Dips und Soßen

Nee, hier gehts nicht um dieses Maggi-Zeugs! Es geht auch ohne Fertigkram lecker und einfach wie ich gemerkt habe. Mein bisheriger Favorit: Blumenkohlsoße! Kochtopf auf, Blumenkohlröschen rein, Wasser und Salz dazu und weichkochen. Dann pürieren, etwas Reis-Cuisine, 1 TL Margarine und/oder Milchalternativen dazu, mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen und nochmal erhitzen, fertig. Ein Träumchen! Das ist in etwa die tierfreie Version von diesem Rezept bei Kochmeister.de.

Auch aus Kohlrabi lässt sich eine Soße zaubern. In der “Vegan Corner” habe ich ein Kohlrabisauce - Rezept entdeckt: Dafür etwas Zwiebel und die zerkleinerte Kohlrabi kurz anbraten, mit Gemüsebrühe auffüllen und weichkochen. Dann mit Salz, Pfeffer, Muskat, etwas  Reissirup (oder anderem Süßen) und Zitronensaft würzen und pürieren. Zur Verfeinerung kann man Cashew-Mus hinzufügen, empfieht die Blog-Autorin :)

Schön grün und offenbar ziemlich beliebt bei Kindern ist die Erbsensauce, die auch in der “Vegan Corner” zu finden ist: Nachdem Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl kurz glasig gedünstet wurden, gart man die Erbsen mit Milch-und Sahnealternativen, Gemüsebrühe und etwas Sirup die Erbsen, dann wird alles püriert und aufgewärmt. Das ist auch superschnell gemacht.

Guacamole, ein mexikanischer Avocado-Dip, ist von sich aus schon rein pflanzlich und sehr simpel. Dazu schält und püriert man eine weiche Avocado, fügt etwas Zitronensaft und eine kleinerte Tomate sowie etwas Zwiebel und Knoblauch hinzu und schmeckt mit Salz und Pfeffer und etwas Chili (ich hab Sambal Oelek genommen) alles ab.

Ebenfalls von Haus aus schon pflanzlich ist natürlich Tomatensoße, wie konnte ich die nur vergessen? :D   Dafür braucht man kein Rezept, stimmts? Oder doch? Bei hab-hunger-muss-essen.de gibts zwei exzellente Anleitungen!

Green Smoothies

Das ist die einfachste und leckerste Art, mehr Grünzeug in seinen Speiseplan zu integrieren. Green Smoothies schmecken genauso gut wie ihre bunten Varianten, nur dass sie noch einen dicken Extra-Bonus haben: grünes Blattgemüse. Feldsalat, Kopfsalat, Mangold, Spinat, Rucola, Romana-Salat & Co. sind nämlich randvoll mit supergesunden Nährstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Folsäure, Vitamin K, Vitamin A, Vitamin C und essentielle Aminosäuren, Ballaststoffe und vielem mehr ( Details hier!). Selbst das Chlorophyll (das Grüne) soll antibakteriell und reinigend wirken und den Körper beim Abbau von chemikalischen Giften wie Pflanzenschutzmitteln und Abgasen unterstützen. Zumindest hilft es gegen Mund- und Körpergeruch. Es gibt ja auch zum Beispiel Chlorophyll-Tabletten gegen Mundgeruch. Vielleicht kommt daher das Gerücht, dass Veggies nicht schwitzen? :D Sie schwitzen schon, stinken nur nicht.

Protein-Junkies sollten es auch mögen, denn das Grünzeug hat eine günstige Zusammensetzung und enthält mehr Eiweiß als Kohlenhydrate! Tatsache! (So weit ich das überblicke, ist das wohl bei den meisten Gemüsesorten so, die nicht stärkehaltig sind). Als ich anfing, Smoothies zu meiner (damals noch “normalen”) Essensweise hinzuzufügen, merkte ich den Nährstoff-Boost umgehend. Irgendwie war ich wacher und hatte im Bauch so ein komisches gutes Gefühl. Na gut, das sollte jeder für sich herausfinden. :D

Also wie macht man einen Green Smoothie? Hilfreich ist ein geeignetes Küchengerät, ich legte mir einen Standmixer zu. Ich hatte zwar schon einen Pürierstab, aber das ist wirklich eher umständlich, der eignet sich viel besser für Suppen und Aufstrich etc. Im Netz ist immer wieder vom “Vitamix” die Rede, aber der kostet ein paar Hundert Euro. Und will man so viel investieren wenn man noch nicht weiß, ob das Ding nicht doch irgendwann im dunklen Küchenschrank sein Dasein fristet? Ich bin hingegen äußerst zufrieden mit meinem Russell Hobbes für knapp 40 Euro, natürlich traue ich ihm keine Eiswürfel zu auch wenn das laut Anleitung auch möglich wäre. Aber für meine Smoothies und Dressings ist er vollkommen ausreichend, lässt sich leicht reinigen und sieht prima aus. Er steht gut sichtbar in meiner winzigen Küche und hat jeden Tag was zu tun. :)

