Verunglückt – *Update*

Nachdem ich neuerdings so oft Erfolgserlebnisse in meiner zuvor fast unbenutzten Küche feierte und sogar meine Ellis mit einer selbst gebastelten Minestrone überzeugen konnte, holt mich das ein oder andere Missgeschick wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Nicht nur das tierproduktfreie Rührei ist mir beim ersten Mal nicht besonders gelungen sondern klebte wie sonstwas am Pfannenboden und war versalzen, auch bei den Green Smoothies hatte ich schon ein sehr unschönes Erlebnis mit Grünkohl. Dosierung ist eben doch wichtig. Diesmal versuchte ich mich am Kartoffel-Zucchini-Puffer – Rezept von Vegan Guerilla. Ich hatte sogar schon einen Ei-Ersatz zu Hause, allerdings noch nicht angerührt, da bisher nicht gebraucht. Irgendwas muss ich aber falsch gemacht haben, denn die Masse klebte wieder wahnsinnig am Pfannenboden und war viel zu flüssig. Als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, entstand mit dem letzten Puffer eine halbwegs akzeptable Version (siehe Foto). Aber definitiv nicht richtig fest. Entweder zu wenig Mehl oder Eiersatz oder ich brauche einfach eine neue Pfanne.

Welche  Küchenexperimente sind euch schon verunglückt? Oder läufts bei euch immer perfekt?😀

**************************Update*****************************************************

Noch mehr ulkige Küchenunfälle habe ich heute für euch. Zum einen das Reispapier-Experiment. Diese tollen Reispapierplatten aus dem Asia Supermarkt kann man verwenden um Gemüse drin einzuwickeln – ist mal was anderes als reiner Salat, dachte ich mir. Und so schön handlich! Nicht nur für Frühlingsrollen (ich habs nicht so mit den Frittieren), sondern auch kalt mit frischem Gemüse.

Nach ein paar Versuchen stand aber für mich fest: Das muss ich nicht haben. Diese Reispapierrollen sind doch nicht sonderlich gut zu handhaben und das Papier bekommt nach dem Einweichen eine sehr merkwürdig-gummiartige Konsistenz. Noch dazu sieht das Ganze nicht besonders appetitlich aus, finde ich. Wenn man die Rollen ein paar Stunden ruhen lässt, quellen sie noch ein bißchen mehr und werden von halbdurchsichtlig zu weiß. In dem Zustand reißen sie aber noch leichter, werden also vom Fingerfood zum Gabelessen. Einmal hab ich eine süße Variante mit Bananen drin in der Pfanne angebraten, das war zwar ziemlich lecker aber auch eine ziemliche Sauerei. Fazit: Die Reispapiersache ist nur was für geschicktere Hände…und den Geschmack kann man mögen, muss man aber nicht.

Wer es versuchen will, hier ein paar tolle Rezepte

Vietnamesische Sommerrollen mit Limetten-Dressing auf vegan sein.de
Vegane Sommerrolle mit Erdnuss-Chilli-Dip beim veganen Lischen
Frühlingsrollen bei Vegan Guerilla

Und nun ein Fall aus der Reihe Spontankäufe. Bei meinem ersten Besuch im Asia Supermarkt packte ich mir spontan Yuba-Blätter mit ein ohne zu wissen, was das eigentlich ist und was man damit anfangen könnte. „Bean Curd Sheets“ stand auf der Packung – auch Yuba genannt. Das ist die Haut, die sich beim Kochen von Sojamilch obendrauf bildet, ähnlich wie bei Kuhmilch. Kann man also auch ganz gut selber machen. Klingt eklig? Ist es aber eigentlich nicht. Es wird gern als Fleischersatz verwendet, las ich weiter. Ich hatte die getrocknete Version erwischt. Rezepte zu finden, war gar nicht so einfach, aber irgendwann fand ich Juu’s „Yuba-Hähnchen mit Zwiebelfüllung“ – das sieht nicht nur toll aus, sondern versprach auch, richtig lecker zu werden. Womöglich hab ich in meiner Winz-Küche einfach zu wenig Platz und bestimmt zu wenig Geduld, denn bei mir wurde es definiv nicht so schön wie bei Juu. Vom Geschmack her annehmbar, aber nichts, was ich wiederholen müsste. Um die Packung noch vor dem Haltbarkeitsdatumverfall alle zu kriegen, probierte ich ein paar Wochen später noch ein bißchen herum – etwas Einfacheres aus, ein Yuba Stir Fry, also einfach eine Pfannengericht. Dafür weicht man die Blätter ein, schneidet sie in Stücke und brät sie in der Pfanne mit Zwiebeln, Sojasauce und Sesamöl an, wahlweise macht sich hier auch Gemüse gut.

