Kürbis

Die Anfangstage meines Veggie-Experiments: Ich befand mich im Wohnzimmer und ärgerte mich über einen extrem verführerischen Duft, der durchs geöffnete Fenster hereindrang. Ich konnte nicht genau sagen, was es war, nur, dass jemand kochte. Ich war ein bißchen sauer, weil ich mich gerade auf vegan umstellte und nicht mit anderen duftenden Leckereien konfrontiert werden wollte.  Nun, es war ein Geruch, der aus meiner Küche kam, wie ich später feststellte. Es war der Kürbis auf der Herdplatte. Und noch nicht einmal gewürzt. Unfassbar. (Nur leider schon etwas angebrannt weil ich ihn zu lange unbeobachtet gelassen hatte :D )
So lecker! Kürbissuppe, Brotaufstrich aus Kürbis, im Smoothie – ein absoluter Traum und backen kann man ihn auch! Zuerst lernte ich den Hokkaido kennen, aber es gibt noch so viele andere Sorten.

Gebackener Kürbis mit Azuki-Bohnen

Spontankauf Spaghettikürbis: Nach Hause geholt, ohne vorher im Netz zu schauen. Im Nachhinein stellte ich nämlich fest, dass die Zubereitung nicht ganz so einfach ist. Ich musste ganz schön suchen um dieses simple Rezept aufzutreiben: Aufschneiden (quer, nicht längs, sonst zerschneidet man die typischen “Spaghetti”), mit Knoblauch und Öl bestreichen und ab in den Ofen damit. Es war lecker, aber an den Hokkaido kommt er nicht heran. Die “Spaghettis” haben sich auch nicht so richtig gepellt, vielleicht war ich zu ungeduldig. Wer mit dem Spaghettikürbis experimentieren will, kann ja mal dieses Salat-Rezept ersuchen oder diese farbenfrohe Zusammenstellung namens Neptuns Spaghettikürbis”.

Hokkaido, Spaghetti- und Butternut-Kürbis (v.l.n.r.)

Der Butternut-Kürbis ist besonders zart und süßlich im Geschmack und wird meist für Suppen verwendet. Kürbissuppe mit einer Knoblauchzehen und frischen Zwiebeln ist ohnehin mein Geheimrezept bei Erkältung und hat die klassische Hühnersuppe bestens ersetzt – wenn nicht sogar in der Wirkung übertroffen. Knoblauch und Zwiebeln wirken antibakteriell und stimulieren das Immunsystem. Zwiebeln enthalten elf Mal so viel Vitamin C wie eine Zitrone! Und eine Gemüsesuppe belastet den Körper nicht, also insgesamt macht es Sinn, dass es hilft, oder? :)

Kürbissuppe – meine Geheimwaffe bei anstehender Erkältung

Rezepte mit Kürbis:

- Gebackener Kürbis mit veganen Spaghetti al pesto – auf vegan-sein.de
- Taj Mahal Kürbis-Kichererbsencurry auf eat-this.org
- Kürbiskuchen - bei Aber bitte mit Sojamilch!
- Hokkaido-Kürbis-Wedges mit Sesamdip auf küchenzettelblock
- Selbstgemachte Kürbis-Gnocchi – auf Veganitäten
- Kürbis-Kokos-Suppe – auf Vegan und vegetarisch abnehmen

Green Smoothies

Das ist die einfachste und leckerste Art, mehr Grünzeug in seinen Speiseplan zu integrieren. Green Smoothies schmecken genauso gut wie ihre bunten Varianten, nur dass sie noch einen dicken Extra-Bonus haben: grünes Blattgemüse. Feldsalat, Kopfsalat, Mangold, Spinat, Rucola, Romana-Salat & Co. sind nämlich randvoll mit supergesunden Nährstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Folsäure, Vitamin K, Vitamin A, Vitamin C und essentielle Aminosäuren, Ballaststoffe und vielem mehr ( Details hier!). Selbst das Chlorophyll (das Grüne) soll antibakteriell und reinigend wirken und den Körper beim Abbau von chemikalischen Giften wie Pflanzenschutzmitteln und Abgasen unterstützen. Zumindest hilft es gegen Mund- und Körpergeruch. Es gibt ja auch zum Beispiel Chlorophyll-Tabletten gegen Mundgeruch. Vielleicht kommt daher das Gerücht, dass Veggies nicht schwitzen? :D Sie schwitzen schon, stinken nur nicht.

Protein-Junkies sollten es auch mögen, denn das Grünzeug hat eine günstige Zusammensetzung und enthält mehr Eiweiß als Kohlenhydrate! Tatsache! (So weit ich das überblicke, ist das wohl bei den meisten Gemüsesorten so, die nicht stärkehaltig sind). Als ich anfing, Smoothies zu meiner (damals noch “normalen”) Essensweise hinzuzufügen, merkte ich den Nährstoff-Boost umgehend. Irgendwie war ich wacher und hatte im Bauch so ein komisches gutes Gefühl. Na gut, das sollte jeder für sich herausfinden. :D

