Sofa-Snacks

Ja, ich höre euch schon: Man soll nicht zwischendurch snacken, sondern dem Körper zwischen den Mahlzeiten Zeit geben, damit er seinen Job ordentlich machen kann. Stimmt schon!🙂 In der Realität siehts aber so aus, dass man trotzdem ab und zu was zu Knabbern haben möchte, wenn man es es sich an einem kalten Winterabend auf dem Sofa gemütlich gemacht hat. Auch für Veganer gibt es ein paar mehr oder weniger gesunde Snackvarianten, zur letzteren Kategorie gehören wohl Kartoffelchips und Popcorn (natürlich erst nach Prüfen der Zutatenliste), zu ersterer Nüsse und kleingeschnippeltes Gemüse mit Dip. Süßschnuten mögen Trockenfrüchte und dunkle Schokolade lieber. Früher war ich totaler Fan von diesen Krabbenchips, Kroeppoek. Das geht jetzt für mich nicht mehr, alternativ finde ich Reisschips aber auch prima. Aber ich würde diesen Beitrag nicht schreiben, wenn ich nicht auch über ein paar kreativere Möglichkeiten zu berichten hätte.😀Die erste fand ich bei Jenny, Schreiberling der Vegan Corner: Gerösteter Rosenkohl. Ich mochte Rosenkohl früher gar nicht, jetzt kann er durchaus mal mit auf meinen Teller. Und in der Variante – mariniert und im Ofen geröstet – ist er wirklich großartig. Eignet sich eigentlich auch als Beilage, denn er sättigt auch ziemlich. Und wie Jenny schon so schön zusammengefasst hat, ist er auch reich an wertvollen Vitaminen und Mineralien, etwa Vitamin B1 und C, Folsäure, Eisen und Kalium. Einfach mal ausprobieren, das Rezept gibts hier!

Aus Kichererbsen lässt sich ganz einfach ein proteinreicher Snack machen. Da ich die in England so beliebten Salt & Vinegar-Chips lieben gelernt hatte, sprach mich diese Variante am meisten an, es gibt aber auch andere Varianten, etwa mit Curry, Knoblauch, Garam Masala, Kümmel, also fast jeder beliebigen Gewürzmischung. Auf Steamy Kitchen gibt es eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anschauen, aber eigentlich ist es fast idiotensicher: Für die Salt & Vinegar Chickpeas müssen die Kichererbsen in Essig aufgekocht werden und 30 Minuten ziehen. Nach dem Abtrocknen drapiert man sie aufs Ofenblech. Dann mit Öl und Salz beträufeln und 45 Minuten backen. Das Rezept hab ich  hier bei „Oh she glows“ gefunden.

Grünkohlchips – das klang so verrückt, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. Grünkohl schmeckt ja an sich eher herzhaft und, naja, eben nach Kohl. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das gut sein soll. Aber sie werden überall hochgelobt, etwa hier bei Food’n’Fotos, Vollvegan oder Küchenzettelblock, wobei das Original wohl von  „Totally veg“ kommt. Dafür werden lediglich Salz, Öl und zehn Minuten im Backofen benötigt. Eine etwas süßere Variante ist bei beVegt.de zu finden, nämlich Mandel-Tahini-Grünkohlchips. Zu beachten ist bei der Zubereitung immer, dass der Grünkohl nicht mehr nass vom Abwaschen ist und man besser in der Nähe des Ofens bleibt, denn das Rösten geht echt schnell. So unglaublich ich es am Anfang fand, so groß meine Überraschung, als aus dem etwas sperrigen Grünkohl ein superzarter, hauchdünner Knuspersnack geworden ist. Unbedingt selber ausprobieren!🙂

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

10 Kommentare zu „Sofa-Snacks“

  1. Uiuiui, sobald ich wieder in Reichweite deutschen Regionalgemüses und eines eigenen Backofens bin, ist definitiv mal eine Runde Kohprobieren drin! Ich mag zwar Rosenkohl durchaus gerne, hatte bisher haber nicht so viele Ideen, ihn zuzubereiten – und Grünkohl ist bislang nicht so mein Fall. Eventuell ändert sich das ja jetzt!

  2. Vielen Dank für die Verlinkung! Ich muss unbedingt die Kichererbsen ausprobieren. Die liebe ich ja eh, egal ob als Hummus, im Thai-Curry, in der Nudelsoße oder im Salat. Schade dass es heute Abend schon so spät ist ;.)

  3. Das mit den Kichererbsen probier ich auch mal aus.
    Hatte schon mal darüber gelesen und nun weiß ich auch, was ich mit denen aus dem Schrank mal anfange… Bevor die Motten kommen😉
    Danke.

  4. *lach* schon wieder ein neuer grünkohlchips-fan! ist aber auch wirklich genial: einfach, bequem, gesund und lecker!
    und das mit dem snacken…. da gibts auch leute, die sagen, man soll dem körper zwischendurch energie zuführen, damit er leistungsfähig ist. aber eigentlich sind die allermeisten ernährungsregeln eh fürn arsch; wichtig ist dass man sich wohlfühlt, also alles nicht so ernst nehmen, was so an ratschlägen kursiert!

  5. Von den Grünkohlchips hab ich jetzt schon öfter gelesen! Du machst mich neugierig.😀
    Aber auch die Kichererbsen sehen lecker aus. Bin ja auch ein Fan von Salt&Vinegar Chips, von daher macht mich das gerade fast noch mehr an als der Grünkohl…😀

  6. Hallo Jane,

    wie Du wohl merkst, lese ich mich so nach und nach durch Deinen ganz fantastischen Blog und stoße dabei auch auf ältere Posts, zu denen ich noch meinen (veganen) Senf dazu gebe.
    Ein toller veganer und gesunder Snack, den ich erst vor kurzem mal selber ausprobiert habe, ist Edamame. Hat nichts mit Edamer zu tun, sondern das sind einfach noch nicht ganz reife Sojabohnen in der Schote, die ca. 5 Minuten in Salzwasser gekocht werden. Die Schoten öffnen sich dann etwas und man kann die Bohnen direkt aus der Schote in den Mund drücken. (Die Schote isst man nicht mit.)
    Die ganzen Edamame-Schoten mit Bohnen bekommt man tiefgekühlt im Asia-Laden.

    Ich hatte selbst schon öfter davon gelesen, aber habe mir das immer eher langweilig vorgestellt. (So sieht es ja auch aus.) Der Geschmack ist dann aber doch absolut überzeugend. Wie bei einem typischen Snack kann man nicht mehr mit „mümmeln“ aufhören, bis alles verputzt ist. In Japan wird Edamame wohl vorzugsweise zum Bier genossen.

    1. Hallo Hauke🙂 Ich kenne Edamame, aber nur aus dem Glas. Beim nächsten Besuch im Asia-Laden werd ich mal nach den Schoten schauen.🙂

  7. Krupuk geht wohl auch vegan – kann man anscheinend sogar selber machen, allerdings hat beim ersten Versuch meine Küchenausrüstung aufgegeben (und ich das Zeug dann entnervt weggeworfen). Wikipedia behauptet sogar, dass man die vegetarische Variante im Asialaden kaufen kann, vielleicht guck ich dann mal genauer nach, aber so gaaanz gesund is das natürlich nicht😀

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