Die 20 – Minuten – Theorie

Bewegung ist ja sooo wichtig, das wissen wir ja alle. Nur leider sitze ich mir den lieben langen Tag den Hintern im Büro platt. Und den täglichen Sprint zur Bahn kann man nicht wirklich als Sport bezeichnen. :) Meinen Schweinehund kenne ich auch sehr gut. Er erwartet mich geduldig immer pünktlich zum Feierabend schon an der Tür. “Du warst ja so fleißig auf Arbeit, jetzt hast du dir eine Auszeit verdient!” flüstert er. Das Problem ist, man fühlt sich total fertig, aber rein körperlich ist man wirklich unausgelastet. Das merkt man schnell, wenn man erstmal loslegt. Da geht nämlich noch einiges!

Um das Problem zu lösen, habe ich meine 20-Minuten-Theorie entwickelt. Gegen meinen Schweinehund wirkt Routine am besten. Es muss einfach zum normalen Tagesablauf gehören, noch ein bißchen Bewegung reinzubringen. Und beim Sporteln ist es wie mit der Ernährung: Was du täglich machst, zählt am meisten. Also habe ich mir sechs Mal die Woche mindestens 20 Minuten zur Gewohnheit gemacht. Das ist das absolute Minimum! Das ist die “Ich -hab-keine-Ausrede-mehr”- Regel, denn 20 Minuten – so viel Zeit hat man immer irgendwie! Und der 7. Tag ist zum Ausgleich, falls es an einem anderen wirklich ganz und gar nicht nicht klappt. Zum Glück macht Sport immer mehr Spaß, wenn man ihn erstmal macht. Also fange ich oft sehr unmotiviert an um auf einmal Freude an der Bewegung zu entwickeln und dann einfach weiterzumachen. Dabei muss es nicht immer ein forderndes Workout sein, sondern ganz nach Gemütslage – es soll immernoch Spaß machen, sonst macht man irgendwann gar nichts mehr. Ich denke, dass man es 2-3 Mal die Woche wirklich ernst meinen muss und an den übrigen Tagen reichen auch 20 Minuten um die Muskeln daran zu erinnern, wofür sie da sind. :)

Manche Tage sind besonders stressig. Irgendwann ist man Oberkante Unterlippe im Alltagstumult und es gibt tausend Dinge zu erledigen und die Liste hört einfach nicht auf. Ich glaube, gerade dann ist es wichtig, sich diese 20 Minuten zu gönnen. Sich selbst, seinem Kopf, und seinem Körper. Ich mache auch gern Power Yoga, das ist gut für alles mögliche, den Rücken, die Nerven, den Bauch – und das einzige Gegenmittel für meine ständig verspannten Schultern.

Der Spaß kommt beim Machen!

Das ist wahr! Wenn ich erstmal in Sportklamotten bin und losgelegt habe, dann will ich fast immer viel länger weitermachen als ursprünglich geplant. Der Schweinehund hat sich in die hinterste Ecke verkochen und grunzt nur ab und zu noch was von “Du musst aber noch das oder das machen”. *beiseiteschieb*

Und was noch besser ist: Wenn man erstmal wirklich regelmäßig Sport macht (deswegen die “20-Minuten-Regel”), verlangt der Körper selbst nach seiner täglichen Ration. Ist ein bißchen schwer zu beschreiben, fühlt sich so an, als würden sich die Muskeln zusammenziehen oder so. Man will dann einfach nur sein Workout machen, inklusive schönem Stretching.

Spaß an der Sache ist am wichtigsten. Wer schon was gefunden hat, was der mag, super! Ansonsten probiert man mal was Neues :) Ich mag Reiten und Power Yoga sehr gern. Für die anderen Muskeln sorge ich an den anderen Tagen :) Wer es nicht ins Fitnessstudio schafft, kann sich mit DVDs oder Büchern auch zu Hause Bewegung verschaffen. Oder man besorgt sich einen Heimtrainer. Wie wärs mit einem Minitrampolin? :D Klingt lustig, funktioniert aber prima! Wer besonders clever ist, tritt in einen Sportverein bei, da bekommt man die soziale Komponente gleich mit dazu! Joggen ist auch toll, wenn man in der Nähe einen Park oder Wald hat. Direkt im Großstadtdschungel an der Straße lang zu joggen, halte ich persönlich für ungesund. Denn beim Joggen wird die Atmung intensiver und man zieht sich den ganzen Dreck der Straße rein. Berichtigt mich, wenn ich falsch liege! Aber im Wald ist es viel schöner, auch ein guter Ausgleich um mal loszulassen und sich auszupowern. Natürlich geht auch Joggen nicht ohne Aufwärmen, auch vorherige Information wie man am besten trainiert (sich langsam steigert). Ich brauchte auch immer ein ausgiebiges Stretching danach.