„Kopps“, veganes Restaurant, Berlin

Ich besuchte meine beste Freundin in Berlin und sie (!) bestand darauf, dass wir ein veganes Restaurant besuchen…sie suchte es sogar selber heraus. Ich hatte vom „Kopps“ natürlich schon gehört und war ja auch schon in Berlin vegan essen. Nur hätte ich es selbst gar nicht vorgeschlagen, da es etwas teurer ist und meine beste Freundin eine Soja-Allergie hat… Aber es brauchte natürlich nicht viel, mich dazu zu überreden – ich nutzte die Gelegenheit gern!🙂Kopps, BerlinDas Kopps liegt zentral, also Berlin Mitte (Linienstraße 94) und ist deshalb mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Man kann neben der telefonischen auch eine Online-Reservierung über ihre Webseite machen, was ich sehr praktisch finde. Man sollte diese Möglichkeit aber auch auf jeden Fall nutzen und nicht zu lange damit warten, denn die Plätze sind begrenzt und schnell ausgebucht. Innen ist es schick aber nicht so minimalistisch wie etwa das „Zest“ und wenn man nicht gerade genau in der Mitte einen Platz bekommt, kann man in einer der gemütlichen Nischen bei Kerzenlicht dinieren.
Brotkorb mit veganem Eiersalat

Ich konnte natürlich aus dem Vollen schöpfen und bestellte schonmal als Vorspeise den Brotkorb mit veganem Eiersalat. Das Brot war merklich frisch, also außen mit knackiger Kruste und innen fluffig. Der „Eier“salat duftete sehr nach Ei, und machte überhaupt einen sehr authentischen Eindruck. Wer wissen will, wie man das hinbekommt: dieses Rezept hier dürfte dem in etwa entsprechen. Nur noch etwas Kala Namak (Schwarzsalz) dazu, das sorgt für den „ei“-rigen Hauch. Die Wein- und Cocktailkarten bieten jeweils eine beeindruckende Auswahl, während die Speisekarte angenehm übersichtlich ausfällt. Wir konzentrierten uns ganz aufs Essen…
Kürbis-Gnocchi

Wie gesagt, sojafrei in einem veganen Restaurant essen zu wollen, ist nicht ganz einfach. Doch wie sich herausstellte, war man hier auf sowas vorbereitet: Als meine Freundin nach Soja-Freiem fragte, wurde die Allergiker-Speisekarte gebracht. Darauf ist das Menü mit Bemerkungen versehen ist, ob es Gluten, Soja oder andere potenziell allergene Zutaten enthält bzw. sich auf Wunsch auch ohne diese zubereitet werden kann. Außerdem war der Kellner äußerst gesprächsbereit und ging auf jede Frage geduldig ein, fragte auch mal in der Küche nach und bliebt dabei immer sehr freundlich. Ihre Wahl fiel schließlich auf die Gnocchi mit Pilzen und Pastinake, ein echtes Comfort Food. Danach ist man satt und zufrieden…und da meine Freundin nicht so sehr für allzu Ausgefalles zu haben ist, war es genau das Richtige für sie.
Gebackene Süßlupine Kartoffel-Thymian Mantel / junger Mangold / Preislbeerjus

Ich freute mich auf die „gebackene Süßlupine im Kartoffel-Thymian Mantel mit jungem Mangold und Preislbeerjus“. Schon der erste Biss war der reinste Genuss. Die würzige Panade offenbarte eine cremige Füllung mit herzhaftem Kern. Dazu eine bittersüße Preisebeersoße und natürlich etwas Grün.
8 layers lava cake: Quitte / Schokolade / Bisquit

Und weil ich einmal da war, musste es noch ein dritter Gang sein, dabei war ich eigentlich schon pappsatt: Hier seht ihr den „8 layers lava cake: Quitte / Schokolade / Bisquit“, der vor meinen Augen mit heißer Schokolade übergossen wurde. Dazu kleine Tropfen aus weißer Schokolade und Schokokeks…davon träumt man nachts! Obwohl er nicht groß war, barg er unzählige hauchdünne Schichten und ich konnte ihn beim besten Willen nicht vollständig verdrücken. So viel Gutes, so viele Gänge und nur ein Magen…😉

Gruß aus der KücheUnd als sei das noch nicht genug, gab es vor und nach der eigentlichen Mahlzeit jeweils einen „Gruß aus der Küche“ also winzig kleine Happen, die das Menü abrundeten. Eine schöne Idee! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so kugelrund gegessen war… Als am Ende die Rechnung kam, fand ich die Preise durchaus angemessen. Neben dem Essen beeindruckte mich die ausgesprochene Freundlichkeit, alle hatten ein Lächeln auf den Lippen, egal wie voll es war und wie viel es daher zu tun gab. Keinesfalls selbstverständlich, aber etwas, das einen gelungenen Abend vervollständigt.

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

4 Kommentare zu „„Kopps“, veganes Restaurant, Berlin“

  1. Das sieht ja alles toll aus! Jetzt bin ich schon etwas neidisch🙂 Den Eiersalat habe ich schon mal auf dem Veggie Street Day direkt von Björn Moschinski probiert und fand den auch sehr lecker.

  2. Hihi, vielleicht haben wir uns ja sogar zufällig gesehen, wir waren letzte Woche da, um den Geburtstag von meinem Mann zu „feiern“. Zur Vorspeise hatten wir ebenfalls den Eiersalat bzw. einen gemischten Salat, zum Hauptgericht Kürbisravioli bzw. Roulade und zum Nachtisch teilten wir uns Käse (ich bin eher so der herzhafte Typ, wenn ich die Auswahl habe)
    Nur das fotografieren bringe ich in solchen Restaurants nie übers Herz, daher freue ich mich umso mehr, jetzt noch mal Bilder von diesem leckeren Essen zu sehen🙂

    Alles Liebe
    Natalie

    1. Hey Natalie🙂 Ich war vorletzte Woche da. Konnte nur jetzt erst den Bericht schreiben. Klingt gut, was ihr hattet! Ja, Fotografieren ist nicht immer so angenehm aber ich finde, man sollte auch zeigen, wie cool veganes Essen aussehen kann. Ich versuchs unauffällig zu machen, aber ist schwierig und das Licht war auch ganz schlecht.. lg Jane

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