Für Green Smoothies gibt’s natürlich Unmengen Rezepte, allen voran von der Königin der Green Smoothies Victoria Boutenko, ihres Zeichens Buchautorin zu diesem Thema. Meiner Meinung nach braucht man aber kein Buch dafür zu kaufen, wenn man das Grundprinzip erstmal kapiert hat. Ein Green Smoothie enthält im Prinzip immer die gleichen drei Zutaten: Blattgemüse, Obst und etwas Wasser. Das ist das ganze Geheimnis. Nun kann man auch Kräuter oder Wildwachsendes ergänzen und experimentieren wie man lustig ist (dann empfiehlt sich vielleicht doch eine Anleitung ;) ) Mitunter verstecken sich die Nährstoffe nämlich gar nicht da wo man sie vermutet, so hat etwa das Grün von roter Beete mehr Nährstoffe als die Knolle selbst:

Viele gute Rezepte finden sich auf dieser hübschen Seite. Wie man sieht, werden gern unterschiedliche Obstsorten zum Salat gemischt. Ich bin allerdings ein alter Geizhals und nehme für gewöhnlich genau eine Frucht und genau eine Salatsorte – aus die Maus. Besonders geeignet für Anfänger ist die Kombi von einer Banane mit einer milden Sorte wie dem Herzen eines Romana-Salats oder etwas Eisbergsalat. Ein Apfel macht sich auch wunderbar und ganz fantastisch sind zum Beispiel Mangos! Pflaumen gehen meiner Meinung nach allerdings überhaupt nicht. Kinder lassen sich von süßen Smoothies überzeugen (z.B. “Lachender Gorilla” – ½ Kopf Römersalat, 2 reife Bananen, 2 Orangen, geschält und ohne Kerne, 1 Mango, 2 Tassen Wasser). Man kann den Smoothie einfach in ein undurchsichtiges Behältnis geben. Erstens ist die Farbe dann nicht mehr so abschreckend für die Mäkeligen (grün = gesund = iiih!) und zweitens stiehlt die Sonne dann die Vitamine nicht weg. Wer etwas ausgereiftere Geschmacksknospen besitzt, wird sich schnell von herberen Sorten begeistern lassen. Ich konnte mir Spinat nicht im Smoothie vorstellen, aber einmal probiert und ich war vollkommen von den Socken. So cremig! In diesem Sinne: Viel Spaß beim Experimentieren! :D

Speiseplan für Pflanzenfresser

Was denn so auf der alltäglichen Speisekarte stehen könnte, wenn man ganz auf pflanzliche Produkte umsteigt, habe ich jetzt in meinem “Speiseplan” (verlinkt im Hauptmenü) zusammengetragen. Die Idee kam mir eines Sonntagmorgens beim Aufwachen, als ich mir Frühstück ans Bett wünschte :D

Um dem Klischee auch gerecht zu werden, beginne ich jeweils mit der „Kaninchenfutter“-Option für alle, die es schnell, einfach und besonders gesund mögen. Das ist das, was ich mir meistens zubereite. Man hat ja noch andere Sachen zu tun ;) Mit der Normalesser-Option sind Standard-Gerichte gemeint – als vegane Version. Vieles lässt sich problemlos “veganisieren”. Die Festtags-Option steht für gemütliche Sonntage oder Familienfeiern, hier müssen es dann unbedingt Klöße mit Rotkraut und Seitan-Ente sein.

Verlinkt sind tolle Rezepte, die ich bei kreativen Bloggern oder Webseiten-Inhabern gefunden habe. Ich werde das immer mal erweitern, sobald ich wieder auf großartige Ideen stoße oder einen Tipp von euch erhalte. ;)

1-2-3-Streich!

Auch als Veggie will man was auf dem Brot haben! Brote lassen sich schließlich super transportieren und machen wunderbar satt. Zu Hause lege ich gerne Gurke, Tomate oder Banane aufs Brot aber für unterwegs ist mir das zu wackelig. Und einen Aufstrich braucht man natürlich auch. Die bei Veggies so beliebte pflanzliche Margarine Alsan-S ist es übrigens zu Recht. Herrlich, dieses buttrige Aroma! Schmieren lässt sie sich aber nicht so leicht.