Und hier zum selbst Ausprobieren:
Yuba Wraps auf Taste Hongkong
Yuba-Hähnchen mit Zwiebelfüllung bei Juus Food
Simple Yuba Noodle Soup bei La Vita Vegan
Crispy Yuba (Tofu Skin) Rolls  bei Herbavoracious

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

21 Kommentare zu „Verunglückt – *Update*“

  1. Hallöchen, nein perfekt läuft es auch bei mir nicht. Ich habe mal einen ganzen Kuchen heimlich unter den Kompost gehoben, weil ich das Puddingpulver vergessen hatte. Er war auch noch nach eineinhalb Stunden im Backofen noch flüssig. *g* Oder das Pesto, was hier niemand wollte oder die Torte, wo der Fondant flüssig wurde und einfach davon lief… solche Pannen nehme ich inzwischen mit Humor. Früher hab ich mich furchtbar über sowas geärgert. ♥-liche Grüße
    Netti

    1. Ist schon ärgerlich, denn man hat ja Zeit und Mühe reingesteckt. Aber meistens geht alles mehr oder weniger gut, also sollte man es wirklich mit Humor nehmen😉

  2. Probieren geht über Studieren…bei mir läuft auch manchmal was falsch, wenn ich ein neues Rezept ausprobiere. Muss mich dazu auch ziemlich motivieren. Aber dafür wird es dann beim nächsten Mal richtig gut😉 Und dann hat es sich doch gelohnt.

    1. Und noch als Ergänzung: Wäre ich nicht Veganerin, würde ich nie im Leben so viel am Herd stehen, selbst kochen und dabei noch darauf achten, was ich verarbeite (frische & regionale Produkte). Super Nebeneffekt!🙂

      1. Ja, ist bei mir ähnlich, auf einmal nervt Kochen gar nicht mehr. Und auf einmal so viel Grünzeug aufm Speiseplan, echt super!

  3. Bei mir ist meine vegane Lasagne schief gegangen. Ich konnte sie kaum essen. Am nächsten Tag war noch ein riesiger Rest da, um den sich zum Glück mein Freund gekümmert hat, während ich ein Brot vorgezogen habe😉
    Ich kann gar nicht genau sagen, was alles falsch lief, aber einiges davon war:
    Nudeln noch roh, viel zu viel und zu dünne Sauce, total überwürzt, Brokkoli matschig und der Käseersatz irgenwie angebrannt.
    Das verwunderliche ist, dass das meine zweite vegane Lasagne war. Die erste war genial🙂
    Du siehst, das passiert jedem Mal. Mit dem Eiersatz hatte ich bisher allerdings mehr Glück als du, da kann ich noch nicht klagen.

  4. Nur verunglückte Kochversuche bringen einen weiter🙂

    Aber zu den Kartoffelpuffern. In der Kartoffel ist doch so viel Stärke/Kleber drin, dass die auch ohne irgendwelche Zusätze halten müssten. Ich habe früher, als ich noch „nur“ vegetarisch gelebt habe, gerne in eine rohe geriebene Kartoffel einfach Schafskäse getan -also auf der geriebenen Kartoffel den Käse, dann wieder geriebene Kartoffeln darüber und dann alles bei milder Temperatur ca. 4-7 Min gebraten. Und außer Pfeffer und Salz war da nix drin. Vielleicht hilft die Idee ja mal zum Ausprobieren mit anderen veganen Füllungen.

