Mir ist das zu teuer!

Auch eine der ersten Fragen, die ich zu hören bekommen hatte, ist: „Und, wieviel mehr gibst du jetzt für Lebensmittel aus?“. Zu dem Zeitpunkt musste ich eingestehen, dass es definitiv mehr war als vorher. Ich habe aber den Eindruck, dass jede Umstellung am Anfang erstmal mehr kostet, einfach weil man Ersatzprodukte testen will, genau „nach Buch“ kocht, Mengen nicht so gut einschätzen kann und noch nicht genau weiß, wie lange sich welches Gemüse hält und deswegen auch zu viel kauft. Außerdem wollte ich so viel ausprobieren und gerade in der veganen Küche braucht man dann doch ein paar ungewöhnlichere Zutaten. Ich muss hinzufügen, dass ich vorher fast nie kochen wollte, also einen geringen Eigenbestand zu Hause hatte. Jetzt, ein paar Monate später, hat sich die Kostenfrage selbst reguliert. Erstens ist jetzt mein Vorratsschrank umgestellt, zweitens weiß ich ein bißchen besser Bescheid wieviel ich verbrauche und drittens kenne ich jetzt ein paar günstige Bezugsquellen. Was nicht heißt, dass ich mich nicht doch immer mal hinreißen lasse. Früher bin ich nur einmal für die ganze Woche einkaufen gegangen. Das tue ich jetzt auch noch, aber mein Wocheneinkauf hat sich um ein bis zwei Drittel der Kosten reduziert, dafür kaufe ich unter der Woche  frisches Gemüse und Kleinigkeiten nach. Rein monetär betrachtet also kaum ein Unterschied zu vorher.

Die meisten denken, dass vegan teuer ist, weil sie ihren eigenen Speiseplan vor sich sehen und die tierischen Produkte durch durchaus preisintensivere veganen Ersatzprodukte ersetzen. Sowas kaufe ich aber nicht in den Mengen, so wie früher den üblichen Wurstaufschnitt, Käse und so weiter. Ich esse keinen Joghurt mehr, Veggie-Käse gibts nur zum Überbacken, (Reis-)Milch nur im Kaffee, aufs Brot kommt selbstgemachter Aufstrich. Dafür kaufe ich Linsen und Bohnen auch mal in günstigen 750g Dosen, sowie Unmengen an Gemüse und Obst. Und das ist an sich nicht teurer als Fertigprodukte, es sei denn man kauft alles in der Bio-Variante, was ich zwar bei bestimmten Sorten für unerlässlich halte (grüner Salat zum Beispiel) aber nicht bei allen Dingen. Und selbst dann sollte man nur die Augen offen halten, bei Rewe entdeckte ich schon sehr günstige Bio-Angebote, es gibt auch manchmal Reduziertes, das sofort weg muss. Im Bio-Laden sollte man genau schauen, ob der Preis pro Stück, pro 100 Gramm oder pro Kilogramm gemeint ist, da hatte ich schon die ein oder andere Überraschung an der Kasse.

Is A Vegetarian Diet Actually Cheaper? - www.learnevst.com
Is A Vegetarian Diet Actually Cheaper? – http://www.learnevst.com

Natürlich kommt es auch darauf an, wie man vorher eingekauft hat, um einschätzen zu können, ob es vegan teurer wird. Hat man schon zuvor auf Qualität geachtet und auch mal mehr investiert, wird kaum einen Unterschied merken, es wird vielleicht sogar billiger. Wenn man vorher nur von Zwieback und Kantinenessen gelebt hat und prinzipiell auf das Allerbilligste im Supermarkt aus war, wird es sicherlich teurer. Allerdings spart man dann vielleicht ein paar Arztkosten, denn sowas klingt schon ein bißchen nach Mangelernährung😉 Vielleicht hilft es auch, mal darüber nachzudenken, wie viel man in seinem Leben für andere Sachen ausgibt, etwa Klamotten oder technische Spielereien. Und dann im Verhältnis zur Ernährung sehen, etwas, das wir uns dreimal täglich gönnen. In anderen Ländern wird zum Beispiel prozentual viel mehr in Lebensmittel investiert, hierzulande sind es gerade rund 11 Prozent der Konsumausgaben. Das liegt zum Teil natürlich auch an den künstlich durch massive Subventionen niedrig gehaltenen Preise von einigen Lebensmitteln, insbesondere Tierprodukte. Auch ohne sich durch sämtliche Daten der EU-Subventionen und die Querfinanzierung mit Steuergeldern zu kämpfen, kann man sich an allen fünf Fingern abzählen, wie unlogisch es ist, wenn ein Kilo Papika teurer ist als eine Fleischwurst. Denn im Tier sind neben Wasser auch angebaute Pflanzen verschwunden, Fleisch müsste in jeder Form wesentlich teurer sein, als es heutzutage ist.

