Ich habe keine Zeit dafür!

Sind wir mal ehrlich: Das mit dem Veganismus ist ein ganz schöner Zeitfresser. Man muss neue Worte wie „Cobalamin“ lernen, herausfinden, wie man aus einer leicht schrumpeligen Zucchini und ein paar Tomaten doch noch ein veganes Gericht zaubern kann, sich informieren, damit man bei Fragen nicht total doof dasteht und das Zutatenlistenlesen macht den Supermarktbesuch auch nicht gerade kürzer.  Man muss wissen, wo man seine Schuhe herbekommt, welcher Lippenstift vegan ist und seinen Tag im Voraus planen, damit man im Zweifelsfall nicht zur Diva mutiert nur weil der Magen knurrt. Überhaupt muss man wesentlich mehr Schnippeln, Einweichen, Vorbereiten und Kochen als gewohnt, denn im Gegensatz zu unseren vegetarischen Mitmenschen finden wir nicht an jeder Ecke Angebote, die uns in den Kram passen.

Mit anderen Worten: Es ist ganz schön aufwendig. Vor allem am Anfang. Man kann das zwar alles auch positiv sehen: man lernt unglaublich viel, kann sein Organisationstalent weiterentwickeln, entdeckt neue kulinarische Welten und mindestens 20 neue Gemüse- und Getreidesorten. Viele tendieren glücklicherweise zur dieser Sichtweise (sonst würden sie es ja nicht machen🙂. Doch mit Sicherheit wird sich jeder irgendwann hier und da mal denken: Verdammt, ich schaff das jetzt nicht, das Leben ist auch so schon stressig genug, ich hab jetzt keine Zeit zum Kochen, hab keine Zeit zu bloggen, ja hab nicht mal Zeit diesen Blogeintrag zu Ende zu lesen, verdammt!…genau sowas habe ich mir auch schon von Normalessern anhören dürfen: Vegan und so ist zwar richtig und gut, aber das wäre mir viel zu anstrengend, immer Kochen und Planen…

Im Grunde ist das natürlich ein Denkfehler. Man hat die Zeit. Wir haben alle gleich viel Zeit, jeden Tag 24 Stunden. Die Frage ist nur, welchen Dingen man seine Aufmerksamkeit schenkt, wie viel Zeit man für dies oder jenes investieren möchte. Investiert man jetzt in etwas Wissen und Gesundheit und erspart sich ein paar Erkältungen im Jahr (oder Schlimmeres). Was steht auf der eigenen Prioritätenliste oben und was kommt erst am Schluss? Auch wenn vieles fremdbestimmt ist – wir müssen duschen, arbeiten, aufs Klo gehen – theoretisch haben wir doch mehr Freizeit als alle Generationen vor uns, oder? Wir müssen unsere Wäsche nicht selbst waschen, wir haben eine Maschine dafür. Zum Einkaufen müssen wir nicht unbedingt vor die Tür, nur zum Computer. Wir können zeit-und ortsunabhängig kommunizieren und müssen keine Briefe verschicken. Statt Pferdekutschen haben wir Autos und Straßenbahnen….ja, na gut, das geht langsam zu weit😉

Rein theoretisch haben wir also Zeit. Mehr Zeit sogar. Noch mehr Zeit hätten wir, wenn auf allen passenden Produkten den Vegan-Label drauf wäre, es überall vegane Schuhe gäbe und Tofuwürstchen ganz selbstverständlich an jedem Imbiss angeboten würden. Schon klar. Aber soweit ist es leider noch nicht. Statt dessen müssen wir uns selbst erstmal durch den riesigen Informationsdschungel kämpfen (wäre auch nicht schlecht wenn nicht jeder einzelne wieder von null anfangen müsste…). Die gute Nachricht ist: Es wird besser. Irgendwann steuert man im Autopilotmodus zielsicher vorbei an allem anderen zum Gemüseregal. Man hat sich so durchinformiert, dass man nur hin und wieder en Update zu gewissen Fragen braucht. Man kann bei Fragen auf Knopfdruck seinen Standpunkt darlegen und Zusammenhänge erklären. Ich bin zwar erst ein paar Monate dabei, aber ich kann die Routine schon ein bisschen spüren. Das Neue wird selbstverständlicher. Ich komme mir nicht mehr ganz so merkwürdig vor. Ich versuche, größere Mengen  zu kochen, so dass ich am nächsten Tag nur noch die Vorräte aus dem Kühlschrank holen muss. Es gibt auch mal Linsen aus der Dose, ich kaufe Brotaufstrich statt ihn selbst zu machen und meine Zusammenstellungen im Kochtopf werden umso abenteuerlicher, je ausgehungerter ich nach der Arbeit und sonstigen Erledigungen nach Hause komme. Gute Planung hilft aber.

