Das Warum und eure Antworten

Als ich euch zusammen mit der Lieblingsshirt-Verlosung die Frage stellte, was bei euch der Auslöser war, vegan zu werden, haben viele von euch so interessante Antworten gegeben, dass ich das auf jeden Fall nochmal auswerten möchte. Der am häufigsten genannte Grund war tatsächlich Freunde und soziales Umfeld. Das gibt einem wirklich zu denken, vor allem wenn man mal wieder so einen Gedanken hat wie „Das bringt doch alles nichts, es macht keinen Unterschied…“ und so weiter. Offenbar ist der unaufdringliche aber direkte Einfluss von Familie und Freunden doch äußerst überzeugend. So schreibt zum Beispiel Cara:

„Schlussendlich haben bei mir die ersten beiden Veganer, die ich jemals kennengelernt habe, den Anstoß gegeben. Nicht weil sie mich argumentativ überzeugt hätten, sondern weil ich auf einmal gesehen habe, dass es machbar ist.“

Danach folgt der allgemeine Wissenszuwachs, soll heißen, man hat sich informiert und mit zunehmender Kenntnis der Zusammenhänge kam der Veganismus als Konsequenz. Lina zum Beispiel meint:

„Nachdem ich mich aus ethischen Gründen einige zeit lang vegetarisch ernährt habe war das nach einigen Filmen und Artikeln der für mich nächste logische Schritt…“

Auch das regt zum Nachdenken an, Information ist also immernoch alles! Und ich wage zu behaupten, dass das Internet die beste Möglichkeit bietet, sich umfassend über das Thema zu informieren. Dazu passt auch, dass tatsächlich auch mehrmals die veganen Blogs als Grund angegeben wurden. O-Ton Vegannalein:

„Hm, bei mir waren die vielen tollen veganen Blogs ausschlaggebend, weil sie die Thematik nicht so extremistisch behandelt haben!“

Also: Schreibt weiter, Leute, postet eure tollen Rezepte, interessanten Gedanken und Infos! Es bringt eben doch was!🙂 Für einige von euch waren gesundheitliche Gründe ausschlaggebend für eine Umstellung, etwa Laktoseintoleranz oder Schlimmeres. Spitzenreiter unter den Büchern, die Auslöser waren, ist Jonathan Safran Foers „Tiere essen“. Doch auch leichtere Lektüre wie „Skinny Bitch“ von Rory Freedman hat nicht nur einmal Erwähnung gefunden. Das Buch „Vegan Freak: Being Vegan in a Non-Vegan World“ von  Bob & Jenna Torres hat offenbar auch eine überzeugende Wirkung. Nicht zu vergessen sind natürlich Gründe wie Tierliebe und/oder Umweltschutz. Pixella sagt es so:

„Mir ist einfach irgendwann so der Geistesblitz gekommen, dass ich mich nicht als Tierfreund bezeichnen kann, wenn ich sie esse. Freunde isst man nicht! Und ein paar Monate später kam mir dann in den Sinn, dass man sie ja auch aus Gewissensgründen nicht ausnutzen sollte…“

Auch Videos, Reportagen und sogar Talk-Sendungen haben ihre Wirkung bei einigen von euch nicht verfehlt. Darunter zum Beispiel dieser Bericht des SWR über eine vegan lebende und sehr sportliche Familie, den ich noch gar nicht kannte. Dazu kommen Videos wie „Glasswalls“, „Fleisch frisst Menschen“   oder „Meet your Meat, der Film „Earthlings“ und „Making the connection“:  (Mehr Videos und Reportagen findet ihr auf meiner Video-Seite)

Making the Connection von ENVIRONMENT FILMS auf Vimeo.


Fleisch frisst Menschen vom Vegetarierbund Deutschland.


Glasswalls von PETA. (ACHTUNG! Besonders drastische Bilder!)

