab ich erst zu spät mitbekommen, dass die Sorte „Pizza Flavour“ auch schmelzfähig sein soll und musste diese daher nachkaufen. Inzwischen gab es da auch schon die Streichkäse-Alternativen von Violife in 5 Sorten. Ich probierte Gurke & Dill und fand diese ganz in Ordnung. Und das mit dem Schmelzen hab ich auch ausprobiert, wie man sieht, und ja, es schmilzt schon irgendwie. Kann man machen.
Daiya-Käse
Wer US-amerikanische Kochbücher oder – blogs liest, hat davon schon gehört: Allerorts wird von Daiya-Käse geschwärmt und als selbiger plötzlich in einem deutschen Internetshop erhältlich war, schlug ich sofort zu! Naja, die Zutatenliste beweist auch hier, dass sich veganer Käse nur für besondere Anlässe und nicht für jeden Tag eignet: Aber was solls, er wird seinem Ruf gerecht! Schmilzt ein bißchen und isst sich gut auf Pizza und allem, das sich überbacken lässt. Es gibt ihn am Stück (ist aber oft ausverkauft) und auch als Shreds. Schimmeln kann er übrigens auch, also nicht zuuu lange mit dem Aufbrauchen nach dem Öffnen warten!
Fondue
Und noch ein Experiment zum Schluss: Fondue! Der Traum durchwachter Neujahrsnächte. Oder so. Früher hab ich sehr gern Back-Camembert gegessen. Einfach Brot reinstippen und Fäden ziehen.🙂 Das geht mit dem Tofu-Fondue von Lord of Tofu nicht, und ehrlich gesagt, schmeckt es auch gar nicht nach Käse. Aber irgendwie trotzdem lecker würzig, war jedenfalls schnell weg. Und welche Käsesorten habt ihr in letzter Zeit entdeckt?

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

22 Kommentare zu „Alles neu, alles Käse!“

  1. Ich find den gereiften Tofu von Nagel ziemlich überzeugend. Auch wenn er nicht groß als Käseersatz deklariert wird, hat der mehr mit Käse als mit Tofu zu tun und enthält keine Inhaltsstoffe, die man erst googeln muss.

    An zweiter Stelle möcht ich dir zu deinem großartigen Blog gratulieren, du scheinst der einzige sympathische Veganer im weltweiten Netz zu sein🙂

    1. Hallo Akino, gereifter Tofu von Nagel, ist das ne bestimmte Sorte? Ich kenne den Tofu von Nagel, der ist wirklich großartig und in verdammt vielen verschiedenen Richtungen zu bekommen…
      Äh…danke! Aber es gibt noch viel mehr sympatische Veganer🙂 Einige davon sind in meiner Linkliste zu finden…

  2. Ich hatte noch nie veganen Käse, aber ich find’s immer wieder interessant, was es mittlerweile so alles gibt und wie’s den Leuten so schmeckt.

    Die einzige Form von Käse, die ich manchmal vermisse, ist Fondue. Allerdings war ich schon mit dem Käse mäkelig (nicht jede Käsekombination schmeckt gleich gut!) und ich frage mich, ob Fondue vegan überhaupt möglich ist. Was denkst du? Das, was du getestet hast, war’s ja offenbar nicht wirklich.

    1. Hm, naja so lange das Fondue nicht 100 pro wie Käse schmecken soll, ist es durchaus möglich😉 Also wenn man nur einen Dip will oder so. Käse ist eben Käse und nicht so einfach nachzubauen, schon gar nicht wenn man das Ganze am liebsten auch noch in Bio und supergesund möchte.

  3. Ich hab eine Sorte Violife heute probiert.. Und ich fand ihn .. komisch. Mein Stiefvater meinte, er schmecke nach Karton. Ich musste zustimmen. Meine Sis fand, etwas süsslich. Auch da musste ich zustimmen. Das ist einfach kein Käse, sondern ein Stück.. Nichts? Das noch fettig schmeckt.
    Von allen Käsevarianten konnte mich bisher überhaupt nur der Noh-Muh-Rezent ansatzweise überzeugen, sowie die Frischkäsevarianten von Soyana, ansonsten fand ich bisher alles ziemlich bäh.

    1. Ja, die No Muh Rezent und Dezent Sorten gehören auch zu meinen Top 3. Bei veganem Käse gehen die Meinungen nunmal auseinander…

  4. Ich kenne bisher nur den Wilmersburger „Natur“, „Cheddar-style“ und mit Tomate-Kräuter (oder so). Find ich alle leider .. nicht überzeugend. Nichts, auf was man nicht verzichten könnte, vor allem in Anbetracht des Preises. Überhaupt essbar werden sie finde ich nur mit Tomatenmark drunter und Salz oder Senf obendrauf, aber sonst? Das „ich leg mir ne Scheibe XY aufs Brot“-Feeling erfüllen sie, aber dafür dass dann geschmacklich nichts rumkommt…nee..Teures nichts.

    1. also ich hab ganz gute Erfahrungen mit dem „Cheddar-style“. Wenn du davon ein paar scheiben klein schneidest und in soja sahne aufkochst bekommt das Ganze eine echt tolle Konsistenz..Das dann zum ueberbacken fuer ne Lasange oder Auflauf etc. benutzen und du bekommst ne richtig schmackhafte Kaeseschicht🙂

  5. Das beste Fondue ist wirklich mit Abstand das von No Muh Chäs, das es aber irgendwie nur im Winter zu bestellen gibt. Ich bin von dem Käse-Ersatz-Zeug ja mittlerweile ziemlich weg, weil ichs irgendwie eigenartig finde für ein Placeboprodukt (schmeckt nicht wirklich, hat nicht wirklich die gleiche Konsistenz und riechen tuts auch nicht so) so unverschämt viel auszugeben. Aber das No Muh Due kauf ich immer wieder mal und feu mich, dass es so gut ist.

  6. Hat dies auf Roh(kost) Vegan rebloggt und kommentierte:
    Bei mir war es so, dass ich eines Tages einfach keine Tiere mehr essen wollte. Also habe ich kurzerhand Fleisch und Wurst durch Käse ersetzt. Als ich dann vegan wurde, also überhaupt keine Dinge mehr von Tieren haben wollte, habe ich am Meisten den Käse vermisst, da ich mittlerweile ein richtiger Käsejunkie geworden war. Damals waren die Käseimitate teilweise so schlecht, dass ich lieber ganz verzichtet habe. Heute esse ich ab und zu veganen Käse und finde das auch ganz ok. Aber Heißhunger habe ich keinen mehr darauf. Man gewöhnt sich das genauso ab, wie bspw. Rauchen oder Fernsehen, sobald man die vielen Vorteile erkannt und verinnerlicht hat.

  7. Mir schmecken die Violife leider gar nicht. Viel zu künstlich. Kann sein, dass man das mag, wenn man vorher Scheiblettenkäsefan war. Das war ich aber nie.

    Daiya finde ich um einiges besser. Da kann ich den Testbericht bestätigen. Den Fondue-Käse kenne ich nicht.

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