Green Smoothies

Das ist die einfachste und leckerste Art, mehr Grünzeug in seinen Speiseplan zu integrieren. Green Smoothies schmecken genauso gut wie ihre bunten Varianten, nur dass sie noch einen dicken Extra-Bonus haben: grünes Blattgemüse. Feldsalat, Kopfsalat, Mangold, Spinat, Rucola, Romana-Salat & Co. sind nämlich randvoll mit supergesunden Nährstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Folsäure, Vitamin K, Vitamin A, Vitamin C und essentielle Aminosäuren, Ballaststoffe und vielem mehr ( Details hier!). Selbst das Chlorophyll (das Grüne) soll antibakteriell und reinigend wirken und den Körper beim Abbau von chemikalischen Giften wie Pflanzenschutzmitteln und Abgasen unterstützen. Zumindest hilft es gegen Mund- und Körpergeruch. Es gibt ja auch zum Beispiel Chlorophyll-Tabletten gegen Mundgeruch. Vielleicht kommt daher das Gerücht, dass Veggies nicht schwitzen?😀 Sie schwitzen schon, stinken nur nicht.

Protein-Junkies sollten es auch mögen, denn das Grünzeug hat eine günstige Zusammensetzung und enthält mehr Eiweiß als Kohlenhydrate! Tatsache! (So weit ich das überblicke, ist das wohl bei den meisten Gemüsesorten so, die nicht stärkehaltig sind). Als ich anfing, Smoothies zu meiner (damals noch „normalen“) Essensweise hinzuzufügen, merkte ich den Nährstoff-Boost umgehend. Irgendwie war ich wacher und hatte im Bauch so ein komisches gutes Gefühl. Na gut, das sollte jeder für sich herausfinden.😀

Also wie macht man einen Green Smoothie? Hilfreich ist ein geeignetes Küchengerät, ich legte mir einen Standmixer zu. Ich hatte zwar schon einen Pürierstab, aber das ist wirklich eher umständlich, der eignet sich viel besser für Suppen und Aufstrich etc. Im Netz ist immer wieder vom „Vitamix“ die Rede, aber der kostet ein paar Hundert Euro. Und will man so viel investieren wenn man noch nicht weiß, ob das Ding nicht doch irgendwann im dunklen Küchenschrank sein Dasein fristet? Ich bin hingegen äußerst zufrieden mit meinem Russell Hobbes für knapp 40 Euro, natürlich traue ich ihm keine Eiswürfel zu auch wenn das laut Anleitung auch möglich wäre. Aber für meine Smoothies und Dressings ist er vollkommen ausreichend, lässt sich leicht reinigen und sieht prima aus. Er steht gut sichtbar in meiner winzigen Küche und hat jeden Tag was zu tun.🙂

Für Green Smoothies gibt’s natürlich Unmengen Rezepte, allen voran von der Königin der Green Smoothies Victoria Boutenko, ihres Zeichens Buchautorin zu diesem Thema. Meiner Meinung nach braucht man aber kein Buch dafür zu kaufen, wenn man das Grundprinzip erstmal kapiert hat. Ein Green Smoothie enthält im Prinzip immer die gleichen drei Zutaten: Blattgemüse, Obst und etwas Wasser. Das ist das ganze Geheimnis. Nun kann man auch Kräuter oder Wildwachsendes ergänzen und experimentieren wie man lustig ist (dann empfiehlt sich vielleicht doch eine Anleitung ;)) Mitunter verstecken sich die Nährstoffe nämlich gar nicht da wo man sie vermutet, so hat etwa das Grün von roter Beete mehr Nährstoffe als die Knolle selbst:

© http://www.gesundhoch10.de

Viele gute Rezepte finden sich auf dieser hübschen Seite. Wie man sieht, werden gern unterschiedliche Obstsorten zum Salat gemischt. Ich bin allerdings ein alter Geizhals und nehme für gewöhnlich genau eine Frucht und genau eine Salatsorte – aus die Maus. Besonders geeignet für Anfänger ist die Kombi von einer Banane mit einer milden Sorte wie dem Herzen eines Romana-Salats oder etwas Eisbergsalat. Ein Apfel macht sich auch wunderbar und ganz fantastisch sind zum Beispiel Mangos! Pflaumen gehen meiner Meinung nach allerdings überhaupt nicht. Kinder lassen sich von süßen Smoothies überzeugen (z.B. „Lachender Gorilla“ – ½ Kopf Römersalat, 2 reife Bananen, 2 Orangen, geschält und ohne Kerne, 1 Mango, 2 Tassen Wasser). Man kann den Smoothie einfach in ein undurchsichtiges Behältnis geben. Erstens ist die Farbe dann nicht mehr so abschreckend für die Mäkeligen (grün = gesund = iiih!) und zweitens stiehlt die Sonne dann die Vitamine nicht weg. Wer etwas ausgereiftere Geschmacksknospen besitzt, wird sich schnell von herberen Sorten begeistern lassen. Ich konnte mir Spinat nicht im Smoothie vorstellen, aber einmal probiert und ich war vollkommen von den Socken. So cremig! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Experimentieren!😀

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

5 Kommentare zu „Green Smoothies“

  1. Smoothies laufen mir in der letzten Zeit im Inet irgendwie immer wieder über den Weg.
    Kommt auf meinen To Do Zettel um mal nachzulesen wie wo was genau und ob ich da auch mitmach🙂

  2. Hallo,

    Auch ich als Omnivore (Fleischesser klingt immer so, als würden wir nichts anderes in uns hereinstopfen) mache mir sehr gern so einen green smoothie als Abendessen. Bei den „Rezepten“ bin ich da genauso wie du: 1 Frucht, 1 Grünzeug, meist noch ½ Banane weil es dann schön cremig wird.

    Eine Proteinbombe sind diese Shakes aber ganz sicher nicht. Stimmt, Feldsalat z.B. hat >50% seiner Kalorien als Protein, aber wie viel Kalorien hat Salat? 100g haben dann ca. 2g Protein, und 100g Salat ist ein ganz schöner Haufen. Mehr als i.d.R. bei mir in den Shake kommt. Daher hole ich mir mein Protein doch auf anderem Weg.

    1. Nee, Proteinbombe nicht, ich meinte nur das Verhältnis Kohlenhydrate und Protein, da ich viele Leute kenne, die Kohlenhydrate meiden wollen. Natürlich relativiert sich auch das wieder, wenn man eine Banane hinzufügt….

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s