Vegan einkaufen in Leipzig

Vegan Leben - Shop
Einkaufen ohne Zutatenlisten zu lesen.🙂

Verdammt gute Nachrichten für alle, die in Leipzig wohnen oder besuchen: unser erster komplett veganer Minimarkt „Vegan leben“ hat im März eröffnet, und zwar auf der Kurt-Eisner-Straße, also strategisch günstig in der Südvorstadt! Soll heißen, keine Internet-Bestellungen mehr, alles vor Ort und ganz unkompliziert.😉 Es gibt Eiscreme (von Brakers Eisdiele) und jede Menge veganer Produkte, also auch Fleischersatz, Schoki und Kosmetikprodukte, zahlreiche Käsesorten und Getränke.

Aber das ist noch nicht alles! Die zweite Nachricht ist, dass das „Veganz“ eine Filiale in Leipzig eröffnen will, ich kenne die Kette aus Berlin. Naja, so weit nichts Neues, aber dreistöckig, mitten in der Innenstadt auf  1300 Quadratmetern! Wow! ich glaube es zwar erst, wenn ich es sehe, denn ihren Facebook-Aussagen zufolge versuchen sie schon länger erfolglos ein Laden hier aufzumachen, aber wer weiß!

Veganz, veganer Supermarkt in Berlin
Das Veganz, veganer Supermarkt in Berlin, bald auch in Leipzig? Dreistöckig und in bester Lage?

Daneben gibt es in Leipzig natürlich auch jede Menge größere und kleinere Bio-Läden, die einige vegane Produkte anbieten, was hier nicht unerwähnt bleiben soll.😉

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

10 Kommentare zu „Vegan einkaufen in Leipzig“

  1. Bravo, Gratulation! Habe in Leipzig viele …zig Export- und Konsumgütermessen mit ausgerichtet, anfangs im Technischen Messegelände sowie im Messehof, zuletzt im Dresdner Hof und gute Erinnerungen an die Stadt. Hatte über Jahre hinweg in Gohlis mein Quartier und kenne auch die Kurt-Eisner-Straße sehr gut. Dann wünsche ich dir, dass „Veganz“ auch bald in Leipzig Fuß fasst.

  2. Wow, vegan und 3 stöckig in der Innenstadt, wie sich die Zeiten ändern🙂 Aber du hast recht, man sollte nie „Vegan Leben“ und die vielen andern kleinen und großen (Bio)Läden vergessen, die sich schon lange auf unsere Bedürfnisse eingestellt haben!

  3. Hallo Jane,

    natürlich ist es schön, in einem Laden einkaufen zu können, dessen Produkte garantiert alle ohne Tierleid produziert wurden. Leider geht es bei vielen Vegan-Läden jedoch lediglich darum, vegane Varianten von hochprozessierten, kaloriendichten, ballaststoffarmen und arterienverstopfenden Produkten unter die vegane Kundschaft zu bringen. Auch ich wollte mir am Anfang meiner veganen Ernährung beweisen, dass ich meine Ernährungsgewohnheiten nahezu beibehalten und Süßgebäck, Käse, Sahne, Wurstaufschnitt und ähnliches durch geschmacklich gleichwertige vegane Produkte austauschen könne. Nach neun Monaten dieser Art von veganen und damit ja immerhin cholesterinfreien Ernährung war mein Cholesterinwert dann sogar höher als am Anfang. (Kein Wunder: Diese Produkte sind mit extrahierten Ölen vollgestopft, die der Körper dann einfach selbst zu überschüssigem Cholesterin umwandelt.)

    Irgendwann las ich dann nach der „China-Study“ auch noch „Prevent and Reverse Heart Disease“ von Caldwell B. Esselstyn und lernte dadurch, dass man sich durch die richtige Ernährung, nämlich eine auf ganzen Pflanzen basierte Ernährung ohne Öl oder ölhaltige Produkte, innerhalb von nur zwei Wochen vor der Todesursache Nummer Eins im westlichen Kulturkreis, nämlich degenerativen kardiovaskulären Krankheiten vollkommen schützen kann. Dr. Esselstyn hat wieder und wieder bei seinen Patienten gezeigt, dass jeglicher Herzinfarkt vermeidbar ist. (Auch der frühere U.S.-amerikanische Präsident und Herzpatient Bill Clinton nutzt übrigens diese Möglichkeit.) Die zugrundeliegenden Mechanismen erklärt Dr. Esselstyn sehr schön in diesem 15-minütigen TEDx-Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=EqKNfyUPzoU.

    Für mich ergab es dann auch einfach keinen Sinn mehr, durch meine Ernährung zwar Schaden an anderen Tieren zu vermeiden, gleichzeitig aber dem Tier zu schaden, dass ich selbst bin. Daher habe ich dann auch noch alles zwar vegane, aber ölhaltige von meinem Speiseplan gestrichen. Bei mir hat diese Ernährung nicht nur zu einem Gesamtcholesterinwert von 119 mg/dL (LDL: 60,5 mg/dL), sondern auch noch zu einem noch höheren Energielevel und einem sehr willkommenen, völlig flachen Bauch geführt.