    1. Hm ich weiß nicht, ich dachte auch es geht ohne Ei. Aber eigentlich steht bei den Rezepten immer Ei dabei:-/ Bei mir hat es jedenfalls nicht geklappt. Aber ich hab jetzt immerhin ne neue Pfanne und versuche es noch mal.

      1. also hier ist zufällig auch ein Kartoffelpuffer mit Zuccini zu sehen. OHNE Ei. Der hat sogar zufällig auch Feta dabei, aber hier sieht man, dass man nix zusätzlich braucht um Puffer zu machen. Anstatt des Fetas würde auch veganer Lachs dazu passen, denk ich mir gerade. Und der Salat sieht in dem Video auch gut aus. Viele Grüße http://www.youtube.com/watch?v=QAl4-hjp7PU

      2. Ok, gestern Probe aufs Exempel, Kartoffelpuffer pur mit etwas Mehl, man braucht keine Eier, du hattest vollkommen Recht!! Ein bißchen Mehl bindet, und dabei hatte ich Dinkel-Vollkorn-Mehl. Und es war so gut und achja, ich hab ne neue Pfanne, auch so ein Schlüsselmoment😉

  5. Bei mir klappt es meistens gut. wenn ich entspannt bin. Immer, wenns um was geht (ich z.b. meiner Familie zeigen will, wie lecker veganes Essen ist), geht was schief😉 Das ärgert mich immer sehr.

  6. Du musst aber extrem ungeschickt sein. Mittlerweile habe ich bereits öfter mit Reispapier gearbeitet und stets gute Erfolge erzielt. Und ich bin ein großer Tollpatsch ! Juu’s “Yuba-Hähnchen mit Zwiebelfüllung” ist falsch verlinkt. Der Browser hält ihren Artikel für eine Unterseite deines Blogs.

    Ansonsten halten sich bei mir Erfolge und Misserfolge die Waage, würde ich sagen. Aber ich habe erst ein oder zwei Mal etwas wirklich wegwerfen müssen.

  7. Bei mir geht ja meistens nur dann was schief, wenn es mir total wichtig ist, dass es gut wird. Also wenn ich zum Beispiel was für eine Familienfeier backe, bei der sowieso alle veganskeptisch sind.
    Vielleicht reagiert Essen ja ähnlich sensibel wie Tiere. So á la: der Hund spürt meine Angst, der Cupcaketeig auch. Oder so.

  8. Beruhigend, dass es auch anderen mal Pleiten passieren. Bei mir kommt das ziemlich oft vor, wahrscheinlich weil ich oft erst mit Kochen anfange wenn schon der Magen knurrt, das macht mich zu hektisch.

    1. Zeitdruck ist wirklich tödlich beim Kochen, merke ich immer wieder. Da hat man eben einfach keine Geduld und am Ende wird alles Matsch.😀

  9. Ich glaube, das Reispapier muss so gummiartig sein. Wenn meine Ma (Vietnamesin) die ROllen macht, sind die schon von der Konsistenz her schon so ähnlich. Aber immer noch so, dass man gut abbeißen kann. Was das Aussehen angeht, die Rolltechnik macht meiner Meinung nach einiges wett.

  10. Hallo Jane,

    ich bin auf deinen Blog gestoßen, weil ich mich gerade auf die Suche nach diesen Yuba-Sheets mache. Darf ich fragen wo Du wohnst? Ich weiß nämlich nicht, woe ich die bekomme-oder ich hab noch nicht gut genug gesucht. Ich habe auch schonmal gelesen, dass es sie tiefgekühlt gibt-weißt du da mehr? Ich hatte Lust, mal dieses wohlschmeckend außende Rezept auszuprobieren: http://www.vegetariantimes.com/recipe/yuba-rolls/

    Liebe Grüße,

    Anne

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s