Aber ich mag/vertrage kein Grünzeug/Hülsenfrüchte!

Ich mag kein Grünzeug!

Kann ich verstehen. An Eisbergsalat komme ich heute noch nicht wieder ran. Das war früher die einzige Salatsorte, die ich überhaupt mochte. Bei mir kam der Durchbruch zum Grünzeug über meine Lektüre. Als ich erfuhr, wie viele Enzyme, Mikronährstoffe, sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien, und Proteine (ja!!) da drin sind und dies genau das ist, was mein Körper vermutlich die ganze Zeit so vermisst hat, kam der Salat von ganz allein. Green Smoothies folgten schnell, denn das ist eine echt leckere und einfache Art, viel Buntes zu konsumieren. Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, ist die beste Art um in den Genuss all der guten Nährstoffe zu kommen. Vitaminpillen sind leider kein Ersatz. Oft sind sie wirkungslos oder sogar schädlich, sie können sogar das Leben verkürzen und sollten nur sehr bewusst in sinnvollen Kombinationen verabreicht werden und nicht als A-Z Rundumschlag. Denn neben den Vitaminen braucht es noch andere Stoffe, um die gewünschte positive Wirkung zu erzielen und vom Körper aufgenommen zu werden. Es ist ein Zusammenspiel von Inhaltsstoffen, nicht die Wirkung eines einzelnen. Nur ein Teil der etwa 10.000 verschiedenen Stoffe in Lebensmitteln ist bekannt, über ihre gegenseitigen Wechselwirkungen weiß man noch viel weniger.  Und die sind fast immer nur in der natürlichen Form zu haben, in einer Tablette kann dies nicht reproduziert werden, auch wenn es gern versucht wird.

Eine besonders gute Nachricht ist: Lässt man sich erstmal darauf ein, wird man stetig überrascht von neuen Geschmacksrichtungen. Es gibt sooo viele Salatsorten. Ich hatte schon welche, die ich einfach nur roh verdrücken wollte, weil sie so lecker waren. Oder Spinat, frischgepflückt, als Smoothie – wow! Ich hab sogar den Eindruck, die Geschmacksknospen verfeinern sich, seitdem ich Fertigprodukte, Zucker und Glutamat etc. meide. Auch mein Appetit auf Süßes ist stark zurückgegangen.

Ich vertrage den Kram nicht!

Natürlich nicht! Der Magen-Darm-Apparat eines Normalessers ist so viele Ballaststoffe, wie sie in Grünzeug und Hülsenfrüchten stecken, meist nicht gewöhnt. Er kennt vor allem Pizza und Brot aus Weißmehl, Fleisch, Eier und Milchprodukte und bewegt sich nur dann, wenn er unbedingt muss. Das ist der beste Weg, krank zu werden! Denn Ballaststoffe helfen, schädliche Stoffe aus dem Körper zu befördern. Sie regulieren den Blutzucker – und Cholesterinspiegel und sorgen u.a. für das Sättigungsgefühl. Sie beugen Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Dickdarmkrebs vor. Und nein, es funktioniert auch hier leider nicht, einfach Ballaststoffpillen oder Zusätze zu verwenden. Das kann zu Klumpen im Magen und Darmbereich führen oder zu Schlimmeren.

Die Verdauung beginnt übrigens im Mund. Also kauen, kauen, kauen! 30 mal wär gut, 50 Mal hohe Schule. Mehr kauen bedeutet auch, dass mehr Nährstoffe aufgenommen werden können – man ist schneller satt!

Gewöhnung ist alles. Man sollte der Sache ein paar  Wochen Zeit geben. Vielleicht nach und nach die vollwertigen Nahrungsmittel ergänzen. Wenn es sich um ein Krankheitsbild handelt, muss man natürlich seinen Doc fragen. Aber grade bei Reizdarm helfen Ballaststoffe. Was nicht weiter verwunderlich ist, da er oft durch einen Mangel an denselben ensteht.

Und für Hülsenfrüchte gibts ein paar Tricks: Vor dem Kochen ein paar Stunden einweichen, das Wasser dann wegschütten. Dann mit einem Lorbeerblatt kochen (ich tu sicherheitshalber noch Bohnenkraut dazu, ein Schuss Essig soll auch helfen) und beim Kochen den sich bildenden Schaum abschöpfen (ich schütte sicherheitshalber auch das Kochwasser weg…Geduld ist nicht so meins😉. Auf diese Art sind Erbsen, Bohnen, Linsen etc. verträglicher. (Tipp habe ich aus diesem Buch)

Mein Geheimtipp ist der „Kanne Brottrunk“, der enthält Milchsäurebakterien, sog. Probiotika, hauptsächlich Lactobazillen (Joghurt braucht also kein Mensch), und andere tolle Sachen. Einfach großartig gegen Katerstimmung🙂 Soll aber sogar gegen Allergien helfen.

Autor: Jea

// Leipzig, Germany // vegan // forming digital mindscapes //

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