My Macro-Weekend, Pt. II


Und weiter geht’s mit meinem Makrobiotik-Experiment (zu Teil 1 geht’s hier!) Für Europäer sehr ungewohnt, begann ich den zweiten Tag mit einem Süppchen, der berühmten Miso-Suppe. Die einzigen gleich bleibenden Bestandteile sind Wakame (Algen) und Miso (Sojapaste), die restlichen Zutaten variieren. Ich hielt mich an die Basic Miso Soup wie beschrieben in Porters Buch auf Seite 225/226. Dazu gehörte neben Miso und Wakame noch ein Shiitake Pilz, Frühlingszwiebeln und Daikon (japanischer Rettich). Auf letzteres musste ich leider verzichten, da ich bis jetzt nirgendwo solchen auftreiben konnte, nur den hier üblichen etwas schärferen normalen Rettich. Die fermentierte Paste „Miso“ soll voller Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme sein, was der Verdauuung hilft und das Immunsystem stärkt (Silverstone 71). Daher kocht man sie nicht mit, sondern fügt sie danach hinzu. Außerdem alkalisiere sie das Blut, genau wie Algen. Das „Meeresgemüse“ ist ebenso voller Nährstoffe, wirke Entzündungen und Viren entgegen, reguliere den Blutdruck und vieles mehr. Geradezu magische Fähigkeiten – daher nennt sie Silverstone auch „magic foods“.


Dazu gab es das Millet and Sweet Vegetable Porridge (Silverstone, ). Hier schreibt sie selbst wie es gemacht wird Es ist äußerst einfach zuzubereiten, allerdings musste ich auch hier wieder einen Kompromiss machen und statt Kabocha Kürbis einen Hokkaido-Kollegen nehmen. Kabocha soll sehr süß schmecken, da kann der Hokkaido nicht ganz mithalten, dennoch schmeckte das Ganze gut, wenn auch zu mild. Es wird ja nur sehr dezent gewürzt.

Später folgte ein grüner Salat mit dem wundervollen Ume Sesame Dressing, das nur aus Umeboshi-Paste und Sesam besteht. Umeboshi gehört auch zu den „magic foods“, das sind salzige, eingelegte Pflaumen bzw. Aprikosen, die das Blut alkalisieren sollen und Erkälrungen vorbeugen. Prima auch gegen Katerstimmung, schreibt Silverstone, denn sie neutralisieren die Säure von Alkohol und auch von Zucker. Meiner Meinung nach sollte man auch Sesam als „magic food“ bezeichnen, denn er enthält extrem viel Vitamin E und Calcium, und kann auch bei Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kupfer und Zink punkten. Das Dressing ist denkbar simpel zuzubereiten, Pürierstab sei dank, und trotz der Einfachheit erstaunlich lecker.


Uneingeschränkt empfehlenswert sind die Fried Udon Noodles (Silverstone 229 – Rezept hier!). Ich nahm Mangold statt Grünkohl (war gerade nicht erhältlich), was nicht wirklich zum Konzept passt, da Mangold zu den Nachtschattengewächsen gehört, aber geschmeckt hat es definitiv😀 (Leider auf dem Foto nicht zu sehen, versteckt sich unter den Nudeln). Mir war nicht klar, warum man so viel süßen Paprika dazu geben soll, bis ich es ausprobierte und die Nudeln diese hübsche Farbe erhielten. Auch wieder ein sehr einfaches Rezept.

Die Candied Ginger Pears (278 – Miss Silverstone stellt das Rezept auch auf ihrer Seite  zur Verfügung) schienen wie eine Herausforderung. Gefüllt und glasiert sind sie wirklich was fürs Auge. Allein wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, Birnen in Obstsaft zu kochen. Die Mandelfüllung ist auch nicht schwierig, man muss nur fleißig rühren beim Anrösten der Mandeln. Für die Glasur nimmt man eigentlich Kuzu, ein japanisches Bindemittel, ich hatte aber Pfeilwurzelstärke im Haus und wie sich herausstellte, ist das auch bestens geeignet. Das Rezept gibts auch in Porters Buch, dort mit einem cremigen Pekannuss-Topping.

Ausblick: Das makrobiotische Wochenende hat mir so gut gefallen, dass ich es wiederholen werde. Noch dazu schien zwar so viel Zeit fürs Kochen drauf zu gehen, aber seltsamerweise habe ich an diesem Wochenende dennoch alles Mögliche noch nebenbei geschafft – ich bin herumgewuselt wie aufgezogen! Dabei habe ich mich die ganze Zeit und bis in die Arbeitswoche hinein wirklich großartig gefühlt. Vielleicht ist ja doch was dran, an der Superhero-Sache… schon allein um herauszufinden, ob aus mir noch Clarkine Kent wird, wird das Experiment so bald wie möglich wiederholt!😀

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

4 Kommentare zu „My Macro-Weekend, Pt. II“

  1. Die Fotos sehen unglaublich toll aus und ich merke, ich habe mir jeweils viel zu wenig Mühe gegeben beim knippsen! Neid, ich will auch so toll kochen und das toll gekochte so toll fotografieren🙂 Das Buch habe ich auch, habe aber noch nicht gross was daraus gemacht da es mir sehr kompliziert erschien. Aber vielleicht muss ich mich doch mal dran wagen, das klingt ja schliesslich alles supertoll!

  2. Die Nudeln sehen wirklich sehr lecker aus, eine wunderschöne Färbung die gut zum Mangold passt🙂
    green cabbage wäre übrigens Weißkraut gewesen😀 Grünkohl ist ‚kale‘. Aber ich denke mal das kann man mit so ziemlich jedem Gemüse machen.
    Ein tolles kulinarisches Wochenende!

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