Ich schreibe diesen Beitrag gerade heute weil ich zum ersten Mal einen Auberginen-Aufstrich gemacht habe – und der einfach unglaublich lecker ist! So schnell war das Schnittchen noch nie weg! Und dabei war der auch wieder simpel, einfach die Aubergine im ganzen Zustand in den Ofen, vorher etwas anpicksen, 40 Minuten backen. Ich liebe ja Gerichte, die sich quasi von selbst machen! Nach dem backen etwas auskühlen lassen, Schale abziehen, in eine Schüssel geben. Zwiebel dazu, Salz, Pfeffer und Gewürze nach Belieben und alles kleinpürieren, fertig! :) Ich habe noch etwas von dem Rest der Grünkern-Burger-Mischung hinzugefügt, da ich die wohl nie wieder machen werde (haben nicht so geschmeckt), aber als Gewürz und zum Binden von zu viel Flüssigkeit eine gute Idee!

Auberginen-Aufstrich - Das gibt ordentlich was auf die Semmel!

Richtigen Grünkernaufstrich mit Grünkernschrot und Möhren hab ich auch versucht, der hat mir nicht gefallen :-( Vielleicht hat da einer von euch einen Tipp?

Mein allererster Aufstrich war ein Tomate-Basilikum-Streich, der war richtig gut und  auch ganz easy! Es ist eine abgewandelte Version des Kicher-Basilikum-Streichs aus der Rezeptedatenbank von Ullrykka:

2 El Balsamico-Essig
1 Bund Basilikum (oder reichlich getrockneten, ich mag den sogar lieber)
2 Frühlingszwiebel
1 kleine Dose(n) Kichererbsen
Pfeffer, Salz, Oregano
2-3 TL Tomatenmark
1-2 getrocknete Tomaten

Alles stückeln, zusammenpürieren, fertig!
Da ich Kürbis sehr gern mag, habe ich mich ziemlich schnell an einem Kürbis-Aufstrich versucht. Den habe ich im Prinzip genauso wie den Kicher-Streich gemacht, nur ohne Tomatenmark und ohne Basilikum und mit einem Stück gebackenem Hokkaido-Kürbis. Gewürze nach Geschmack!

Im Bio-Laden entdeckte ich den “Wie Frischkäse – Kräuter” und gönnte ihn mir für rund 2 Euro. Zuvor war ich gerade ziemlich desillusioniert worden durch das Ersterlebnis eines veganen Käses, also hatte ich keine hohen Erwartungen. Und wurde äußerst positiv überrascht! Ich hatte Mühe, davon wieder abzulassen, bevor die Packung leer war! Und da hatte ich wieder Hoffnung, dieses Veggie-Experiment durchhalten zu können. :) Aber es wäre noch viel genialer wenn man sowas selbst machen könnte, stimmts? Ich bin bei Herbivoria auf ein richtig einfache Anleitung gestoßen, wie man Quark selber machen kann! Man nehme einen Sojajoghurt, der einem auch schmeckt (ich mag Sojade, aber den aus dem NETTO, wie hieß der nochmal, der war fürchterlich), stürze ihn komplett auf ein sauberes Küchentuch, das in einem Sieb über einem Topf liegt und lasse das Ganze  gemütlich über Nacht liegen (hab ich nicht gesagt, ich liebe es wenn sich die Sachen von allein  zubereiten? :) ) Am nächsten Tag hat man eine feste Masse, mit der man prima was anfangen kann. Salz und Pfeffer ran, Schnittlauch oder Dill, je nach Belieben und schon hat man einen tollen Aufstrich oder Dip oder eine Beilage zur Quarkkartoffel oder was auch immer! Schneller gehts nicht! :D Statt in ein Küchentuch kann man es auch in einen Kaffeefilter stürzen, wie heldin in ihrem Kommentar bei Herbivoria schrieb! Tolle Idee!

Ein Kollege erzählte mir, dass seine vegetarische Freundin auch öfter mal fleischfreie Leberwurst auftischte und er diese sehr mochte, obwohl er Fleischesser ist. Ich hatte noch das Töpfchen Veggie-Leberwurst-Streich von DM vor Augen, das leider alles andere als eine Sensation war. Dennoch gab ich der Sache eine zweite Chance und landete mit der Sorte von Granovita einen Volltreffer! Wow! Da hat sich aber jemand wirklich Mühe gegeben! Für nicht mal 2 Euro! Schmeckt wirklich fast wie das Original, nur ohne den Tiergeschmack. Die teste ich mal an meinen Eltern. :D Allerdings werd ich eine Mail an die Produzenten schicken, ob dieses Produkt auch palmfettfrei produziert werden kann. Die Sorte “Leberwurst grob” von derselben Marke hab ich inzwischen ebenfalls probiert – die war leider nicht so gut! Veggie-Leberwurst zum Selbermachen habe ich auch gefunden und zwar bei Chefkoch.de! Schon selbst getestet und für gut befunden. :)