Und wie macht ihr das? In vielen Veggie-Blogs lese ich was von Prüfungen, Abschlussarbeiten, oder sonstigen Stressfaktoren, sehe Blogs, in denen ewig nichts mehr erschienen ist – maximal der unvermeidliche Satz „Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, ich hab so viel zu tun!“. Wie geht ihr mit Stress um, wie bekommt ihr das auf die Reihe? Vielleicht habt ihr ein paar Tipps zum Zeitsparen?🙂

Dr. Neal Barnard empfiehlt in diesem Artikel, den ich übrigens generell sehr hilfreich finde (auch wenn die Übersetzung etwas holprig ist), die 3-Schritt-Methode:

1.  Zuerst drei Gerichte überlegen, die man schon kennt und mag und schon so vegan sind, wie z.B. Spaghetti Marinara, Gemüsesuppe mit Vollkornbrot, oder sonstiges.

2. Dann drei Fleischgerichte aussuchen und veganisieren z.B Chili Con Carne (anstatt Fleisch im Chilli nimmt man Bohnen oder Fleischersatz)

3. Drei vollkommen neue Rezepte ausprobieren, die man selber noch nicht kennt (aus Kochbüchern oder dem Internet).

Damit hat man einen eigenen Grundstock an Standardrezepten und muss nicht jeden Tag neu überlegen was man machen könnte.

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

34 Kommentare zu „Ich habe keine Zeit dafür!“

  1. Man muss sich schon sehr viel mit dem Thema befassen, wenn man sich dazu entscheidet vegan zu leben und die tips mit den rezepten sind ja echt super. mir persönlich hat das informieren und rausfinden was ich so zubereiten kann irre viel spaß gemacht und auch wenn ich neben kind und vollzeitjob wenig zeit habe so habe ich mir das kochen doch immer irgendwo reinplanen können. wenn man dann aber echt mal keinen bock hat , dann gibts eben die fertig tofu bolognese vom netto… :-))

    1. Ah, die Tofu-Bolognese von Netto liebe ich auch! Die hab ich mir schon geholt als ich noch Normalesser war.

      Interessant, dass du dein Kind erwähnst. Oft hört man ja: Ich hab keine Zeit für ein Kind!. Aber wenn man eins hat, geht es doch irgendwie. Eine Bekannte sagte mal zu mir, erst seit ihrem Kind weiß sie wirklich was „keine Zeit“ bedeutet. Und sie habe keine Ahnung, wie sie ihre ganze Freizeit vor dem Kind eigentlich verbracht hat, dabei dachte sie schon vorher, total im Stress zu sein.

  2. Ich fand das Informieren die beste Zeit am Neuveganismus. Es gab soviel Neues zu entdecken und ich habe sehr gerne Zeit investiert, weil es für eine gute Sache ist. Ganz nebenbei kamen noch andere, neue Interessen z.B. für Politik dazu. Das mit den Standartgerichten kann ich nur bestätigen. Ich habe auch meine zwei bis drei Sachen, die ich immer wieder gerne koche und die super schnell gehen.

  3. Wie du schon sagst – das Zauberwort heißt Prioritäten setzen! Das bringe ich immer an, wenn mir jemand erzählt, er / sie hätte keine Zeit für Sport. Klar, aber für GNTM und anderen Schrott🙂 Ich schaue gar kein TV, da ist schon viel gespart. Und auch Job zählt bei mir nur bedingt, auch das ist etwas von Prios: wenn ich 60-80h/ Woche arbeite, habe ich natürlich weniger Freizeit als wenn ich 40h arbeite, aber da habe ich mich meist im Vorfeld für weniger Freizeit aber für mehr Geld entschieden.
    Ach ja, gute Tipps zum Zeitsparen habe ich aber leider nicht. Nur das: manchmal sollte man sich eher weniger als mehr vornehmen, das schafft man dann auch, und ist am Ende zufriedener.

