Vegan Power Guide – Elias Iyitanir

Vegan Power Guide - Elias IyitanirVegan und Sport, das passt besser zusammen, als die meisten denken würden. Nachdem ich nun schon das Buch von Rich Roll gelesen habe, der mit seiner „Plantpower Diet“ Unglaubliches in Sachen Ausdauersport vollbracht hat, erklärt mir nun Elias Iyitanir in seinem Büchlein „Vegan Power Guide“ den Einstieg in den Kraftsport. Elias ist Sportler aus Leidenschaft und unter anderem aus ökologischen und ökonomischen Gründen Veganer, wobei er die vegane Ernährung ohnehin für gesünder hält als die omnivore. Dies alles erläutert er ganz rational und sachlich ohne missionarisch zu wirken. Nun bin ich selbst kein großer Sportler, ich weiß aber, dass ein Mindestmaß an Bewegung unheimlich wichtig ist und quetsche entsprechend ein bißchen Sporteilei in meinen Berufsalltag. Stundenlange Sessions in Ftinesstudios sind aber nicht mein Fall, zumindest nicht in der Kraftsportabteilung. Ich war da einmal und bin rückwärts wieder rausgegangen, beäugt von schwitzenden Muskelbergen. Trotzdem gehöre ich wohl gerade deswegen zur Zielgruppe des Buches, da es kurz und kompakt ein paar Grundlagen vermittelt. Elias erklärt, wie man am besten welche Muskeln trainiert, wie man die Trainingstage nach Muskelgruppen splittet und warum das Ausdauertrainig idealerweise am Morgen oder nach dem Training stattfinden sollte.

„Trainiere hart, iss natürlich und ausreichend, erhole dich gut“

Auch für die Sportlerernährung hat er ein paar Basics auf Lager, die Stichworte Thermogenese, Insulin und Glykämischer Index werden kurz erklärt. Man erfährt außerdem, wie Mahlzeiten idealerweise zusammengesetzt sein sollten um den Stoffwechsel anzuregen und den Muskelaufbau zu fördern. Mich verwunderte hier nur die für Sportler empfohlene Menge von 2g Protein pro kg Körpergewicht, was deutlich über dem normalen Richtwert von 0,8g liegt, wobei er gleichzeitig vor einer sinnlosen „Proteinmast“ warnt. Ich habe jedenfalls immer wieder gelesen, dass Sportler kaum mehr Protein brauchen und man sich auch als Veganer keinen großen Kopf um seinen Proteinbedarf machen muss – außer man reduziert seine Kalorienzufuhr sehr stark. Dann sollte man sich um so einige Nährstoffe Gedanken machen😉 Außerdem empfiehlt er, Kohlenhydrate nicht mit Fetthaltigem zu kombinieren, was mich an Trennkost erinnerte, aber bei näherer Betrrachtung eher der  „KFZ-Diät“ entspricht. Ihr wisst ja, was ich von solchen Regeln halte…wenn es für ihn funktioniert, na gut. Weniger sinnvoll sind nach Elias Meinung jedenfalls Nahrungsergänzungsmittel und Proteinpulver. Doping ist im Kraftsport laut Elias weit verbreitet, er selbst lehnt es aber strikt ab. „Ich möchte Dinge aus eigener Kraft erreichen.“ schreibt er. Und das hat er bereits, denn im letzten Kapitel kommt er auf seine Magersucht zu sprechen, die er letztlich durch den Willen, unabhäng und frei sein zu wollen, überwinden konnte. Besonders hier hätte ich mir etwas mehr Einblick gewünscht, der Teil hätte vielleicht auch gut an den Anfang gepasst. Generell hätte dem Büchlein etwas mehr Stoff wohl auch nicht geschadet. Andererseits ist der „Vegan Power Guide“ schließlich nicht als Roman gedacht, sondern als kleiner Wegweiser, der auf 60 Seiten das Wichtigste zusammenfasst. Elias wollte damit Fragen zu Training und Ernährung beantworten, die ihm immer häufiger gestellt wurden. Da muss man vielleicht auch nicht mehr Worte machen als notwendig, denn, wie Elias es ausdrückt: „Taten sind den Worten immer voraus“.

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

2 Kommentare zu „Vegan Power Guide – Elias Iyitanir“

    1. Elias ist einfach nur ein veganer Sportler, kein Promi oder so. Ist doch umso besser, es müssen doch nicht immer die ganz großen Namen sein. Es geht doch eher darum, dass Menschen wie du und ich prima mit dem Pflanzismus zurecht kommen. Egal ob sie Wissenschaftler sind, Mütter, Teenies, Couch Potatoes oder Sportler …

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