Ich würde nicht so weit gehen, dass eine vegane Ernährung billiger ist, wie in der obigen Aufstellung impliziert wird. Wie gesagt, hängt das u.a. vom generellen Kaufverhalten ab. Aber sie kann das selbe Preisniveau haben wie die Standard-Ernährung. PETA präsentiert sogar eine Aufstellung für verschiedene Familiengrößen auf Hartz IV – Niveau: Mit Hartz-IV-Regelsätzen vegan genießen. Das wiederum finde ich schwierig: also satt wird man bestimmt, aber ob man in so geringen Preisdimensionen langfristig durchhält, weiß ich nicht. Letztlich muss man ja täglich den Billigverführungen aus dem Supermarkt widerstehen. Das ist für jemanden einfacher, der sich auch mal Fleisch- oder Käseersatzprodukte leisten kann, denke ich. Denn es ist ja nunmal eine tiefgreifende Umstellung, die die bisherige Lebensweise auf einmal in Frage stellt, Traditionen bricht und einen zwingt, gegen alte Gewohnheiten anzukämpfen. Unmöglich ist vegan auf billig nicht, aber es erfordert Kreativität.

Im Vegetarierforum gibt es drei Threads zum Thema, die ich hilfreich finde und euch nicht vorenthalten will:

Nachtrag:

Cara hat mich auf ihr geplantes Projekt zum Thema aufmerksam gemacht. Sie möchte herausfinden, wie teuer vegan nun wirklich ist: Sie will einen Monat lang ihre Ausgaben protokollieren und sucht noch Leute, die mitmachen wollen. Als Referenzgruppe können auch Vegetarier mitmachen. Alle Infos gibts auf ihrem Blog „Think.care.act!“.

***UPDATE 2016*****

@BVL
@BVL

Der BVL hat hier eine Auswertung einer britischen Studie zu dem Thema gemacht, und zwar mit folgenden Ergebnissen:

  • Der Verzicht auf Fleisch ist in jedem Fall mit einer Einsparung an Nahrungsmittelausgaben verbunden.
  • Die größte Einsparung bei veganer Ernährung von ca. 14% wird gemäß der Studie erreicht, wenn die Kalorien aus tierischen Lebensmitteln einfach durch die aus beliebigen pflanzlichen Lebensmittel ersetzt werden (Balken Nr. 4). Dabei wird unterstellt, dass die pflanzlichen Lebensmittel einer omnivoren Ernährung einfach ganz “mechanisch” gleichmäßig erhöht werden, um den Wegfall der tierischen Kalorien zu kompensieren. Dies bedeutet aber, dass bspw. auch mehr Kalorien aus Alkohol, Süssigkeiten oder Süßgetränken konsumiert werden.
  • Wenn Veganer*innen die pflanzlichen Nahrungsmittel “mit Bedacht” aussuchen und nicht wie im Szenario 4 “mechanisch erhöhen”, reduziert sich die Einsparung auf ca. 9% (Balken Nr. 5). Dieses Szenario 5 wird von den Autoren der Studie nur damit beschrieben, dass die wegfallenden Kalorien aus tierischen Lebensmitteln “vernünftig” durch pflanzlichen Kalorien ersetzt werden. Leider fehlen weitere Angaben, wie man sich die Lebensmittelzusammensetzung in diesem Szenario genau vorstellen kann.[1]
  • Die tatsächliche durchschnittliche vegane Ernährung (Balken Nr. 6) ist gemäß dieser Studie immer noch mit einer Einsparung von ca. 5% verbunden. Wahrscheinlich reduziert sich die Einsparung deshalb, da Veganer*innen wie eingangs erwähnt häufiger zu Bio- und Fair-Trade-Produkten greifen. Trotzdem bleibt es dabei: vegane Ernährung ist zumindest in Großbritannien günstiger als omnivore Ernährung.

