Skinny Bitch – Rory Freedman

Als Diätrategber getarntes Büchlein, das einem mit sehr direkter Ansprache eine Abkürzung zur veganen Ernährung bietet. Das Prinzip ist einfach: Wenn du Müll in dich hineinschaufelst, kommt auch Müll dabei heraus, also Übergewicht und Krankheiten. Es räumt im Schnelldurchlauf mit den Mythen über Kohlenhydrate, Koffein, Zucker und Protein auf und erklärt warum wir alle süchtig nach Käse sind. Was in Fleisch aus Massentierhaltung wirklich alles drin ist und ein paar sehr drastische Beispiele, wie Tiere in dieser unwürdigen Produktionsmaschinerie behandelt werden, schlägt einem wie eine Ohrfeige entgegen.

Die Funktionen der wichtigsten Vitamine finden genauso ihren Platz wie eine Liste verschiedene Inhaltsstoffe und was sich hinter ihren exotischen Namen verbirgt. Eine kleine spirituelle Gehirnwäsche  („You are what you think“) erläutert Kraft der positiven Gedanken. Der eigene Kopf ist zum Denken zu benutzen und natürlich muss immer brav die Zutatenliste auf den Produkten studiert werden, da Rezepturen auch gern mal geändert werden.

Mir gefiel die deutliche Sprache gut, auch wenn sich manchmal etwas derb ist. Wer nicht gerne liest, findet hier eine kurze Zusammenfassung der Gründe, sich von tierischen Produkten zu verabschieden. Und die gehen weit über den eigenen Taillenumfang hinaus. Es geht also nicht darum, eine „dürre Zicke“ zu werden, wie der Buchtitel suggeriert. Zudem sind nicht alle Veganer dünn. Aber es gibt im Buch auch einen beispielhaften Speiseplan für einen Monat mit viel Obst und Gemüse, die Richtung wird also gezeigt. Die Kürze des Buches hat den Nachteil, dass einem die Fakten einfach vor den Latz geknallt werden und kein Platz für Erklärungen ist, was es womöglich weniger überzeugend auf Normalesser wirken lässt. Es wird aber mit Quellenangaben gearbeitet und jeder Interessierte kann sich durch die Verweise und Links im Anhang graben.

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

6 Kommentare zu „Skinny Bitch – Rory Freedman“

  1. Ich hab das Buch vor einigen Monaten auch gelesen und empfand es als kurzweilige Abwechslung, das einfach eine ganz andere Zielgruppe anspricht als z.B. Eating Animals. Leider wurden gerade im hinteren Teil des Buchs doch sehr viele Fertiggerichte aufgeführt, was mir wiederum nicht so gut gefiel. Aber es hat schon seinen wahren Kern🙂

      1. Hm vermutlich schon eine Wiederholung, aber das Buch muss ziemlich stark wirken, war wohl für einige der Auslöser, vegan zu werden oder zumindest vegetarisch.

      2. Für mich war es auch ein Mit-Auslöser. Eventuell erfährst Du nicht wirklich etwas Neues, aber es lohnt sich auf jeden Fall, weil Foer aus einer anderen Perspektive schreibt, und einfach sehr gut schreiben kann. Und gerade einige Fakten zur Umwelt (tierische Hinterlassenschaften etc.) haben mich schon sehr erschüttert.

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