Vegan einkaufen in Leipzig

Vegan Leben - Shop

Einkaufen ohne Zutatenlisten zu lesen. :)

Verdammt gute Nachrichten für alle, die in Leipzig wohnen oder besuchen: unser erster komplett veganer Minimarkt “Vegan leben” hat im März eröffnet, und zwar auf der Kurt-Eisner-Straße, also strategisch günstig in der Südvorstadt! Soll heißen, keine Internet-Bestellungen mehr, alles vor Ort und ganz unkompliziert. ;) Es gibt Eiscreme (von Brakers Eisdiele) und jede Menge veganer Produkte, also auch Fleischersatz, Schoki und Kosmetikprodukte, zahlreiche Käsesorten und Getränke.

Aber das ist noch nicht alles! Die zweite Nachricht ist, dass das “Veganz” eine Filiale in Leipzig eröffnen will, ich kenne die Kette aus Berlin. Naja, so weit nichts Neues, aber dreistöckig, mitten in der Innenstadt auf  1300 Quadratmetern! Wow! ich glaube es zwar erst, wenn ich es sehe, denn ihren Facebook-Aussagen zufolge versuchen sie schon länger erfolglos ein Laden hier aufzumachen, aber wer weiß!

Veganz, veganer Supermarkt in Berlin

Das Veganz, veganer Supermarkt in Berlin, bald auch in Leipzig? Dreistöckig und in bester Lage?

Daneben gibt es in Leipzig natürlich auch jede Menge größere und kleinere Bio-Läden, die einige vegane Produkte anbieten, was hier nicht unerwähnt bleiben soll. ;)

Vegan in Lübeck

LübeckLübeck hat eine sehr hübsche Altstadt mit niedlichen Gassen, mehreren Kirchen, vom Turm der St. Petri – Kirche kann man einen schönen Blick auf die Stadt genießen (Fahrstuhl) und unbedingt mitmachen sollte man eine Schiffahrt, bei welcher der Kapitän um die Stadt schippert und einem mit trockenem Humor bestens unterhält  – für Seekranke gibts auch Rikscha-Touren. Zum Pflichtprogramm gehört auch ein Abstecher nach Travemünde zum Ostseestrand, etwa 20 Minuten noch mit dem Auto aber es gibt auch gute Bus- und Zugverbindungen.
LübeckWenn man vegan verreist, ist es doppelt praktisch, sich statt eines Hotels für eine Ferienwohnung bzw. ein Appartment zu entscheiden. Erstens hat man seine Ruhe, weil kein Zimmermädchen jeden Tag putzen kommt und zweitens die Möglichkeit, sich seine eigenen Mahlzeiten zuzubereiten und aufzubewahren, denn meist ist eine voll eingerichtete Küche mit Ofen, Kühlschrank etc. vorhanden. Zumal eine Ferienwohnung nicht teurer ist als ein Hotelzimmer – allerdings gilt das erst ab zwei Personen, für einen alleine weniger. Immerhin sind mitgebrachte Lebensmittel auch günstiger als Essen im Restaurant! Mir fiel bei unserem Kurzbesuch in Lübeck jedenfalls sehr auf, wie praktisch so eine Ferienwohnung sein kann :) .Cafe AffenbrotDas soll nicht heißen, dass es in Lübeck keine Möglichkeiten zum veganen Auswärtsessen geben würde. Die bekannteste ist das Café Affenbrot, ein vegetarisches Bistro, das innen bunt und alternativ anmutet und außen zum Genießen der Frühlingssonne in Flussnähe einlädt. Leider hält sich die Auswahl an veganen Gerichten zugunsten der vegetarischen in Grenzen, aber mehr als eins will man ja eh nicht essen. Ich hatte den Tofuburger obwohl ich die Tofubällchen mit Rucola-Tomatensalat bestellt hatte und hab dann auch noch vergessen, ein Foto zu machen. Und warum? Der Kellner war echt niedlich. Sowas von! Da war es mir ziemlich egal, dass ich eigentlich was anderes haben wollte. :D Eis Cafè Venezia Lübeck - Lübeck, Germany Eis Cafè Venezia LübeckDas Eiscafé Venezia in Königstraße (Ecke Hüxstraße), in dem es laut diesem zauberhaften Blog auch Eis für Veganer geben soll, hatte leider gerade geschlossen, ansonsten hätte ich milchfreies, italienisches Eiscreme natürlich supergern getestet! Außerdem soll es im Café Stühff (An der Obertrave 15a) veganen Kuchen, Waffeln und Getränke geben.