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

18 Kommentare zu „Mir ist das zu teuer!“

  1. Ja, das mit der Ausprobierei der Fleischimitate stimmt! Und bis jetzt hat nur der vegane Fleischkäse geschmeckt…
    Mit einer ordentlichen Planung lassen sich die Kosten vermutlich noch etwas geringer halten, aber zu einer Planung kann ich mich absolut nicht aufraffen! Ich entscheide bestenfalls am Tag vorher, was gekocht wird.
    Ein zusätzlicher „Benefit“ veganer Lebensmittel ist die längere Haltbarkeit, so ist es meistens kein Problem, die größere Verpackung zu nehmen, das ist oft billiger. Und die je 100 Gramm oder Kilogramm Auspreisung ist sehr verwirrend!
    Food-Kooperativen oder andere Einkaufsgemeinschaften sind übrigens auch eine Möglichkeit, Bioladeneinkäufige etwas zu verbilligen.
    Aber ich finde auch, daß die Meisten auf so viel Schnickschnack verzichten könnten, und sich statt dessen lieber etwas gutes und wichtiges, nämlich ordentliches Essen leisten sollten!

    1. Ah stimmt, Reis und Erbsen etc. halten sich sehr lange, in dem Fall braucht man nur genügend Stauraum. Und mir fällt noch die Biokiste ein, die lohnt sich bestimmt auch preislich.

      1. Nicht nur diese Sachen, Getreide’milch‘ hält länger als Frischmilch, Ersatz’käse‘ hält länger als richtiger Käse, Tofu, Tempeh und Seitan halten sich recht lange.

        Ein Bioladen hier bietet eine Art Einkaufsgemeinschaft an. Für einen Monatsbeitrag von 19 Euro erhält man 20% auf alle Einkäufe. Ab etwa 100 Euro Monatsumsatz im Bioladen lohnt sich das. Ich kaufe sonst in mehreren Bioläden ein, jeder hat halt so seine Spezialisierung, durch dieses System bin ich natürlich auf nur einen fixiert, aber da es dort ein großes Angebot, mit viel Obst&Gemüse gibt, ist das nicht schlimm. Und wahrscheinlich verlagern sich meine wenigen Einkäufe in normalen Geschäften hin zum Bioladen.

  2. Ich hatte ähnliche Gedanken schon öfter im Zusammenhang damit, dass ich einen Großteil meines alltäglichen Bedarfs im Bioladen/-Supermarkt einkaufe. Das scheint manchen Leuten auch unglaublich teuer zu sein, grade für eine Studentin… aber wenn man es genau nimmt, glaube ich nicht, dass ich teurer lebe als viele meiner Mitstudierenden, weil ich ja kein Fleisch (und seit einiger Zeit auch keinen Käse, keine Milch, etc.) kaufe. Klar kommen manchmal andere teure Dinge hinzu, gerade war ich z.B. im großen Stil Nüsse einkaufen, um meinen Speiseplan durch ein paar zusätzliche Nährstoffe zu ergänzen und den nachmittäglichen Kuchen- und Gebäckstückchen im Unicafe etwas von ihrem Reiz zu nehmen.😉 Aber alles in allem glaube ich, wenn man ein bisschen vernünftig plant, kann man als VeganerIn mindestens genauso günstig leben wie als „Durchschnittsmensch“. Viele Sachen werden ja wirklich einfach billiger: Früher hatte ich Milch im Frühstücksmüsli, heute nehme ich Leitungswasser, in dem die Haferflocken ein bisschen vorgequollen sind. Und ich habe nicht das Gefühl, dass mir dadurch etwas fehlt – außer vielleicht den Blähungen, die die Milch verursacht hat.😉

    1. Stimmt, vieles lässt man ja auch einfach komplett sein ohne es zu ersetzen. Und es gibt auch weniger Gelegenheiten zum Snacks kaufen, weil man Bratwurststände, Bäckereien und sonstiges eh ignoriert…

    2. Gerade bei Nüssen lohnt sich Goßeinkauf. Ich habe heute mal geschaut, 2,5 kg Cashewbruch kostet „nur“ noch 45 Euro. Da bezahle ich für normale Qualität, allerdings ganze Nüsse, etwa genau so viel im Vergleich (also etwas unter 9 Euro), wenn ich es im 500 Gramm Beutel kaufe.

