Ein letztes Mal im Paradies! Essen im EDEN

Das letzte Mal zu Gast im “Eden”! Leider gibt es das Restaurant nicht mehr, an seiner Stelle wurde gestern das Bio-Restaurant “Symbiose” eröffnet. Wenn ich mir dessen Speisekarte so ansehe, muss man sich nicht allzu sehr grämen, denn auch hier wird ein vegan/vegetarisches Konzept verfolgt. :)
Aber nun zum letzten Besuch im Paradies: Zu meinem Geburtstag lud mich mein Pa zum Essen ein und ich schleppte ihn natürlich in ein vegan/vegetarisches Restaurant. Die Wahl fiel auf das “Eden”, da die Gerichte dort nicht ganz so exotisch klingen wie beim “Zest”. Pfeffersteak an einem Rotweinjus mit Topinambur Puree und in Butter geschwenktem Rosenkohl. Mein Pa wählte das Pfeffersteak an einem Rotweinjus mit Topinambur Puree und in Butter geschwenktem Rosenkohl, und ich wusste schon beim Lesen der Karte im Netz, dass darauf seine Wahl fallen würde :D Er hat alles aufgegessen und äußerte sich nur positiv dazu, es schmeckte ihm sehr gut, das “Vleisch” erinnerte ihn an Jägerschnitzel. Das Topinambur-Püree mochte er besonders. Er kostete auch von meinem Gericht, fand sein eigenes aber besser. Perfekt!Soja Schnitzel mit Kartoffelgratin und Preiselbeer-Rotkohl an einer Apfel-Zwiebel Sauce.Ich fand meins aber mindestens genauso gut: Soja Schnitzel mit Kartoffelgratin und Preiselbeer-Rotkohl an einer Apfel-Zwiebel Sauce. Besonders das Gratin war super. Die eckigen Schnitzel waren auf den ersten Biss fantastisch, aber nach und nach entfaltete sich dann doch ein gewisser Soja-Eigengeschmack. Trotzdem schön knusprig und der Rotkohl ganz offensichtlich selber geschnipselt, was mir besonders gut gefiel. Platz für Nachtisch hatten wir danach allerdings nicht mehr…mein Pa bezeichnete das Restaurant “alternativ”, vermutlich wegen der großen Kinderecke und der grünen Wände. Unter alternativ verstehe ich persönlich allerdings was ganz anderes, da ist das Eden eher normal.Speisekarte des EdenLaut ihrer Facebook-Seite verabschieden sich die “Eden”-Betreiber aufgrund familiären Zuwachses. Nachdem es am 1.1.12 seine Eröffnung feierte, hat es auch mir das ein oder andere Mal den Tag verschönert. Nun darf man gespannt sein, wie sich die neuen Inhaber und ihr Konzept mit deutlicher Betonung auf “Bio” aber trotzdem weiterhin vegetarisch/veganem Essen bewähren wird. Die beispielhaft zu verstehende Speisekarte klingt durchaus interessant (“Parfait von geräuchertem Kaiser-Tofu auf Kohlrabi-Bett”) und auch die Tradition des sonntäglichen Brunchs wird fortgesetzt (10-15 Uhr, 12,90 Euro). Also dann, auf ein Neues! :)

Nachtrag: Erfreulicherweise hat in Leipzig im März auch noch der erste vegane Minimarkt eröffnet: “Vegan Leben” , Kurt-Eisner-Straße 11 (Mo-Fr von 10-18 Uhr, Sa von 11-14 Uhr). Wilmersburger, Veggie Döner & Co. braucht man als Leipziger also nicht mehr im Netz bestellen. :)

Vegan brunchen im EDEN, Leipzig

Das Restaurant mit dem paradiesischem Namen liegt im Leipziger Süden und ich war schon einmal dort zum Abendessen gewesen. Auch damals war ich in Begleitung eines Normalessers, der am Ende restlos von seinem Wiener Schnitzel begeistert war. An diesem frühlingshaften Wintermorgen machte ich mich mit einer Freundin wieder auf den Weg dahin. Sie isst auch ganz normal, ist aber leider allergisch auf Soja – es ist ihr also hoch anzurechnen, dass sie mit mir in ein vegetarisch/veganes Restaurant gehen mochte.Veganer Brunch im EDENFür mich selbst war es ein sehr ungewohntes Gefühl, vor einem reich gedeckten Buffet zu stehen und die Mehrzahl der angerichteten Speisen essen zu können, statt sich wie sonst mit Beilagen zufrieden zu geben. Demnach kostete ich auch so ziemlich alles. :) Angefangen vom Bauernfrühstück mit Tofu-Rührei, dass Tandoori-Seitan-Curry, den Pastinaken-Möhrenauflauf, den veganen Hackbraten und die Tofu-Bratlinge. Natürlich auch die ein oder andere vegane Wurst, wobei ich die selbstgemachten Aufstriche bevorzugte. Meine Begleitung konnte von Apfel-Streuselkuchen und den Mini-Pancakes gar nicht genug bekommen und fühlte sich am Ende genauso kugelrund wie ich…

