Macro Weekend – Bulghur & Tempeh

Ein weiteres Makrobiotischkochexperimentewochenende.🙂 Diesmal sind die Ansprüche besonders hoch, ich habe versucht, jedes Mahl rundum komplett zu halten. Außerdem sind besonders viele Rezepte mit Bulghur und Tempeh dabei. Bulghur ist geschälter, vorgekochter Weizen, muss nicht eingeweicht werden und dauert nicht so ewig beim Kochen. Allerdings halte ich ihn nährstofftechnisch nicht für so reichhaltig wie etwa Gerste, Hafer & Co, weil er eben vorbehandelt und geschält ist. Daher habe ich diese Rezepte etwas vor mir hergeschoben, auch weil ich eigentich bis Ostern komplett auf Weizen und Zucker verzichten wollte. Leider hab ich das nicht ganz hinbekommen. Also her mit dem Bulghur.:)

Zu einen ausbalancierten makrobiotischen Frühstück gehört meist Miso-Suppe, Getreide und eine gute Portion Grünzeug. Hier habe ich also neben der Suppe auch Gerste mit süßem Reis und Mais (Barley with Sweet Rice and Corn, Silverstone 289) und gedünsteten Chinakohl mit Tahini-Dressing (Silverstone 259) kombiniert. Wer danach nicht satt ist…

Das erste Bulghur-Rezept ist Kim’s Red Radish Tabbouleh (Silverstone 226). Taboulé ist ein Salat aus der libanesischen Küche, in der makrobiotoschen Variante werden statt der Tomaten lieber Radieschen verwendet. Der Salat kann auch gut als Beilage verwendet werden, und ich denke, er schmeckt sowohl kalt als auch warm.

Deckel drauf und fertig: Tempeh Reuben

Das hat schon ein bißchen was von Fast Food: „Tempeh Reuben with Russian Dressing“ (Porter 105), so eine Art Tempeh-Burger. Einfach furchtbar lecker! Das Dressing habe ich aber nicht gemacht, da ich kein Relish da hatte. So gab es etwas Tomatenmark aufs Brötchen und einen Klecks Tofu-Mayo aufs Sauerkraut. Die Mayo ist mir diesmal sofort richtig gut gelungen, dabei hatte ich nur billiges Seidentofu im Tetrapack aus dem Asia-Supermarkt. Dazu Ume-Essig, Senf, Reis-Essig, etwas Zitrone, Salz und eine Frühlingszwiebel. Pürieren, fertig. Der Tempeh (fermentierte Sojabohnen) wird in Sesamöl und Sojasauce angebraten. Natürlich gibt es auch hier eine gute Portion grünen Blattsalat dazu.

Hambulghur HelperUnd nun beides zusammen: Tempeh UND Bulghur vereint – in Porters Rezept Hambulghur Helper (189). Dazu gedünstetes oder gekochtes Grün und komplett ist das Hauptgericht! Woher der Name kommt, ist mir allerdings ein Rätsel.🙂 Wie man sieht, werden hier auch ein paar Nudeln untergemischt und durch die Möhren, Mais und Frühlingszwiebeln wirkt das Gericht schön bunt und schmeckt bestimmt auch Kindern. Als Gewürze kommen Sojasauce, Mirin (süßer Reiswein), Reis-Essig und etwas Salz zum Einsatz. Auf den Staudensellerie habe ich verzichtet, den mag ich einfach nicht. Dazu gibt’s hier eine große Portion Wirsing. Unnötig zu erwähnen, dass ich nach diesem Tag pappsatt war und einige Tupperdosen mit Resten produziert hatte, die im Kühlschrank auf ihren Einsatz warteten…

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

4 Kommentare zu „Macro Weekend – Bulghur & Tempeh“

  1. Hey, deine Macro-Experimente klingen echt interessant! Meine Schwester hat oft bei den Macrobioten gegessen, als sie in Italien war, da das da wohl schon ziemlich verbreitet ist. Ist das Buch von Silverstone zu empfehlen oder gibt es da noch bessere? Und darf man da eigentlich wirklich nur eine bestimmte Menge von etwas essen oder ist es so, dass man sich bei mehr Hunger auch mal nachnehmen darf?😉
    LG🙂

    1. Silverstones Buch enthält nur ein paar wenige Rezepte, die in Richtung Makrobiotik gehen. Sicher gibt es noch jede Menge andere Bücher dazu, allerdings bleibe ich bei Makrobiotik light, der ganze philosophische Kram ist nicht so mein Ding😉
      Ähm, die Gerichte siind so umfangreich und vielfältig, dass man danach nix mehr reinkriegt. An Gemüse kannst du dir aber immer nachholen. Silverstone meint sogar, bei den Getreidesorten darfst du auch richtig zulangen. Letztlich merkt man dann ziemlich schnell, wie viel einem gut tut. In einem anderen Buch habe ich wiederum gelesen, dass man genug essen soll, aber nicht übermäßig, damit noch ein bißchen „Hunger aufs Leben“ übrig bleibt. Und man nicht wie tot auf der Couch rumliegen muss😉

  2. Hey, hallo. Bin über einen guten Freund über deinen Blog gestolpert und lese ihn ziemlich gerne.

    Zwei Dinge, die mir gerade einfallen:
    1) „Hambulghur Helper“ ist von „Hamburger Helper“ abgeleitet, einer in den USA recht beliebten Halbfertiggerichtlinie, die fertig verpackte Nudeln/andere stärkehaltige Komponenten einer Mahlzeit und pulverisierte Würz- und Saucenmischungen enthält. Man fügt zu den enthaltenen Komponenten angebratenes Rinderhack und Flüssigkeit hinzu, kocht die Nudeln etc und erhält eine Mahlzeit. Ist ein bisschen wie Mirácoli Bolognese, nur eben mit verschiedensten Gerichten, die aber alle die eben genannten Grundzutaten enthalten. Es gibt von der gleichen Firma auch „Chicken Helper“ und „Tuna Helper“.

    Apropos Tuna Helper …

    2) Wie machst du deine Misosuppe? Soweit ich weiß, sind in so ziemlich jeder fertigen Mischung Bonitoflocken, also Thunfisch, enthalten. Hast du eine Misopaste gefunden, bei der das nicht der Fall ist? Ich habe aus genau dem Grund von Misosuppe immer Abstand gehalten.

    Liebe Grüße
    chilimoon

    1. Cool, danke für die Info.

      Ähm, ich habe von Arche das Mugi Miso und das ganz helle und von Ruschin Makrobiotik das Hatcho Miso. Da steht nix von Flocken drauf….

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