Eiscreme, roh, vegan und furchtbar lecker

Bei meinem letzten Supermarktbesuch entdeckte ich zufällig ganz normales veganes Eis! Ohne Soja, kein Bio- oder Sonderprodukt, sondern ganz gewöhnliche Eiscreme von der NETTO- Hausmarke „Jean Luc“. Eissorbet nach französischer Art stand drauf und eher beiläufig studierte ich die Zutatenliste. Und dann nochmal. Tatsächlich konnte ich darauf nichts Tierisches entdecken, sogar bei den Speisefettsäuren stand extra „pflanzlich“ in Klammern dahinter, denn die können ja auch tierischer Herkunft sein. Ich war überrascht, denn eigentlich hatte ich das bei einem normalen Produkt nicht erwartet, meistens mache ich eh einen Bogen um die Fertigsachen. Ok, die Zutatenliste des Sorbets ist lang und voller Zusatzstoffe, aber mal zur Abwechslung geht das schonmal, fand ich.

Zuhause angekommen suchte ich im Netz nach dem Produkt, irgendeiner hat ja immer  schon mal eine Anfrage gestellt und tatsächlich fand ich sofort einen Post dazu. Das Eissorbet ist doch nicht vegan. Laut Hersteller kann es „Spuren von Gelatine enthalten und die Speisefettsäuren sind wie es auf der Verpackung stand wohl doch nicht pflanzlich“, heißt es. Wär ja auch zu schön gewesen. Adieu, Jean Luc! Ich find es zwar merkwürdig, warum sie pflanzlich draufschreiben, wenn es nicht drin ist, aber ok. Das mit den „Spuren von …“ finde ich persönlich nicht so wild.

Kaufen kann jeder. Selbermachen auch…

Aber wie ich schon in meinem ersten „Roh macht froh“-Post andeutete, gibt es eine wirklich einfache, schnelle, supergesunde Art, Eiscreme selbst herzustellen und zwar ohne irgendwelche Pulver. Mein Lieblingsrezept ist der Bananen-Kirsch-Eisbecher von Miriam.🙂 Aber man kann so auch verschiedene Eissorten zaubern, etwa Schokolade Erdbeere oder Kokos. Wer keine Bananen verträgt/mag, hat allerdings Pech, denn die Basis sind immer gefrorene Bananen, alle anderen Früchte werden sofort zu Wasser beim Pürieren. Ich habe sehr viele Anläufe gebraucht, bis ich es hinbekommen habe, dass die Konsistenz nicht zu flüssig ist. Ich Ärmste😉 Wenn man keinen High-Speed-Blender hat, sondern nur einen gewöhnlichen Standmixer, braucht man wesentlich mehr Geduld. Vor allem muss man die Bananen vor dem Einfrieren in viel kleinere Stücke schneiden, am besten in Scheiben, damit später die Mixer-Klingen besser greifen. Will man Nussmus hinzufügen, hat es sich für mich bewährt, es vorher mit etwas pflanzlicher Milch zu verflüssigen. Und dann heißt es, Mixer an, wieder aus, umrühren und Inhalt runterdrücken, wieder anstellen und so weiter. Sonst drehen sich die Klingen sinnlos im luftleeren Raum und oben hängt die soon-to-be-Eiscreme. Und ein Klecks Nussmuss schliert an der Glaswand entlang, wenn man es nicht verdünnt. Jedenfalls hat es auf diese Art zum ersten Mal funktioniert und das Ergebnis war einfach köstlich.🙂Zum Ausprobieren:

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

14 Kommentare zu „Eiscreme, roh, vegan und furchtbar lecker“

  1. …wow sieht mega lecker aus:)
    ich bin auf dem weg vegan zu leben… ist für mich allerdings noch ne achterbahnfahrt…und ich vermisse vegane läden (zürich), wo ich gar nicht erst in versuchung gerate…
    merci für die süssen tipps

    lg silke

  2. Eissorbet aus dem Supermarkt ist eigentlich oft vegan. (Ich hatte schon mal ein veganes Mangosorbet von Aldi Süd…)
    Hm, ich glaube nicht, dass sie so dreist wären, das Etikett falsch zu beschriften? Vielleicht war das ja eine alte PA. Das Internet vergisst nichts😉

    1. Jupp, Sorbet ist oft vegan, aber dieses sah schon ziemlich milchig aus, daher war ich dann doch überrascht.

      Das ist natürlich möglich, noch dazu ist es die einzige zu dem Thema.

  3. Das erinnert mich an eine Situation: Letztens war ich im Supermarkt und wollte eigentlich Alsan kaufen. Ausverkauft. Ich dann also auf zur Pflanzenmargarine. Bis ich mich dann durch sämtliche Produkte der Pflanzenfette gewühlt und gelesen hatte war einige Zeit rum. Und aus dem großen Sortiment kam dann nur 1 in Frage, in der ich nix tierisches finden konnte…..

  4. Ich war neulich im Supermarkt und habe tatsächlich tierisches Eiweis in einem Produkt gefunden. Wo doch jeder weiß das sich das Menschliche Hirn nur damit weiter entwickeln kann! Sofort habe ich mich beschwert! Rückverdummung und Veganismus für alle!

    1. Bißchen veraltet, deine Polemik. Als gäbe es heutztage keine anderen konzentrierten Energiequellen, mit denen wir uns unsere ohnehin schon verfetteten, zuckerkranken Körper zuschütten, die bestenfalls vom Schreibtisch zur Küche und zurück bewegt werden. Im Gegensatz zu den „guten altem Zeiten“, die du implizierst.

  5. Wo sind denn nun die vielen Konservierungsstoffe im Sorbet? Laut Zutatenliste ist keine einziger drin. Was auch nicht verwundert bei Eis.

    1. Ich korrigiere: Es sind Xanthan, Johannisbrotkernmeh, modifizierte Stärke etc. drin. Ich persönlich hab damit an sich kein Problem, wie du siehst, esse ich es ja auch. Aber natürlich gewinnt selbstgemachtes Sorbet immer wenn es um Inhaltsstoffe geht.

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