  3. Ist ein interessantes Thema. Einen richtigen Kostenvergleich wie Du ihn anführst habe ich bisher noch nie gesehen. Ich hatte auch am Anfang den Eindruck, dass ich mehr ausgebe, und dass sich das irgendwann relativiert hat. Heute denke ich wie Du, dass es eher weniger ist. Und ich gehe seltener auswärts essen. Das würde ich auch öfter machen, aber leider ist das Angebot hier im Rhein-Main-Gebiet nich so erquickend, so dass ich denke, das Geld ist in gute Bio-Lebensmittel besser investiert.
    Ich habe auch schon häufiger Diskussionen geführt, dass es „zu“ teuer ist, sich gesund zu ernähren, gerade für Studenten, einkommensschwache Menschen etc. Und auch das ist in meinen Augen nicht richtig, denn gerade die (pflanzlichen) Grundnahrungsmittel wie Reis, Kartoffeln, Nudeln sind nicht teuer. Teuer ist häufig Fleisch, exotisches Obst und eben Fertigessen.
    Und selbst wenn pflanzliche Ernährung wirklich teurer ist, kann man es auch als Investition in die Zukunft sehen.

  4. Ich bin jetzt mal so unverschämt und mache unter deinem Posting ein bisschen Werbung für mein „kleines Projekt“.
    Ich bin nämlich tatsächlich neugierig wie teuer vegan leben wirklich ist und suche deshalb Leute, die bereit sind einen Monat lang ihre Nahrungsmittelkosten zu protokollieren und würde mich freuen, wenn sich noch einige finden würden, die bereit wären da mitzumachen🙂 http://living-lohas.blogspot.com/2012/01/vegan-ist-extrem-teuer.html
    Falls dir das zu unverschämt ist darfst dus aber auch gerne wieder löschen

    Beste Grüße und danke für deinen Artikel!

  5. Je mehr man bereit ist, selber zu kochen, desto eher geht es auch preiswert! Die Lust dazu zu entwickeln, ist Menschen in stressigen Lebenssituationen aber verständlicherweise oft nicht möglich – das gilt allerdings nicht nur für Hartz4er.

    Schnell, einfach, preiswert – auf der Fertigprodukt-Schiene gibts da auf der veganen Schiene nicht grad viel. Ein BISSCHEN Kompromisse mit „Planen“ muss man schon machen – kann das aber durch geschickte Vorratshaltung befördern. Z.B. einmal ’ne Menge vegane Bolognese kochen, in Gefrierbeuteln portionieren und einfrieren. „Ganz spontan“ geht dann natürlich nur, wenn man sich mit Auftauen per Mikrowelle anfreundet – ansonsten muss man es halt ein paar Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen.

    SOVIEL Aufwand ist das nicht – bzw. was man damit erreicht, ist es wert!

    1. Danke für deinen Kommentar🙂 Mikrowelle mag ich nicht so, aber ich koche auch vor, so muss ich nicht jeden Tag kochen. Obwohl „kochen“ auch übertrieben gesagt ist, wenn man notfalls einfach nur etwas Gemüse mit Reis futtert.

  6. Warum vergesse ich in meinen Kommentaren eigentlich immer die Hälfte!
    Und warum kann man die nicht editieren?
    Also, „Arm, aber bio!“ von Rosa Wolff wollte ich noch erwähnen, leider kein vegan ausgerichtetes Buch, aber es steht doch einiges interessantes drin, und viele Rezepte obendrein. Für 5 Euro irgendwas täglich (das ist der Hartz-4 Satz für Lebensmittel) mit bio-Lebensmitteln kochen geht. Wenn man weiß was man macht und plant!

  7. Der Beitrag ist zwar schon etwas älter aber ich Neuveganer wollte auch noch eine Idee loswerden: Bei uns (Ludwigshafen)gibt es auch sehr günstig Nüsse, Hülsenfrüchte und diverse Getreideprodukte im Türkischen Supermarkt in Kleingröße bis Mega-Familienpack. Da kann man sich gut eindecken ohne sich zu ruinieren. Wir kaufen viel dort ein. Kidneybohnen getrocknet habe ich z.B. von allen „normalen“ Supermärkten nur dort gesehen.

