Hirse und Couscous

Als mir ein Kollege im Scherz vorwarf, nur Vogelfutter zu essen, hatte er gar nicht so unrecht.😀 Hirse ist ja auch bei den Gefiederten sehr beliebt. Und gehört neben Couscous, Polenta, Quinoa und vielen anderen Lebensmitteln zu den Sachen, die ich nie ausprobiert hätte, wäre ich nicht auf pflanzlich umgestiegen. Ja, vegan leben bedeutet auch verzichten, aber andererseits entwickelt man ein gewisses Interesse für Neues.
Cauliflower CasseroleDie „Cauliflower Millet Casserole“ aus „The Everything Guide to Macrobiotics“ (245) besteht aus Blumenkohl, Hirse und Mais, angereichert mit Zwiebeln, Umeboshi Paste, Mochi und Miso, also allem was das Makro-Herz begehrt. Heraus kommt eine ziemlich cremige Angelegenheit mit Kruste, da das Ganze zum Schluss noch im Ofen gebacken wird.
RatatouilleDie „Hirse Ratatouille“ (33)  habe ich nach dem Rezept aus „Vegan, lecker, lecker!“ zusammengewürfelt, aber z.B. auch hier bei eat this! findet ihr eins, oder auch hier, schön geschichtet. So hübsch wie die Gourmet-Version aus dem gleichnamigen Film ist es nicht geworden, vielleicht sollte ich meine Rattendamen mal mit Kochlöffel ausstatten😀. Aber Hauptsache es schmeckt – und schön bunt ist immer gut.
Mixed Vegetarble Curry with Whole Wheat CouscousUnd nun noch etwas Couscous im „Mixed Vegetable Curry with Whole Wheat Couscous“ (126) aus Barnards Buch. Na gut, Vollkorn-Couscous ist das nicht. Aber Süßkartoffeln, Karotten und Erbsen machen auch dieses Gericht superbunt. Und endlich ist das Soßenschüsselchen mal für was gut🙂

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

14 Kommentare zu „Hirse und Couscous“

  1. Die u.a. durch durch den bundesdeutschen Veganismus erzeugte höhere Nachfrage nach Quinoa führt in Bolivien dazu, daß viele Menschen nun hungern müssen :

    http://news.orf.at/stories/2051469/2051301/

    Schweinebraten mit Kartoffeln und Sauerkraut aus heimischer Landwirtschaft ist hier eindeutig die ethisch korrektere und ökologisch nachhaltigere Alternative.

    1. Ja, komisch, dass das Jahr 2013 zum Jahr der Quinoa erklärt wurde: „Das unscheinbare Kraut soll nichts Geringeres als den Welthunger in Zeiten des Klimawandels stillen.“ http://www.sueddeutsche.de/wissen/bolivien-und-un-setzen-auf-quinoa-pflanze-gegen-kapitalismus-ist-ein-kraut-gewachsen-1.1607700 Und es kann auch gut sein, wie man hier lesen kann http://www.tdh.de/was-wir-tun/arbeitsfelder/gesundheit/internationales-jahr-der-quinoa/print.html und nichts gegen Kartoffeln und Sauerkraut.🙂 Und ich esse Quinoa vielleicht einmal im Monat…

    2. Ach Hackfleisch,

      das Schwein für Ihren Schweinebraten wurde doch (selbst wenn es ein Bio-Siegel hat) mit genmodifiziertem Soja und Mais gefüttert, für welche zuvor große Flächen Regenwalds gerodet wurden.

      Auch stützt Ihre Quelle nicht Ihre Behauptung. Offenbar wirkt auch in Bolivien das Marketing der großen Konzerne und macht für Kinder Coca-Cola interessanter als Getränke mit Quinoa. Wenn die bolivianische Regierung den Quinoa-Anbau fördert und gleichzeitig den Export reguliert (was sich wiederum die Preise im bolivianischen Binnenmarkt senkt), steckt darin offenbar sogar eine große Chance für die Entwicklung dieses Landes.

      Wobei Sie natürlich zumindest damit recht haben, dass man in aller Regel Lebenmittel aus der eigenen Region bevorzugen sollte. (Das gilt aber z.B. auch für Kartoffeln, die -ebenfalls trotz Bio-Siegel- oft aus grundwasserverbrauchendem Anbau in Ägypten kommen.) Die in den Kocheigenschaften und geschmacklich ähnliche Hirse kann man hierzulande z.B. gut aus europäischem Anbau bekommen.

  2. “ Ja, komisch, dass das Jahr 2013 zum Jahr der Quinoa erklärt wurde.“

    Geschicktes Marketing der Quinoahändler. Macht man ja heutzutage so, wenn man das grosse Geld wittert.

    “ “Das unscheinbare Kraut soll nichts Geringeres als den Welthunger in Zeiten des Klimawandels stillen.”

    Muhahah….“Klimawandel“…am Besten noch „Erwärmung durch Co2, was ? Habe ich auch über 20 Jahre dran geglaubt…tolle Verarschung🙂

    1. Ja, aber genau das weist eher darauf hin, dass es ein politisches/wirtschaftliches Problem ist, und man die Schuld nicht auf die gestiegene Nachfrage schieben kann, sondern nur auf die Art, wie damit umgegangen wird. Denn gestiegene Nachfrage kann eben auch was Gutes sein.
      Auf die Sache mit dem Klimawandel gehe ich jetzt nicht ein. Mit dieser Bemerkung hast du dich ja eindeutig positioniert. Eine Diskussion mit dir wäre zwecklos.

      1. Haha, das war es, was ich eigentlich schreiben wollte, aber dann doch diplomatischer verpackt hab.😀

  3. Fünf überdurchschnittlich kalte Winter hintereinander, dazu gehäuft eiskalte Sommer sprechen eine deutliche Sprache. Wer die lauwarmen, windigen und regnerischen Winter der 90er bewusst erlebt hat (wovon ich bei den überwiegend gerade dem Jugendalter entwachsenen Veganerinnen, die hier posten, nicht ausgehe) weiß, daß es in Deutschland und Europa nicht wärmer, sonder kälter wird. Da kann die Propagandamaschine erzählen was sie will🙂

  4. Ehrlich Jane, das ist verlorene „Liebesmühe“! Der nette Mensch hat ja nix Andres zu tun, und ich selbst hätte schon längst das aus meiner Sicht sinnlose Diskutieren eingestellt. Aber gut, jedem das Seine!

    Deine Gerichte, das ist der eigentliche Grund, weswegen ich herkomme, sind alle jedes für sich ein Knüller! Da kann ich außerdem nur jedes Wort von Hauke unterschreiben.

    Danke für Inspiration und Motivation, Anemone

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