Also wie macht man einen Green Smoothie? Hilfreich ist ein geeignetes Küchengerät, ich legte mir einen Standmixer zu. Ich hatte zwar schon einen Pürierstab, aber das ist wirklich eher umständlich, der eignet sich viel besser für Suppen und Aufstrich etc. Im Netz ist immer wieder vom “Vitamix” die Rede, aber der kostet ein paar Hundert Euro. Und will man so viel investieren wenn man noch nicht weiß, ob das Ding nicht doch irgendwann im dunklen Küchenschrank sein Dasein fristet? Ich bin hingegen äußerst zufrieden mit meinem Russell Hobbes für knapp 40 Euro, natürlich traue ich ihm keine Eiswürfel zu auch wenn das laut Anleitung auch möglich wäre. Aber für meine Smoothies und Dressings ist er vollkommen ausreichend, lässt sich leicht reinigen und sieht prima aus. Er steht gut sichtbar in meiner winzigen Küche und hat jeden Tag was zu tun. :)

Für Green Smoothies gibt’s natürlich Unmengen Rezepte, allen voran von der Königin der Green Smoothies Victoria Boutenko, ihres Zeichens Buchautorin zu diesem Thema. Meiner Meinung nach braucht man aber kein Buch dafür zu kaufen, wenn man das Grundprinzip erstmal kapiert hat. Ein Green Smoothie enthält im Prinzip immer die gleichen drei Zutaten: Blattgemüse, Obst und etwas Wasser. Das ist das ganze Geheimnis. Nun kann man auch Kräuter oder Wildwachsendes ergänzen und experimentieren wie man lustig ist (dann empfiehlt sich vielleicht doch eine Anleitung ;) ) Mitunter verstecken sich die Nährstoffe nämlich gar nicht da wo man sie vermutet, so hat etwa das Grün von roter Beete mehr Nährstoffe als die Knolle selbst:

Viele gute Rezepte finden sich auf dieser hübschen Seite. Wie man sieht, werden gern unterschiedliche Obstsorten zum Salat gemischt. Ich bin allerdings ein alter Geizhals und nehme für gewöhnlich genau eine Frucht und genau eine Salatsorte – aus die Maus. Besonders geeignet für Anfänger ist die Kombi von einer Banane mit einer milden Sorte wie dem Herzen eines Romana-Salats oder etwas Eisbergsalat. Ein Apfel macht sich auch wunderbar und ganz fantastisch sind zum Beispiel Mangos! Pflaumen gehen meiner Meinung nach allerdings überhaupt nicht. Kinder lassen sich von süßen Smoothies überzeugen (z.B. “Lachender Gorilla” – ½ Kopf Römersalat, 2 reife Bananen, 2 Orangen, geschält und ohne Kerne, 1 Mango, 2 Tassen Wasser). Man kann den Smoothie einfach in ein undurchsichtiges Behältnis geben. Erstens ist die Farbe dann nicht mehr so abschreckend für die Mäkeligen (grün = gesund = iiih!) und zweitens stiehlt die Sonne dann die Vitamine nicht weg. Wer etwas ausgereiftere Geschmacksknospen besitzt, wird sich schnell von herberen Sorten begeistern lassen. Ich konnte mir Spinat nicht im Smoothie vorstellen, aber einmal probiert und ich war vollkommen von den Socken. So cremig! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Experimentieren! :D

Kochbücher

Kochbücher sind bei mir total verschenkt. Ich koche nie nach Rezept! Nein, eigentlich koche ich gar nicht! Zumindest bisher.

Wenn man auf vegan umstellt, macht man automatisch ziemlich viel selbst. Und damit es mir nicht langweilig wird und ich immer ein paar Rezepte griffbereit habe (auch analog ;) ), besorgte ich mir diese zwei Büchlein. Gebraucht zwar, sie sind aber beide auch neu sehr günstig zu haben.

Falls ich noch mehr Kochbücher erstehe, werde ich diesen Artikel updaten. Also immer mal vorbeischauen! :)

Oh ich habe gerade diese wundervolle Liste von veganen Kochbüchern gefunden! Das ist einfacher, als sich durch Amazon zu klicken.

Breischreibung

Einfache Rezepte ohne komplizierte Zutaten,  die Basics sind auch drin (wie vegane Mayo oder Hefeschmelz), dazu ein paar Infos.  Neben Hauptgerichten und Aufstrich finden sich hier auch Desserts, Kuchen & Muffins zum Selbermachen – mit Zeitangaben und Schwierigkeitsgrad. Das Ringbuchformat ist sehr praktisch, weil die Seiten bequem offen bleiben. Die Fotos der Gerichte sind nicht ganz so gelungen.

Ein kleines, feines Büchlein, das erstaunlich viele Bereiche abdeckt. – 150 Rezepte sind hier drin! Allerdings ohne Fotos. Probiert hab ich hieraus noch nicht so viel. So bald ich mehr weiß, update ich das hier! :)

Bananen-Pfannkuchen

Ich entdeckte dieses superleichte Rezept bei Kirschbiene und kredenzte mir zum Sonnabend morgen dieses wundervolle Gericht, das nicht nur superlecker, sondern auch sehr einfach und schnell zuzubereiten ist. Ich war bis zum Abend nicht mehr hungrig!

Was man dafür braucht: 100 g Vollkornmehl, 100 ml Sojamilch, 1 gestrichenen TL Backpulver, 1 Banane, 2 EL Zucker, etwas Salz und Öl.

Mehl und Backpulver zusammenrühren, Banane mit einer Gabel zerquetschen und mit der Hälfte der Milch mischen. Dann beides mischen und die restliche Milch dazugeben. Zucker und Salz zugeben. Ab in die Pfanne!