    1. Das ist doch ein sehr guter Tipp🙂 Danke!
      Gibt natürlich auch Leute, die müssen mehr als 40 Stunden arbeiten pro Woche und bekommen trotzdem nicht viel mehr Geld…

      1. Natürlich, auch alles selbst erlebt. Aber vom Prinzip her erlebe ich das oft, und höre…“du hast ja „nur“ einen normalen Job mit wenigen Überstunden etc.“
        Und egal ob für Sport oder Ernährung ist es häufig eine Frage der Prioritäten, genau wie du sagst. Jeder hat täglich 24h zur Verfügung🙂

  4. Hm… bin ich nun kein Veganer weil ich Cobalamin nicht kenne?😉
    Und ich schnippel und einweich auch nicht mehr als früher, es sei denn, wir probieren ein spezielles Rezept aus. Aber die Zeit für’s kochen ist bei uns ehrlich gesagt nicht länger geworden. Dafür die Lust aufs kochen grösser.

    Wobei ich Dir aber recht gebe ist der Organisationsaufwand. Beim Einkaufen, beim Auswärts essen gehen, beim Reisen sowieso. Aber ich denke, und das beschreibst Du ja auch so, es wird einfacher je länger man es macht.

    In diesem Sinne: Lass uns einfach noch länger vegan leben :-))

    1. Super Idee😀
      Cobalamin ist ein anderes Wort für Vitamin B12.

      Super, wenn bei dir der Aufwand zu Kochen nicht größer geworden ist. Du hast offenbar schon vorher gekocht – im Gegensatz zu mir, ich bin ein totaler Kochmuffel (gewesen).😀

  5. Aaaah *pling* Wieder was gelernt🙂

    Und nein, ich war auch vorher ein Kochmuffel. Also was zu essen gab es immer, aber jetzt nicht weiss nicht was ausgefallenes. Wenn ich sehe was Du jetzt so zubereitest, wooow, könnt ich glaub nicht!

  6. Die Anfangszeit war super spannend und interessant und ich bin manchmal wirklich ein wenig traurig, dass das vegane Leben für mich so „normal“ geworden ist. Und das Zeitthema kann ich nicht nachvollziehen bzw. glaube, dass es Ausreden sind. Ich arbeite sehr viel und bin beruflich auch einigermaßen viel unterwegs. Trotzdem koche ich so oft es geht frisch und wenn ich im Büro bin (also nicht unterwegs), dann hab ich auch für mittags meist einen Salat oder Reste vom Vortag mit im Büro. Wenn man Kochen nicht als Arbeit sondern Entspannung ansehen kann (so geht es mir), dann ist das auch alles realisierbar. Und für die wenigen Momente, wo es wirklich nicht geht oder mir einfach die Lust fehlt, dann gibt es schnelle Dinge zum Vorbereiten (z.B. Pitataschen mit Tofu und Avocado o.ä.), so dass der Genuss nicht auf der Strecke bleibt. Aber in einer Zeit, in der das Verarbeiten von Kartoffeln als „aufwändig“ angesehen wird (stand letztlich in der Presse), wundert mich auch nix mehr. ;-))

    1. „Ich hab keine Zeit“ heißt (auch bei mir) oft genug einfach „Ich hab keine Lust“, das stimmt😀 Kochen bringt auch noch ganz neue Glücksmomente, finde ich, wenn es sogar Normalesser schmeckt. Das ist ganz neu für mich🙂

  7. Du hast mal wieder ein spannedes Thema aufgegriffen. Ich habe darüber auch schon öfters nachgedacht, aber inzwischen habe auch ich eine Routine entwickelt, die mir erlaubt, schnell einzukaufen und zu kochen. Und für unterwegs bin ich meistens vorbereitet, in dem ich für den Notfalle in Döschen veganen Aufstrich dabei habe – und ein veganes Brötchen bekommt man ja meistens irgendwo.
    Es ist glaub ich generell ein Problem, dass Menschen sich keine Zeit mehr für ihre Ernährung nehmen. Veganer sind da in gewisser Weise im Vorteil, weil sie es tun müssen (zumindest am Anfang). Es ist schade, dass andere einfach essen, was ihnen vorgesetzt wird/unterwegs was in sich reinstopfen/schnell in den Discounter gehen und irgendeinen Scheiß kaufen, ohne drüber nachzudenken. Das finde ich wirklich unglaublich schade. Dabei ist Nahrung so wichtig. Es hat nur leider keinen richtigen Stellenwert mehr in unserer Gesellschaft. Zusammen kochen/mit der Familie essen o.ä. sollte doch eigentlich wichtiger sein, als TV oder so. Aber so wie alles schnelllebiger geworden ist, ist es auch das Essen geworden. Ich bin froh, dass ich als Veganerin da wieder ein bisschen die Geschwindigkeit rausgenommen habe und wieder bewusst einkaufe/koche und esse.

