Sport… Motivation gefällig?

Grau, Regen, kalt – und vor allem dunkel, selbst tagsüber! Rückzug ist angesagt, alles auf Einkuscheln. Phasenweise habe ich wirklich null Bock auf Bewegung. Mein Kopf weiß zwar ganz genau, dass mir das auf Dauer nicht guttut, aber zweitweise schiebe ich diesen Gedanken einfach weg. Bis meine Lieblingsjeans kneift. Und nicht nur das, gleichzeitig sinkt meine Stimmung in den Keller und ich fühle mich einfach unwohl in meiner Haut, unbeweglich und steif, und ziehe mich noch mehr zurück. Zu viel meiner Zeit verbringe ich vor dem Computer, vor allem im Job, aber sicherlich auch privat. Ein bißchen muss man da schon dagegen steuern. Von meiner 20-Minuten-Theorie habe ich euch ja schon erzählt. Es geht also auch in ganz kleinen Schritten, wenn man die Ausreden aushebelt. Und ein wenig Bewegung mehr zusätzlich kann auch schon etwas bewirken: Ich habe letztens eine BBC-Doku gesehen in der eine Radiomoderatorin nur kleine Veränderungen in ihrer Routine vornahm, etwa eine Haltestelle eher aussteigen, auch auf der Rolltreppe laufen, beim Telefonieren stehen, nach dem Mittagessen einen kleinen Verdauungsspaziergang einlegen etc. Am Ende des Tages wurde gemessen. Diese kleinen Veränderungen machen schon einen Unterschied von 240 kcal aus, die zusätzlich verbraucht wurden! In derselben Doku wurde bei einem anderen Kandidaten der Nachbrenneffekt gemessen, der bis zu 24 Stunden lang nach dem Sport anhält! Wir wissen ja alle, dass das, was man beim Sport verbrennt, meist nicht viel ist. Zumindest wenn man so sportelt, dass man noch halbwegs atmen kann, was die Muskeln sicher freut, denn Sauerstoff ist ja wichtig. Aber das Nachbrennen ist das Sahnehäubchen!
Don't try hard, try easy!Soll heißen, vielleicht lieber weniger, aber dafür regelmäßig! Das macht es einfacher. Für mehr Motivation habe ich 10 Vorteile zusammengesammelt. Und damit meine ich die Sofort-Effekte von (gemäßigtem) Sport. Von den positiven Langzeitfolgen brauche ich euch sicher nichts zu erzählen😉

  • regt die Durchblutung an
  • hebt die Stimmung
  • verbessert das Körpergefühl
  • bringt den Hormonhaushalt in Ordnung
  • erhöht die Beweglichkeit
  • reduziert Heißhunger
  • erhöht Appetit auf gesunde Nahrungsmittel
  • aktiviert die Abwehrkräfte, schützt vor Krankheiten
  • löst Verspannungen
  • hilfreich bei Schlafstörungen

Mit anderen Worten: Es geht einem danach einfach besser! :)  Welche fallen euch noch ein?

Hier eure Ergänzungen:

  • das schöne Gefühl hinterher! – Homeveganer
  • man zentriert sich – Pixeldi
  • beste Motivation: ein Sport der Spaß macht – Nina
  • regelmäßig trainieren führt zu: sich satt essen können ohne schlechtes Gewissen – Anita
  • immer besser werden – zum Beispiel schneller oder weiter zu kommen – Elbmöhre
  • es geht einem danach einfach IMMER besser! – die begeisterte Läuferin Katrin von bevegt.de muss es wissen!
  • hilft bei Rückenschmerzen – schreibt Steffen von Salatrepublik.de über sein Schwimmtraining
  • Das Gefühl eines guten, gesunden, trainierten Körpers ist einfach unschlagbar. – damit hat Ole unbedingt Recht!

Und Stress ist keine Ausrede. Denn Bewegung ist die adequate Antwort auf Stress! Ich habe mal irgendwo gelesen, dass bei Stress Adrenalin und andere hübsche Hormone ausgeschüttet werden, was leistungssteigernd wirkt, Energie freisetzt und schön wach macht. Und wofür ist es gedacht? Damit wir überleben können – kämpfen, fliehen, Essen besorgen, unsere Kinder herumtragen etc. Und was machen wir? Wir formulieren unseren Ärger in einen Facebook-Post, schreiben eine böse Whatsapp-Nachricht an jemanden oder klickern angespannt auf der Tastatur herum weil wir noch irgendwas fertig bekommen müssen. In den seltensten Fällen drücken wir heutzutage Stress physisch aus. Noch mehr Stunden vorm PC verbringen, Überstunden schieben? Schlechte Antwort auf Stress. Mal eben schnell die Treppen in den vierten Stock hochjoggen? Gute Antwort auf Stress! Mein Kopf weiß es, ich halte mich aber viel zu selten daran. Ich bin genau diejenige, die alles fertig bekommen will, keine Pausen macht und nicht selten den Stress mit nach Hause nimmt. Und dann schlecht schläft. Aber Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Schritt in Richtung Besserung…

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

22 Kommentare zu „Sport… Motivation gefällig?“

  1. Du hättest auch 20 Vorteile aufzählen können, schaue ich aus dem Fenster und sehe das trübe und nasskalte Wetter draußen, habe ich einfach keine Lust …. es ist doch sooooo schön neben der Heizung am PC🙂 Aber das nützt alles nichts, man muss regelmäßig was tun … und einer der größten Vorteile für mich ist, das schöne Gefühl hinterher!!!