    Alles, was man für eine solche Ernährung braucht, gibt es auch in den „Vegan-Abteilungen“ normaler Supermärkte, in Biosupermärkten sogar in Bioqualität: Gemüse, Obst, Vollgetreide (einschließlich Naturreis und Pseudogetreide wie Quinoa) und Hülsenfrüchte. (Ergänzt durch Pilze, Algen und natürlich Kräuter und Gewürze.)

    Aus gefrorenen und dann angetauten Bananen und z.B. etwas Ananas kann man sich übrigens ein wunderbar cremiges Eis mixen und seiner Schokosucht kann man auch mit mit Datteln gesüßten Kakao-Brownies auf der Basis von Kichererbsen oder schwarzen Bohnen frönen.

    Was die Veganz-Läden angeht: Die haben meines Wissens nach auch eine eigen Frischeabteilung mit Obst und Gemüse und auch sonst einen stärkeren Fokus auf nicht nur vegane, sondern auch gesundheitsförderliche Lebensmittel. (Schließlich bezieht man sich bei Veganz auf Dr. Ernst Walter Henrich und der bezieht sich wiederum unter anderen auf Dr. Esselstyn.) Daher würde ich mich über einen Veganz-Laden in Köln auch durchaus freuen. (Ein solcher ist nach dem Webauftritt von Veganz aber leider wohl erst für die „dritte Welle“ geplant.)

    1. Klar, da hast du recht, in veganen Läden gibts nunmal auch viele Ersatzprodukte, von denen einige an sich nicht sonderlich gesund sein dürften, wenn man sich die Zutatenliste ansieht. Da muss man halt auswählen und vor allem nicht jeden Tag Ersatzis essen, ich sehe den Wert vor allem darin, dass Umsteiger, die Schoki, Käse, Fleisch oder Wurst vermissen, hier zumindest einen Quick-Fix für ihre Gelüste bekommen können. Und auch wenn ich deutlich merke, wie solche Bedürfnisse (bei mir ist es Käse) nachlassen, freue ich mich trotzdem immer mal eine Scheibe No Muh Chäs aufs Brot legen zu können. Das hält mich nicht davon ab, täglich Suppen, Salate und Rezepte mit viel Gemüse zu verkonsumieren😉 Damit sieht mein Speiseplan immernoch deutlich gemüsiger aus als vor der Umstellung, man kann nicht einfach seinen normalen Speiseplan beibehalten und alles Tierische darauf mit Ersatzprodukten austauschen (schon allein aus Kostengründen :)). Die Umstellung bedeutet auch eine kleine Entdeckungsreise, was man mit Auberginen, Zucchini, Blumenkohl & Co. sowie Linsen, Kichererbsen, Kidneybohnen und so weiter alles anstellen kann. Im Übrigen ist mir Esselstyn ein Begriff…wie auch McDougall und Barnard, zum Beispiel. Momentan koche ich mich durch das „Get healthy, go vegan – The Cookbook“ von letzterem😉 Danke für dne Buchtipp!

      1. Gern geschehen, und danke auch für Deinen Buchtipp. Es wäre schön, wenn Du nach der Lektüre von Dr. Barnards Buch Deinen Eindruck mit den Lesern Deines Blogs teilen würdest. Da das Buch ja hauptsächlich ein Koch-Buch zu sein scheint, würde mich natürlich insbesondere die Qualität der Rezepte interessieren. (Also z.B. wie aufwändig sie sind, wie gut die Gerichte schmecken usw.)
        Ein Rezepte-Buch, das ich unbedingt empfehlen kann, ist „The Everyday Happy Herbivore“ von Lindsay S. Nixon. Die darin beschriebenen Gerichte sind sowohl schnell zubereitet als auch wohlschmeckend. Der darin enthaltene Süßkartoffel-Spinat-Dal hat z.B. auch meine ganzen omnivoren Verwandten begeistert. Zusätzlich besticht das Buch noch durch schöne Fotos der Gerichte.

        Als nächstes Ernährungsbuch steht bei mir erst mal Dr. John McDougalls „The Starch Solution“ auf der Liste, das ich dann auch in meinem Blog zu rezensieren gedenke.

      2. Ich habe hier schon eine Rezepte aus Barnards Buch, die ich ausprobiert habe, besprochen. Das Buch selbst noch nicht, aber das kommt noch. Das Happy Herbivore-Buch habe ich auch, und zwar schon lange, und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich da noch nicht viel draus probiert habe:-/ Aber das kann ich ja nach Barnard machen🙂

  4. Hey, zwar auch die Ersatzis-Schiene, aber sehr spannend dennoch: auf der Karli hat der Shahia-Döner, der ja seit einiger Zeit auch einen veganen Dönerspieß anbietet, einen kleinen Laden mit Unmengen veganer Lebensmittel aufgemacht. Das finde ich schon bemerkenswert, denn er gibt sich ziemlich viel Mühe für „euch“, wie er immer sagt, wenn er einen seiner Gäste als Veganer abgespeichert hat.

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