    1. Ich denke, etwas, das wir dreimal täglich 365 Mal pro Jahr machen, hat auf jeden Fall Auswirkungen auf unseren Körper, und damit unser Wohlbefinden (= unser Leben). Vielleicht mehr, als alle anderen Umweltgifte zusammen. Insofern sollte man schon drüber nachdenken. Aber ja, du hast Recht, es macht keiner, weil wir die Verantwortung abgegeben haben.

  8. Ich finde das auch einen sehr interessanten und wichtigen Aspekt: Das Essen, die Lebensmittel, die Nährstoffe, die wir uns damit zuführen wieder wichtiger nehmen. Das geht so oft verloren in der heutigen Zeit!

    1. Wahrscheinlich haben wir die Verantwortung ein wenig abgegeben. Wir gehen davon aus (durchaus teilweise zu Recht), dass alle erhältlichen Lebensmittel für uns zuträglich sind und alles immer kontrolliert wird. Tatsache ist, so viel kann keine Regierung kontrollieren und in der Praxis werden sämtliche Fäden gezogen um so billig wie möglich zu produzieren.

  9. Verstehe ich die 3-Schritt-Methode richtig : mithilfe dieser 9 Gerichte, habe ich immer etwas, worauf ich zurückgreifen kann, wenn ich einmal nicht weiß, was ich kochen soll ?

    1. Ich glaube, er meinte es so, dass man dann nicht jedes Mal neu überlegen muss. Man hat ja auch als Normalesser eine Handvoll Dinge, die man immer wieder macht weil sie schnell gehen und man sie mag. Und bei der Umstellung auf vegan kann man ja auch ein bißchen überwältigt sein von den schieren Möglichkeiten oder eben gar nicht wissen, was man essen soll. Also schlägt er diese Strategie vor. Für besonders Ratlose ;

  10. Zum Thema „keine Zeit haben“ fällt mir immer die Geschichte aus dem Buch „Erfolgsprinzip Persönlichkeit“ von Dietmar Hansch ein:

    „Stellen Sie sich vor, Sie beobachten bei einem Picknick im Wald einen Holzfäller, der stundenlang an einem Baum sägt und nicht vorankommt. Offenbar ist seine Säge stumpf. »Warum, um Gottes willen, schärfen Sie denn nicht ihre Säge?«, fragen Sie den erschöpften Mann. »Dazu ist jetzt keine Zeit«, antwortet dieser, »ich muss heute noch zehn weitere Bäume
    fällen«.

    Am meisten spart man Zeit, wenn man so oft es geht mit dem Auto unterwegs ist & viel rumsitzt und als Ausgleich ins Fitnessstudio geht – und – um Zeit zu sparen – am besten direkt vor dem Fitnessstudio parkt. Damit es noch schneller geht, nimmt man am besten den Aufzug🙂 Dann in Windeseile nach Hause fahren, schnell lecker Wurstbrot mit Butter und Käse machen, dazu ein Spiegelei aus der Mikrowelle für die positive Proteinbilanz und ab auf das Sofa vor den Fernseher. Für das kleine Resthüngerchen braucht man dann nur noch schnell die Tüte mit den Speckaroma-Chips aufzureißen und der gemütliche Abend ist gerettet!

  11. ich spare zeit durch tiefkühlpfannen, instant-kartoffelpüree, rohkost, tofu-bolognese usw.🙂 wenn man bisi guckt, findet man auch gute und günstige ruck-zuck-gerichte.

    1. Das mit den Tiefkühlpfannen ist mir aufgefallen😉 Stimmt schon, nach einiger Zeit hat man bestimmt ein paar Überlebensstrategien entwickelt. Mir gehts eben auch manchmal so,dass ich heimkomme und SOFORT was haben muss und nicht erst warten kann, bis die Hirse durchgekocht ist. Obwohl das Quatsch ist, weil das auch nur 30 min dauert und die Herdplatte das quasi alleine macht. Naja.😉

  12. Endlich mal jemand, der das mit der Zeit anspricht. Mich nervt die Aussage „Ich habe keine Zeit“ soooo sehr, und ich muss mir das Klugscheißen von wegen „Du setzt nur falsche Prioritäten“ auch immer verkneifen. „Ich habe keine Zeit“ ist zur massentauglichen Ausrede geworden, wenn man in Wahrheit meint, dass man keine Lust hat, und einem etwas nicht wichtig genug ist, nichts weiter.