  8. Ich stimme dir in deinen Ansichten grundsätzlich zu. Den Link der PETA mit den Menüs anzuführen ist jedoch ein Witz. Den hat PETA nicht mal selbst durchdacht. Die Mahlzeiten für einen Alleinstehenden ergeben mit 2EL Öl gerade mal 990kcal. Ein paar Monate so oder so ähnlich essen und der klapprige, blasse Klischee-Veganer ist vollendet.
    Ich gebe seit ich vegan bin ungefähr genau so viel Geld aus wie als Vegetarier und Ersatzprodukte (außer Sojamilch- und Joghurt) gibts selten bei mir; und ich bin Studentin habe also nicht Unmengen an Geld. Man muss nur wissen wo man was wann kauft, wie du sagst🙂

  9. Ich hab mich in letzter zeit mit Veganer Ernährung beschäftigt und somit auch mit den Preisen für Veganes leben. Leider ist der Artikel Schwachsinn. Ebenso wie die peta hartz4 Empfehlungen. Ich hab die preise mit den den realen Preisen abgeglichen und es ist schlichtweg falsch. Auch vegane Kosmetika ect ist viel teurer als nicht vegane. Als Studenten mit zwei Kindern ist das schlichtweg unmöglich. Allein das mandelmus, welches in vielen Rezepten enthalten ist kostet 10 Euro pro 250g. Außerdem sind die meisten Mandeln aus Sri Lanka. Das Land ist seit Jahren kaputt, Monokultur usw. Das entspricht nicht einer vegane Lebensweise, es sei denn diese steht nur für Tierfreundlichkeit nicht für menschenfreundlichkeit. Genauso viele andere exotische vegane Produkte. Die langen Transportwege sind außerdem alles andere als umweltschonend. Vegane Ernährung ist für die besserverdienenden dieser Gesellschaft vorgesehen und hat nichts mit Natürlichkeit und menschenfreundlichkeit zu tun. Es ist nur ein weiterer versuch den Kapitalismus am leben zu halten.

    1. Hallo Yolanda, ich habe über deinen Kommentar lange nachgedacht. Schwachsinn ist es sicher nicht. Es ist so gemeint: ersetzt man zum Beispiel das, was bei einem Omni normal auf den Tisch kommt, etwa Stulle mit Käse oder Schinken, einfach durch Ersazprodukte ist es sowohl ungesund als auch teuer. Aber auf vegan umzustellen bedeutet eben eine richtige Umstellung, also nicht ersetzen sondern Neues bzw. bisher selten Genutztes verwenden, bestimmte einfache Grundnahrunsgmittel sind in ihrer schlichten Form nicht teuer (etwa Tellerlinsen, Nudeln, Gemüse), als weiterverarbeitetes Produkt jedoch durchaus. Mit „Mandelmus, das in vielen Rezepten vorhanden ist“ scheinst du offenbar Attila Hildmanns Rezepte zu meinen, der ist ein wahrer Fan desselben. Aber der ist nicht der Maßstab. Gerade die Verwendung solcher hochpreisigen Produkte in hohem Maße wird oft (auch von mir) kritisiert. Kein Wunder, dass Leute denken, Veganertum geht mit exotischen Produkten einher, dabei sind Spaghetti mit Tomatensoße oder auch viele andere Gerichte kein bißchen exotisch. Ja, vegane Kosmetika ist zum Teil teurer. Vielelicht sollte mans ich aber fragen, warum die an Tieren getestete so viel billiger ist (billige Inhalststoffe die nicht unbedingt gesund sein müssen) ud ob der Preis, dass dafür Tiere gequält wurden, nicht höher ist. Und ja, gerade wenn man Bio kauft, ist es ebenfalls teurer. Will man die Sache mit Anspruch betreiben, ist es durchaus eben teurer als das, was wir Deutschen für Essen ausgeben wollen bzw auszugeben gewöhnt sind (in anderen Ländern ist das oft anders). Man kann Veganismus so, oder so betreiben. Es ist aber durchaus möglich, wenn auch schwieriger, zugegeben, in ziemlich tier-und menschenfreundlich zu betreiben.Dass Unternehmen natürlich auf den veganen Trend aufspringen und für sich nutzen, ist eine andere Frage. Wie auch immer, wenn ihr es als Studenten mit zwei Kindern zu teuer findet, dann ist es eben so. Es bleiben immernoch genügend Möglichkeiten, etwas für Tiere und Menschen zu tun und die für euch möglich sind, wenn ihr möchtet.🙂

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