Damit stechen drei Punkte hervor: Information, Machbarkeit und soziale Unterstützung. Je mehr Wissen (Infos, Bücher, Videos; Reportagen, Blogs) jemand über das Thema gesammelt hat, je sicherer er sich wird, dass das Ganze auch praktisch umsetzbar und machbar ist und vor allem wenn Leute im sozialen Umfeld (besonders Freunde und Familie, aber auch die Netzcommunity) direkt oder indirekt Unterstützung bieten, desto größer ist die Chance auf einen neuen Umsteiger.🙂

Und hier noch ein paar Auszüge aus euren Kommentaren (alle Kommentare in voller Länge findet ihr unter dem Verlosungs-Blogeintrag):

„(…)Nach 2 Wochen hab ich festgestellt, dass es eigentlich viel einfacher ist sich vegan zu ernähren als ich immer glaubte und das mir nichts fehlt. Dann begann das Nachdenken und aus 2 Wochen sind jetzt schon 7 Jahre geworden. (…)“  – frty2

„(…)ich fühle mich seitdem besser als je zuvor und konnte wenigstens ein paar menschen in meinem umfeld beweisen, dass nicht alle VeganerInnen irgendwann todkrank vor Mängeln sterben.“ – Lina

„Das Buch „Tiere essen“ und das Beschäftigen mit Umweltschutz, Klimawandel und Massentierhaltung lassen nur einen Schluss zu! (…)“  – Elisabeth

„(…)Der Veganismus hat einfach so viel in meinem Leben zum besseren verändert- und das war erst der Anfang!“ – VeganWonderworld

„(…)Ich habe also vor einiger zeit das Experiment gestartet und es ist WUNDERBAR! Das ist so toll, dass ich auch mein komplettes Leben mehr und mehr vegan gestalte. (…)“  – kadde

„(…)weil ich ein paar veganer kennengelernt  und festgestellt hab, wie einfach das ganze eigendlich ist. (…)“ – sina

„(…)Ich war vorher 6 Jahre Vegetarierin aus ethischen Gründen. Daraus resultierte als logische Folge der Veganismus. Erst recht, als ich alle die Zusammenhänge erfahren habe, die nichts direkt mit Tieren zu tun haben (Umwelt, Dritte Welt etc). “ – Federchen

„(…)ich halte es für eine der besten entscheidungen meines bisherigen lebens. wahrscheinlich sogar für die beste.“ – Lukas

„(…)Ich war vorher Omni, daher hat es mich in der ersten Zeit ne ganze Stange Überwindung gekostet (…) aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Und ich kann mit gutem Gewissen in den Spiegel blicken.“ – metalkeks666

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

4 Kommentare zu „Das Warum und eure Antworten“

  1. “ Der am häufigsten genannte Grund war tatsächlich Freunde und soziales Umfeld.“

    Also ganz eindeutig nur eine Modeerscheinung. Mal sehn, was als nächstes kommt…

    1. Das hast du falsch verstanden. Es geht darum, dass es viel leichter ist, vegan zu werden, wenn es einem vorgelebt wird (man also sieht, dass es geht) und man dabei unterstützt wird. Umgekehrtes Beispiel: Wenn man von Normalessern umgeben ist, die einem bei jeder Mahlzeit Diskussionen ans Knie nageln, nur Fleischgerichte kochen und nicht offen für Alternativen sind, wird es denkbar schwierig. Wenn man der einzige Veggie weit und breit ist und man sich vorkommt wie der einzige auf der Welt, dann ist es eben schwieriger. Aber je verbreiteter und akzeptierter der Pflanzismus ist, desto weniger wird man wie ein Außerirdischer behandelt😉

  2. Ich fand die Antworten sehr inspirierend. Andere Veganer inspirieren mich. Schön. Danke für die Zusammenfassung.

    Und@HackVleisch *g*: Wenn Freunde in meinem Leben etwas verändern ist das nicht oberflächlich und hat mit Modeerscheinung nichts zu tun.

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