  2. oh mann… das mit den verspannungen ist grad ganz übel… ich habs vor zwei wochen zu einem „lu jong“- workshop geschafft:) und mein innerer schweinhund kam mit… mein grundidee: die 5Übungen morgens… alles im stehen… ein positionswechsel würde mein innere du weist schon gar nicht mitmachen wollen… *verschämt zur schublade mit den sport-dvd’s schaue*
    ein weiterer vorteil für deine liste? man zentriert sich=gold wert

    1. ist auch hinzugefügt🙂 Bei mir kommt es nur mit Regelmäßigkeit. Ein Mindestmaß an Sport muss einfach dazu gehören. Sonst mach ich es nich und fnde Ausreden…

  3. Für mich war es entscheidend, dass ich den Sport in meinen Alltag integriert habe. Wir haben feste Trainingszeiten und wenn was dazwischenkommt (Konzerte, Freunde – man hat ja auch noch ein Sozialleben), dann wird in derselben Woche vor- oder nachgeholt. Ich bringe gerne den folgenden Vergleich an: Mit Sport ist es wie mit dem Zähneputzen, da überlegt man sich ja auch nicht, mache ich das heute oder lieber nicht? Genau diesen Stellenwert sollte auch der Sport haben.
    Was dann mit der Zeit dazukommt, sind Vorteile, die Du schon aufgezählt hast. Es kann halt bis zu sechs Monate dauern, bis sich der Grundumsatz wirklich erhöht hat, aber spätestens ab dann, sitzt die Lieblingsjeans wieder besser und das ist zusätzliche Motivation.

    1. Ja, deswegen ja meine 20-Minuten-Theorie. Genau, am besten täglich, wie das Zähneputzen in die Routine integrieren. Wobei man Ausnahmen wieder ausgleicht, das geht auch ganz gut, weil man ganz neu motiviert ist, wenn man einen schönen Abend hatte. Für mich zählt auch vor allem die Regelmäßigkeit. Dann merkt man auch schnell Veränderungen.

      1. Definitiv! Seit ich regelmässig 3x die Woche trainiere, kann ich quasi dem Zeiger auf der Waage zugucken, wie er sich nach unten bewegt. Schon krass, das hatte ich noch nie und dennoch kann ich jeden Tag essen bis ich satt bin. Perfekt oder?

  4. meine ganz persönliche motivation: immer besser werden – zum beispiel schneller oder weiter zu kommen (km-mäßig) – das kann laufen dann auch echt zur sucht machen😀
    liebe grüße!

    1. Richtig, Erfolgserlebnisse motivieren unheimlich. Das wirkt sich auch positiv auf andere Lebensbereiche aus, weil man zufriedener mit sich ist.

  5. Auch wenn es schon gesagt wurde, aber: Es geht mir danach IMMER besser. Wie du weißt bin ich bekennende Läuferin. Bei Dunkelheit nach der Arbeit fällt es manchmal so gar nicht leicht einfach rauszugehen, aber spätestens nach 200 Metern weiß ich, dass es das beste war was ich an dem Abend noch machen konnte.

  6. Das hört sich super schön motivierend an🙂
    Mein Problem ist dabei immer, dass ich Angst habe, doch zu wenig zu tun. Ich mute mir immer zu viel zu und gönne mir kein Erfolgserlebnis.
    Ich würde zum Beispiel gerne Yoga in meinem Alltag integrieren. 10 Minuten morgens nach dem Aufstehen, 10 Minuten vor dem ins Bett gehen.
    Und wieso mach ich es nicht? Weil ich denke, die 2 mal 10 Minuten bringen es doch echt nicht, dann kann ich es auch ganz lassen…:(

    1. Hast du es mal probiert? 😉 es bringt nämlich durchaus was, selbst bei 20 Minuten pro Tag. Die Regelmäßigkeit ist dann der Faktor. Andere gegen nur einmal pro Woche 90 Minuten sporteln. Aber eben nur einmal und nicht jeden Tag.

  7. Ich würde noch hinzufügen: Das Gefühl eines guten, gesunden, trainierten Körpers ist einfach unschlagbar.🙂 Das merke ich immer wieder, wenn ich in Hochform bin. Mag ein Placebo-Effekt sein, aber das innere Gefühl zählt doch.🙂

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