Veganer Brunch im EDENDer Brunch findet sonntags von 10 bis 14.30 Uhr statt und kostet pauschal 9,90 Euro, Kaffee ist allerdings extra. Es gibt auch ein paar (extra gekennzeichnete) vegetarische Optionen, also Bio-Käse, Tomaten-Mozzarella Salat und Biojoghurt, was gar nicht schlecht ist, wenn man einen Omni dabei hat. ;)

Weiterlesen:

- Zur Speisekarte auf der Restaurant-Webseite

- Vegan/Vegetarischen Restaurant EDEN
- Vegan/Vegetarisches Restaurant ZEST
- Curry & Co – Iss mir doch Wurst!

Vegan/Vegetarisches Restaurant EDEN, Leipzig

Erst seit Anfang des Jahres blüht ein neues kulinarisches Paradies für Veganer und Vegetarier in Leipzig: das Restaurant Eden direkt an der Karl-Liebknecht-Straße. Ganz klar, dass ich das unbedingt testen wollte! Trotzdem hat es ziemlich lange gedauert bevor sich die Gelegenheit ergab. Nach meinem umwerfenden Besuch im ZEST waren meine Ansprüche ordentlich gewachsen. Aber anders als bei dessen Fünf-Sterne-Küche, die vor allem ungewöhnliche Gaumenfreuden zu bieten hat (maindisch, steht auf der Speisekarte), hält das Eden auch einen Platz auf dem Menü für mindestens ein Gericht mit veganisierter traditioneller Kost frei, vor einigen Monaten war es Sauerbraten, dann Roulade an dunkler Rotweinsauce und gegenwärtig Wiener Schnitzel. Mein Begleiter, ein überzeugter Fleischesser, wählte genau dies: “Weißer Spargel mit veganer Sauce Hollandaise, Salzkartoffeln und Soja-Schnitzel nach Wiener Art”.

Nun ist Sauce Hollandaise nicht gerade die einfachste Soße der Welt, aber sie war gelungen, trat aber völlig hinter dem wunderbaren Sojaschnitzel zurück, das außen knusprig, innen saftig war, genau wie man sich das wünscht (ich durfte auch kosten :) . Es hat auch den Fleischesser zu 100 Prozent überzeugt und war noch dazu derart sättigend, dass das Schnitzel am Ende weg, aber noch ein paar Spargelspitzen und Kartoffeln übrig blieben.

Aber die Karte hatte vor allem Exotisches mit so klanghaften Namen zu bieten wie  “Balinesisches Gado Gado”, oder “Thali aus Sag Aloo (Spinat-Kartoffeln) , Dhal (Linsen), Mango Chutney, Gurken-Joghurt-Raita und Tandoori Tofubällchen”. Aber auch Tagliatelle mit einer leichten Zucchini-Sahne Sauce waren zum Beispiel zu haben. Da die Speisekarte etwa alle zwei Monate wechselt, wird es auch hier nicht langweilig. Ich wählte das “Karibische Curry aus Süßkartoffeln, Brokkoli, Mango und Rum, serviert mit Kochbananenchips und Limettenreis”. Ich steh auf Abwechslung :) Es war nicht zu scharf, sah schick aus und der Reis gefiel mir am besten, da er durch eine säuerliche Note überraschte. Ich hatte sogar noch Platz für ein Dessert! Neben verschiedenen Kuchen, klangen die Erdbeer-Bananen Spieße mit Schokofondue zwar wirklich verführerisch, aber ich war neugierig, wie wohl ein veganes Tiramisu schmeckt.

Auf dem üblichen Teigboden mit Kaffeenote räkelte sich ein Klecks Pudding mit Vanillaroma, getoppt von einer schweren, von echter Mascarpone nicht zu unterscheidenden Creme. Eine richtige Leckerei, die sich trotz offensichtlicher Bemühungen wohl nur ungern in ein hohes Glas schichten lassen wollte.

Aber die Karte hat natürich noch mehr zu bieten, neben Suppen, Salaten, Kinder-und Babymenüs können auch rohe Köstlichkeiten bestellt werden. Alle Gerichte sind vegan, die wenigen vegetarischen Ausnahmen werden mit Sternchen gekennzeichnet, wenn Milchprodukte enthalten sind. Die Bedienung ist unaufdringlich und sehr freundlich, eine Reservierung ist für den Abend angebracht, während man mittags auch so einen Platz findet. Die Preise liegen bei 7-10 Euro für ein Hauptgericht, 3-5 Euro für Nachspeisen und die Getränke (von Bio-Säften bis Cocktails alles vorhanden) liegen auch im üblichen Rahmen.

Weiterlesen:

- Zur Speisekarte des Restaurant EDEN
- Vegan/Vegetarisches Restaurant ZEST, Leipzig
- Curry & Co – Iss mir doch Wurst!