    Aber davon mal abgesehen finde ich nicht, dass ich als Veganer mehr Zeit in der Küche verbringe. Ich bin eher kochfaul, und bei mir gibt es auch immer nur ganz einfache Gerichte mit wenigen Zutaten. Bequemer find ichs aber, mich an Smoothies satt zu trinken, Müsli und viel Obst zu futtern, und hier und da mal Brötchen und Rohkostriegel mit einzuschieben.
    Aber auch wenn man viel kocht: Warum soll es aufwändiger sein, Gemüse-Tofu-Pfannen statt Gemüse-Hähnchen-Pfannen zu machen? Oder Sahne gegen Hafersahne auszutauschen? Oder Saitan statt Rind mit Hefeschmelz oder veganem Käse statt Emmentaler zu überbacken? Naja usw. Es gibt zwar aufwändige vegane Gerichte, aber das ist ja bei allen Küchen so, ob mit oder ohne Fleisch. Alles ist nur so kompliziert wie man es sich macht. Wo man wieder beim „keine Lust“-Faktor wäre ^^

    Ich fand meine Anfangszeit damals auch extrem spannend. Alles war so neu, und Veganismus auch überhaupt noch nicht verbreitet. Im Supermarkt gab es nur eine Hand voll veganer Produkte … die waren schnell ausgelotet, man hat sie sich gekauft und sich einen Ast abgefreut (ich glaube, es waren Ritter Sport Marzipan, eine Sorte Mayonnaise, Sojamilch, Mr.Tom und diverse Pflanzenaufstriche) … und sich sooo cool gefühlt xD
    Also mir hat das definitiv Spaß gemacht. Und ich finde es auch heute noch aufregend, und kann mich jedes Mal aufs Neue über Kleinigkeiten freuen. Zum Beispiel, dass es im McCafé die Chai- und Kaffeespezialitäten auch mit Sojamilch gibt, dass wir in der Stadt 3 veganerfreundliche Cafés haben, dass es beim Biobäcker neuerdings veganen + glutenfreien Kuchen gibt usw. Hach, das Leben ist schön🙂

    1. Life is a picnic😉
      Naja, nicht vegan leben, bedeutet, an jeder Ecke alle Möglichkeiten offen zu haben. Gesund ist das natürlich nicht. Vegan oder gesund leben zu wollen, bedeutet, nicht an jeder Ecke was passendes zu finden, zu planen und öfter selbst zu kochen. Für diese zwei Gruppen ist es also an sich genau gleich viel Aufwand, da gebe ich dir Recht. Und: Die Fast-Food-Liebhaber sind zeitlich auch nicht soo viel besser dran, wenn sie dann die dadurch entstehenden Unpässlichkeiten und Krankheiten ausbaden dürfen….es findet nur zeitlich versetzt statt und nicht unmittelbar.

  13. Ich setze mich Montags hin und überlege mir 4 Gerichte für die Woche, dann geh ich dafür einkaufen. Freitags geh ich dann nochmal einkaufen fürs Wochenende. So spar ich Zeit und auch Geld, weil ich selten einkaufe und wirklich nur das kaufe, was ich für die Gerichte brauche!

    1. Das klingt sehr organisiert und vernünftig. So genau kriege ich das nicht hin, nur so ungefähr für die Woche und etwas genauer fürs Wochenende, da ich da gern mal Rezepte ausprobiere.

  14. Mir hilft es oft, größere Portionen zu kochen und dann einzufrieren – vor allem Suppengerichte, aber selbst mit Quinoa, Reis und Bohnen mache ich das oft. Überlege mir gerade, ob es sich nicht sogar lohnt, einen größeren Gefrierschrank zu kaufen😉 Es hilft auch, Salatblätter schon mal in doppelter Portion (oder mehr) zu waschen, in einer Tüte aufzubewahren (mit Luft aufblasen soll helfen, weiß nicht warum) oder Salate mit z.B. Bohnen, Zwiebeln und Mais vorzumarinieren😉 Dann brauche ich nur noch etwas Frisches dazuzuschneiden – und dann ist es ruck-zuck fertig wenn ich mal weniger Zeit/Kraft habe. Was besonders im Winter genial ist: anstatt Salat, der mich manchmal einfach zuviel frieren lässt😉, einfach Frischkost im Mixer zerkleinen und eine warme Suppe auf diesen „Konfetti-Salat“ zu gießen – geht auch ruckzuck, wenn z.B. Kohlblätter und Möhren auch schon vorbereitet im Kühlschrank liegen (aber das geht auch so sehr schnell). Was natürlich unübertroffen bezüglich Zeitersparnis ist: der Thermomix, unschlagbar und sein (schockerendes) Geld wirklich wert wenn es um gesundes, schnelles Essen geht🙂

    Kann immer nur wieder sagen: toller Blog, Jane, DANKE!
    Gruß, Carmen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s