Weitere Locations mit veganen Optionen sind:

essBAR
Königstraße 98-102
Mo-Fri 12.00-16.00, Sa 1.00-3.00
- auch mit ayurvedischen Angeboten

Café Brazil
Willy-Brandt-Allee 9
Dienstag bis Sonntag ab ca. 18/19 Uhr
- ist auch eine Location mit Konzerten

Löffelbar
Huxstrasse 49
Mo – Sa: 11:30 – 16:30
So: geschlossen
- neben Suppen auch weitere vegane Optionen

Ein letztes Mal im Paradies! Essen im EDEN

Das letzte Mal zu Gast im “Eden”! Leider gibt es das Restaurant nicht mehr, an seiner Stelle wurde gestern das Bio-Restaurant “Symbiose” eröffnet. Wenn ich mir dessen Speisekarte so ansehe, muss man sich nicht allzu sehr grämen, denn auch hier wird ein vegan/vegetarisches Konzept verfolgt. :)
Aber nun zum letzten Besuch im Paradies: Zu meinem Geburtstag lud mich mein Pa zum Essen ein und ich schleppte ihn natürlich in ein vegan/vegetarisches Restaurant. Die Wahl fiel auf das “Eden”, da die Gerichte dort nicht ganz so exotisch klingen wie beim “Zest”. Pfeffersteak an einem Rotweinjus mit Topinambur Puree und in Butter geschwenktem Rosenkohl. Mein Pa wählte das Pfeffersteak an einem Rotweinjus mit Topinambur Puree und in Butter geschwenktem Rosenkohl, und ich wusste schon beim Lesen der Karte im Netz, dass darauf seine Wahl fallen würde :D Er hat alles aufgegessen und äußerte sich nur positiv dazu, es schmeckte ihm sehr gut, das “Vleisch” erinnerte ihn an Jägerschnitzel. Das Topinambur-Püree mochte er besonders. Er kostete auch von meinem Gericht, fand sein eigenes aber besser. Perfekt!Soja Schnitzel mit Kartoffelgratin und Preiselbeer-Rotkohl an einer Apfel-Zwiebel Sauce.Ich fand meins aber mindestens genauso gut: Soja Schnitzel mit Kartoffelgratin und Preiselbeer-Rotkohl an einer Apfel-Zwiebel Sauce. Besonders das Gratin war super. Die eckigen Schnitzel waren auf den ersten Biss fantastisch, aber nach und nach entfaltete sich dann doch ein gewisser Soja-Eigengeschmack. Trotzdem schön knusprig und der Rotkohl ganz offensichtlich selber geschnipselt, was mir besonders gut gefiel. Platz für Nachtisch hatten wir danach allerdings nicht mehr…mein Pa bezeichnete das Restaurant “alternativ”, vermutlich wegen der großen Kinderecke und der grünen Wände. Unter alternativ verstehe ich persönlich allerdings was ganz anderes, da ist das Eden eher normal.Speisekarte des EdenLaut ihrer Facebook-Seite verabschieden sich die “Eden”-Betreiber aufgrund familiären Zuwachses. Nachdem es am 1.1.12 seine Eröffnung feierte, hat es auch mir das ein oder andere Mal den Tag verschönert. Nun darf man gespannt sein, wie sich die neuen Inhaber und ihr Konzept mit deutlicher Betonung auf “Bio” aber trotzdem weiterhin vegetarisch/veganem Essen bewähren wird. Die beispielhaft zu verstehende Speisekarte klingt durchaus interessant (“Parfait von geräuchertem Kaiser-Tofu auf Kohlrabi-Bett”) und auch die Tradition des sonntäglichen Brunchs wird fortgesetzt (10-15 Uhr, 12,90 Euro). Also dann, auf ein Neues! :)

Nachtrag: Erfreulicherweise hat in Leipzig im März auch noch der erste vegane Minimarkt eröffnet: “Vegan Leben” , Kurt-Eisner-Straße 11 (Mo-Fr von 10-18 Uhr, Sa von 11-14 Uhr). Wilmersburger, Veggie Döner & Co. braucht man als Leipziger also nicht mehr im Netz bestellen. :)

Hackfleisch macht schön!

Hier ist der angekündigte Post zu “Hackfleisch”, so der klangvolle Name einer meiner eher kritischen Leser :) Wobei ich das hier durchaus wörtlich meine. “Hackfleisch macht die Haut straff” ist die Schlagzeile, mit der eine namhafte deutsche Tageszeitung einen Artikel zum Erscheinen des Buches “Ehrlich essen macht schön” bedacht hat. Wie die Autorin, eine Ernährungswissenschaftlerin, im Sat1.-Frühstücksfernsehen dann auch gleich richtig stellt, war das so natürlich nicht gemeint. Es gehe um “ehrliche Lebensmittel”, also vollwertige, unverarbeitete, möglichst naturbelassene Nahrung. Deren enthaltene Nährstoffe sind für die Gesundheit und Schönheit zuträglich, da sie die Zellen nähren und schützen. Als weitere Beispiel nennt sie übrigens Hafer und Kartoffeln (Kieselsäure), Sahne (Fette), Beeren (Antioxidantien), Zwiebeln und Knoblauch (Zellschutzstoffe) sowie Nüsse und Saaten (Phytohormone). Wie in diese Zusammenstellung Hackfleisch als “naturbelassenes Lebensmittel” rutschen kann, ist mir allerdings schleierhaft, wenn ich mir ansehe, was da so alles drin ist, und bei dem dringend geraten wird, es richtig durchzugaren. Auch die neusten Nachrichten dazu sind nicht gerade appetitlich…

Es wird behauptet, dass der Kollagen-Anteil im Hack für stabile Haut von innnen sorgt. Allerdings kommt Kollagen ja vor allem von Schwarte, Knorpel, Bindegewebe, Gefäßen, die entsprechend in der Masse vermischt sein müssten. Naja, sieht ja auch keiner mehr in dem undefinierbaren Fleischbrei…Während die Frau Ernährungswissenschaftlerin sicherlich Recht damit hat, dass vollwertige Lebensmittel gesund halten und entsprechend auch schön machen (oder zumindest nicht hässlicher), ist die Schlussfolgerung “Kollagen als Faltenkiller” natürlich etwas zu vereinfacht, sonst würden die Hollywood-Stars ja an Knochen nagen statt sich unters Messer zu legen. Zum Beispiel ist Vitamin C (Obst und Gemüse) zwingend erforderlich, um eine ausreichende Menge an funktionsfähigen Kollagenfasern produzieren zu können. Alles Quatsch also? Naja, nicht ganz…Lysin und Protein in pflanzlichen LebensmittelnEiner der wichtigsten Bausteine von Kollagen ist die Aminosäure Lysin. Im Gegensatz zu Prolin, ebenfalls ein relevanter Kollagenbaustein, kann sie nicht vom Körper selbst hergestellt werden, gehört also zu den essenziellen Aminosäuren. Und das Thema Lysin ist mir im Rahmen der Proteindiskussion schon ein paar Mal untergekommen. In “Vegan for Life” heißt es, wer sich vorrangig von Getreide, Gemüse und Obst ernährt, könnte ein bißchen wenig Lysin abbekommen, besonders wenn die Kalorienzufuhr beschränkt wird (z.B. bei Sportmuffeln ;) ), Noch dazu ist Lysin hitzeempfindlich! Und da es vor allem in Hülsenfrüchten, Sojaprodukten; Quinoa und Amaranth vorkommt, die ja bekanntlich erstmal schön durchgekocht werden müssen, wie kommt dann ein Veganer zu seinem Lysin und behält sein straffes Bindegewebe? Schaut mal in den Spiegel, habt ihr seid eurer Umstellung schon erste Falten und Cellulite zu beklagen? ;)

Auf “Vegan Health” gibt es hier einen langen und hilfreichen Artikel zum Thema, inklusive einer Tabelle der Lysin-Gehalte von Lebensmitteln. Auch gekocht weisen Hülsenfrüchte also noch Lysin auf. Aber reicht es? In “Vegan for Life” wird empfohlen, sein Körpergewicht (in Pfund) mal 19 zu rechnen um seinen Lysin-Bedarf in Milligramm auszurechnen. Oder man achtet einfach generell auf 3-4 Portionen Hülsenfrüchte pro Tag, dann nimmt man garantiert genug Lysin (und Protein) zu sich. Eine Portion entspricht einer halben Tasse gekochter Hülsenfrüchte, einer halben Tasse Tofu/Tempeh oder einer Tasse Sojamilch. Also so lange es schwarze, weiße und rote Bohnen, gelbe, braune und Tellerlinsen sowie halbe und ganze Erbsen gibt, bleibe ich gern bei meinem veganem Mett. 

Veganes ZwiebelmettWeiterlesen: