Dieses Video bewegt gerade die Netzwelt. Ein Dreijähriger erfährt, dass das auf seinem Teller mal ein Tier mit Kopf und Beinen war. Und erklärt daraufhin seiner Mutter, dass er keine Tiere essen will: “Ich will, dass sie auf ihren Beinen stehen bleiben! Denn es sind Tiere, auf die wir acht geben müssen, anstatt sie zu essen!” Und das tut er auf eine so niedliche Art und Weise, das er seine Mutter zu Tränen rührt. Mit ihrer unverstellten Sicht auf die Dinge haben Kinder manchmal mehr Durchblick als jeder Erwachsene…
Archiv des Autors: Jane
Three Bean Salads
Wie wir im Beitrag “Hackfleisch macht schön” festgestellt haben, ist es auf jeden Fall prima, ausreichend Linsen, Bohnen & Co. auf den Speiseplan zu setzen. Grund genug, um mal ein paar Rezepte mit eben solchen auszuprobieren. Hier habe ich drei Salate ausprobiert – allesamt auch bürotauglich. Dabei stammen die Rezepte alle aus Barnards Buch “The get healthy, go vegan – Cookbook”, sind also recht fettarm und simpel.
Ein bißchen italienisch wirds mit dem “Summer Pasta and Bean Salad with fresh Tomatoes and Basil” (91). Die Dinkelspirelli von Alnatura (generell extrem empfehlenswert!) eignen sich hier gut dafür und die dicken weißen Riesenbohnen aus der Dose passen gut dazu. Und insgesamt siehts nicht nur hübsch aus, sondern schmeckt auch noch!
Ein bißchen Farbe bringt dieser “Black Bean and Corn Salad with Lime” (73) und ich kann gerade schwarze Bohnen nur empfehlen, sie haben einen wunderbar herzhaften Geschmack, der noch besser in Suppen zum Vorschein kommt. Barnard empfiehlt diesen Salat auch als Burrito-Füllung oder als Dip für Tortillas. Für noch mehr Sonnenschein kann man auch noch etwas Mango ergänzen. Das Rezept von Barnard konnte ich nicht frei verfügbar im Netz finden, aber recht ähnliche Rezepte sind recht verbreitet.
Von schwarzen zu weißen Bohnen: noch ein italienisch angehauchter Salat ist der “White Bean and Tomato Salad” (89) mit klassischen Dressing. Frisch und lecker, mit Basilikum und roten Zwiebeln, Zitronensaft, Weißweinessig und Dijon Senf und ohne Öl.
Noch mehr tolle Rezepte:
- Veganer Nacho-Salat – raffiniert und sommerlich – Totally Veg!
- Ampel-Salat – Rote Linsen, Gelbe Bete, Grüne Erbsen – Frau Saltimbocca-Lüdenscheidt
- Belugalinsen-Salat mit Zitrone und Chili – Vegan Sein
- Grüner Bohnensalat mit „Speck“ – eat this!
- Salat aus schwarzen Bohnen mit Kokoshaube – Vegan Cuisine
- Apfel-Erdnuss-Bohnensalat – Unverbissen vegetarisch
- 40 Rezepte mit Linsen, Bohnen & Co.
“Forks over Knives” in der Kritik
Die wohl engagierteste Kritikerin der China Study, Denise Minger, hat auch eine sehr lange Kritik zum Film “Forks over Knives” verfasst. Während ihre anderen Kritiken zur China Study am Ende nicht übernäßig überzeugend wirken, war ich hier etwas überrascht, dass sich einige ihrer und meine eigenen Kritikpunkte ähneln, ihre lange wissenschaftliche Abhandlung zu den Zahlen kann ich hingegen nicht beurteilen, nur zusammenfassen. Nachdem ich also bereits in zwei Teilen den Battle “Denise Minger versus Colin Campbell” begleitet habe, richte ich meinen Blick jetzt auf Mingers “Gabel statt Skalpell”-Kritik. Wie schon in meiner Rezension geschrieben, ist eine Doku keine wissenschaftliche Abhandlung und kann nur einzelne Fakten beleuchten, eine Tatsache, die Minger natürlich ignoriert. Aber auch darüber hinaus tauchen Fragen auf, die perfekte Angriffspunkte für Kritiker wie sie bilden.
So ist ihr ebenfalls aufgefallen (wie bestimmt auch vielen von euch), dass das Wort “vegan” im englischen Original vermieden wird. Stattdessen wird sich auf “plant-based diet” zurückgezogen, was bedeutet: omnivor, aber mit starker Betonung pflanzlicher Nahrungsmittel. Außerdem die Sache mit dem Fett: Wir wissen ja aus Barnards und Campbells Büchern, dass es hier nicht nur um eine pflanzliche, sondern auch um eine fettarme Ernährung geht. Die Diabetikerin im Film erwähnt es an einer Stelle, ansonsten wird es ebenfalls ausgelassen. Nun ist das aber keine Lapalie, sondern auch für Veganer ein absolut wichtiger Punkt (für Normalesser sowieso!), da Veganer dazu neigen, zu viel Omega-6-Fettsäuren (z.B. Maiskeim-, Sesam-, Sojabohnen-, Sonnenblumen- und Weizenkeimöl bzw in vielen Fertigprodukten) zu sich nehmen und zu wenig Omega-3-Fettsäuren. Das kann zu einem Anstieg des Homocystein-Spiegels führen und die Konzentration des „guten“ HDL-Cholesterins, das die Arterien schützt, nimmt ab. Daher haben Veganer (wie auch Normalesser), die nicht spezifisch darauf achten (Walnüsse, Leinsamen etc.), ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das Verhältnis sollte etwa 2:1 bis hin zu 4:1 sein (“Becoming Vegan”, 63). Mit der Low-Fat-Strategie umgehen unsere “Forks over Knives”-Protagonisten diesen Punkt. Außerdem sieht Minger genau wie ich, dass hier zwei Sachen vermixt werden, nämlich Fast Food/Fertiggerichte und Tierprodukte. Sie werden als eins behandelt oder, wie Minger es formuliert “…an egg is exactly the same as a bag of Cheetos”. Es ist ziemlich logisch, dass es jemandem, der vorher fast nur von Koffein, Donuts und Schokolade gelebt hat, bei einer Umstellung auf vollwertige Kost gesundheitlich besser geht. Das beweist aber in Bezug auf Tierprodukte absolut gar nichts …
Nun zur eigentlichen Kritik. Der erste Punkt ist Cholesterin. Minger erklärt, dass der Körper das aufgenommene Nahrungscholesterin und das körpereigene selbst regulieren kann. Cholesterin bleibt nicht einfach im Blut und verstopft dort alles, wie im Film dargestellt. Dies sei eine völlig veraltete Annahme, wie dieser Review zusammenfasst. Sie zitiert zudem einige weitere Studien, die entweder keinen (oder sogar einen negativen) Zusammenhang zwischen Nahrungscholesterin und Krankheiten nachweisen konnten. Da sie sich hier auf glaubwürdig wirkende Studien (1,2,3, 4, 5, 6) bezieht, kann ich hier erstmal nichts dagegen setzen.
Der nächste Punkt sind die berühmten Casein-Ratten, ihr erinnert euch an den Textausschnitt mit den 5 Prozent und den 20 Prozent gefütterten Laboratten? Minger weist auf den Satz genau darunter hin, nämlich dass alle der high-protein Ratten trotz ihrer Tumore über ein Jahr überlebt hatten, aber nur 12 der low-protein Ratten so lange lebten. Sie bezieht sich dann auf eine Analyse von Chris Masterjohn, der darauf hinweist, dass es einen zweiten Teil dieser Studie gibt, den uns Cambell verschweigt. Dieser Teil “The Effect of Dietary Protein on Liver Injury in Weanling Rats” weist nach, dass die low-protein Ratten zwar keinen Krebs kriegen sondern Leberschäden davontragen, weil sie nicht entgiften können. Außerdem kritisieren beide, dass die Mengen an Aflatoxin, die gegeben wurden, unnatürlich hoch seien: Man müsste etwa “1,125,000 giftige Erdnussbutterbrote innerhalb von vier Tagen essen, um diese Menge zu erreichen. Diese Studie “Effect of low protein diet on chronic aflatoxin B1-induced liver injury in rhesus monkeys” weist zudem nach, das bei üblicheren Dosen Aflatoxin die low-protein Laboraffen das Nachsehen hatten und Tumore entwickelten, während die high-protein Affen komplett gesund blieben. Das liegt daran, dass die reduzierte Enzymaktivität (mixed-function oxidase) bei proteinarmer Ernährung den Körper am Entgiften hindert. Soll heißen, es gibt massive Schäden im Körper. Krebszellen werden nur deshalb nicht gebildet, weil einfach nicht genug Protein dafür vorhanden ist, führt Minger weiter aus. Bei niedriger Dosierung kommen deshalb die high-protein Labortiere noch gut mit dem Gift zurecht, während die low-protein Versuchsgruppe nicht entgiften kann und stirbt. Mit unnormal hoher Dosierung geht das aber nicht mehr, und bei der high-protein Gruppe ist genug Protein da um Krebszellen zu bilden, während die low-protein gleich an zerstörter Leber zugrunde geht.
Laut Campell fördert pflanzliches Protein (im Gegensatz zu tierischem) das Krebswachstum nicht. Warum genau, ist nicht ganz klar, es sei eine Vielzahl an Mechanismen dafür verantwortlich, sagt er im Film. Minger meint, er weiß es sogar sehr genau, denn er habe 1989 eine Studie zu dem Thema durchgeführt. Demnach fördert normales Weizenprotein das Tumorwachstum nicht wie Casein, aber das Weizenprotein verhielte sich genau wie Casein sobald man Lysin hinzufügt. (Das hat Campbell auch selbst in einer Antwort auf John Mercola geschrieben) Im Prinzip fördere jedes komplette Set an Aminosäuren Krebs, egal ob tierisch oder pflanzlich – aber nur bei sehr hohen Aflatoxin-Dosen. Bei niedrigen Dosen entgiftet das Protein den Körper. Soll heißen, die Ergebnisse der isolierten Stoffe sind an sich ohnehin nutzlos, da keiner die ganze Zeit nur ein isoliertes Protein futtert. Dazu kommt noch, dass Casein nicht das Gleiche ist wie Tierprotein, es ist ein isoliertes tierisches Protein, aber eben nur eines von vielen. Und einige andere, zum Beispiel Molke, wirken sogar gegen Krebs, wie sie in ihrer Kritik zur China Study bereits ausgeführt hat. Ich gehe insofern mit, dass es falsch ist, von einem isolierten Protein auszugehen, das so in natürlicher Nahrung nicht vorkommt, und von diesem auf das gesamte tierische Protein zu schließen. Außerdem wissen wir ja, dass man ohnehin nicht 1:1 von Tieren auf Menschen schließen kann. Zum Thema Protein würde den Körper entgiften, konnte ich nichts finden. Das wäre mir völlig neu. Seine Entdeckung zum Thema tierische und pflanzliche Produkte habe Campbell mit weiteren Studien, die konsistente Ergebnisse geliefert haben, in den folgenden Jahren untermauern können, heißt es im Film. Minger weist hingegen auf seine 1985er Studie hin, die nachweist, dass Fischöl Krebs verhindert und Maisöl ihn zu fördern scheint. Allerdings ist das eben eine sehr frühe Studie von ihm (er meint ja die späteren) und wir wissen ja alle, dass eine einzelne Studie meinst wenig aussagt, sondern nur Hinweise für weitere Untersuchungen geben kann.
Kommen wir zu der beeindruckenden Norwegen-Studie, die im Film darstellt, dass die Herzkrankheiten in Norwegen scheinbar massiv zurückgingen, als die Okkupation begann und damit auch alle Nutztiere beschlagnahmt wurden. Wie Minger erklärt, bezieht sich die linke Strahl auf eine Todesrate pro 10 000 Menschen der Gesamtbevölkerung. Die Todesrate fiel also von 30 auf 24 Tote pro 10 000, also ein Unterschied von 6 Menschen pro 10 000. Außerdem weist sie mithilfe dieser Daten nach, dass zwar der Fleischkonsum durchaus zurückging, aber das ist längts nicht alles. Der Zuckerkonsum ging um die Hälfte zurück, Butter und Margarine wurden ebenfalls viel weniger konsumiert. Es wurde wesentlich mehr Gemüse gegessen. Und der Fischkonsum erhöhte sich um ganze 200 Prozent. Die Kalorienaufnahme reduzierte sich um etwa 20 Prozent. Außerdem wurden Fleisch, Milch und Eier erst 1941 rationiert, also erst ein Jahr nach dem Beginn des Rückgangs der Todesrate durch Herzkrankheiten. Bis dahin sind nur Importgüter aller Art, Brot, Fette, Zucker, Kaffee, Kakao, Sirup und Kaffeeersatz rationiert worden. Leider hat sie dafür keine frei zugängliche Quelle. Aber sie weist anhand dieser Daten nach, dass der Milchkonsum im Jahr 1941 höher war als vor Kriegsbeginn (ab 1941 nimmt er aber stetig ab! – Anm. des Pflanzenfressers.). Mit Hilfe dieses Artikels stellt Minger weiterhin fest, dass Fischrogen sehr beliebt wurden, Beeren, Moos und Wildpflanzen kamen auf den Tisch, sowie Kartoffeln und wie gesagt, jede Menge Fisch, besonders Hering. Und ein Rückgang der Todesfälle durch Herzkrankheiten kann genausogut bedeuten, dass Menschen stattdessen bereits vorher an anderen (weniger langwierigen) Krankheiten (wie etwa Lungenentzündung) starben. Und tadaaa – auf einmal ist dieser Teil des Films gar nicht mehr so beeindruckend…
Nun zu McDougall: Er erklärt im Film, das die ältere Generation japanischer Immigranten keinerlei moderne Krankheiten hatten, schlank und aktiv bis ins hohe Alter blieben. Ihre Kinder und Kindeskinder hingegen wurden dick und krank. Mithilfe dieses Artikels eruiert Minger, dass sowohl Immigranten als auch Einheimische fast gleich viel an Fleischprodukten zu sich nahmen. Außerdem essen Japaner täglich Fisch, die nach Hawaii Immigrierten nur noch maximal einmal pro Woche. Noch dazu stand für letztere statt des traditionellen Reis’ nun Brot auf dem Speiseplan und weniger Soja, dafür Butter, Käse und Margarine. Und das sei der wikliche Grund für die dicken Nachkommen.
Und beim Thema Esselstyn gehts wieder um das, was ich an Anfang schon angedeutet habe. Bei seinem Gesundheitsprogramm geht es um eine vollwertige (anfangs nicht mal absolut) pflanzliche Ernährung, die keinen Fertikgram und kein Fett zulässt. Im Prinzip alles an Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide und Obst in seiner natürlichen Form, nicht mal Vollkornpasta oder -brot passt wirklich in dieses Schema. Die postiven Veränderungen bei den Probanden müssen nicht unbedingt vom Verzicht auf Fleisch herrühren, sondern können einfach vom Verzicht auf Fertigprodukte und Süßkram herrühren. Man weiß es nicht genau, da alles gleichzeitig umgestellt wurde.
Die Zahlen der China Study wurden laut Minger von Cambell falsch interpretiert. Abgesehen davon, dass es nur Korrelationen sind und keine Ursache und Wirkung-Beziehung, weisen die Zahlen, die Minger hervorzaubert, keinesfalls daraufhin, dass pflanzliches Protein vor Herzkrankheiten schützt, im Gegenteil. Fleischkonsum korreliert hingegen umgekehrt proportional mit Herzkrankheiten. Weizen hingegen hat eine Korrelation von 0.67 und assoziiert am meisten mit Herzkrankheiten (Denise Minger ist allergisch auf das Weizenprotein Gluten – Anmerkung des Pflanzenfressers). Ein flüchtiger Blick auf die “China Study” in Bezug auf die Beziehung zwischen Tierprodukten und Krebs verwirre noch mehr, erklärt Minger weiter. Das liege vor allem daran, dass es zahlreiche andere Faktoren gibt, die Einfluss auf Krankheitsentstehung haben. So treten die Krebs-Cluster vor allem in Küstenregionen auf, wo mehr Leute raffinierten Zucker und Stärke essen, Bier trinken, Zigaretten rauchen, in Bürojobs arbeiten und so weiter. Alle weiteren Daten, die Minger bringt, zeigen so ziemlich das Gegenteil von dem, was man nach Campbell erwarten würde. Die Gesamtmenge an pflanzlichen Lebensmitteln, pflanzliche Proteinmenge und Weizen – allesamt positiv assoziiert mit Todesfällen aller medizinischen Gründe. Die Gesamtmenge tierischen Proteins, Gesamtkalorienmenge, Prozent der Kalorienmenge an tierischem Protein, Eier-, Fleisch-, Fisch- und Cholesterinkonsum – alle umgekehrt proportional assoziiert mit mit Todesfällen aller medizinischen Gründe. Schon merkwürdig, leider kann ich selber nicht sagen, ob ihre Interpretation so korrekt ist. Mit ihren Zahlenspielereien kann ich nicht mithalten, aber andere Leute haben sich damit durchaus auseinandergesetzt.
Als nächstes nimmt sie die 5-Jahresstudie von Esselstyn unter die Lupe, deren Ergebnisse er auch online gestellt hat. Hier bemängelt sie die hohe Rate an Patienten (50 Prozent), die aus der Studie vorzeitig ausgestiegen sind. Diese verfälschen das Endgebnis, da meist diejenigen ausfallen, die keine positiven Ergebnisse erzielen. Außerdem gab es bei der Studie keine Kontrollgruppe. Zudem handelte es sich bei den Patienten um Freiwillige statt einer zufällig ausgewählten Patientengruppe. Und schließlich wurden zu viele Variablen auf einmal geändert, das gesamte Tagesmenü geändet, auf low-fat umgestellt, Tierprodukte reduziert, Zucker und Öl eliminiert. So ist es unmöglich festzustellen, welche der Variablen genau verantwortlich ist. Minger findet zudem in den Ergebnissen sogar ein paar alarmierende Werte. Ein paar der Patienten haben am Ende immernoch gefährlich hohe Triglizerid-Werte (362) und einige der HDL – Werte sähen ebenfalls schlimm aus. Insgesamt zeige Esselstyns Studie, das eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährung unendlich viel besser für die Herzgesundheit ist als die Junk Food-Cuisine der meisten Leute. Aber es gibt keinen wirklichen Beweis dafür, dass nur diese Ernährungsweise die beste ist um Herzkrankheiten umzukehren oder dass sie einen Effekt hat, der über die 11 Freiwilligen hinausgeht. Duh!
Weiterlesen:
- “The China Study” – T. Colin Campbell – Rezension
- “Gabel statt Skalpell” bzw. “Forks over Knives” – Rezension
- “The China Study” in der Kritik, Runde 1
- “The China Study” in der Kritik, Runde 2
Hinweis:
Dies hier ist keine Rezension der Doku (die ist hier zu finden), und auch keine Krtitik an der veganen Ernährung an sich (es gibt viele gute Gründe dafür und kaum welche dagegen, auch nicht aus ernährungswissenschaftlicher Sicht, wie ich zum Beispiel hier zusammengefasst habe) sondern eine Auseinandersetzung mit den Schwachstellen dieser Doku, die von Kritikern gern ins Visier genommen werden.
Vorbeisurfende Herzpatienten sollten sich den Film trotzdem ansehen und mal mit ihrem Arzt über eine Ernährungsumstellung sprechen.
Drei Gerichte für Superhelden
Ja, es sind tatsächlich noch ein paar Rezepte aus Alicias “Kind Diet” übrig, die ich noch nicht probiert habe.
Drei davon findet ihr hier, und bis auf das erste sind sie alle aus der Superhero-Abteilung, also Makro-light. Habt ihr auch schon gehört, dass Alicia gleich zwei neue Bücher herausbringen wird? Eins heißt “The Kind Mama”, spricht also Mütter an, und solche die es werden wollen – hat also wahrscheinlich nicht ganz so viel mit Kochen zu tun. Das zweite dafür umso mehr: “The Kind Diet Cookbook” soll es heißen. Auf beide müssen wir allerdings noch bis nächstes Jahr warten, hieß es auf ihrer Webseite “The Kind Life”.
Alicias “Eggplant Chana Masala” (167) hat nicht wirklich viel mit den ursprünglichen Chana Masala zu tun, das laut Wiki ein “Gemüsegericht der Indischen und Pakistanischen Küche ist und hauptsächlich aus Kichererbsen besteht” – soweit ok, aber “ziemlich trocken, scharf und eine leichte Zitrusnote” – das trifft hier eher nicht zu. Ihre Variante entspricht eher einem Chili und passt gut zu Reis. Noch dazu geht es superschnell.
Die “Polenta Casserole with Seitan” (223) wollte ich schon lange mal ausprobieren. Erinnert irgendwie an Shepherd’s Pie, nur das hier keine Kartoffeln (Nachtschattengewaächse meiden die Makrobiotiker), sondern Polenta (Maisgrieß) verwendet wird und unter der Haube aus Polenta, Blumenkohl und Erbsen versteckt sich lecker Seitan, den man vielleicht besser vorher nochmal ein bißchen anbrät. Das Ganze ist sehr herzhaft und man fühlt sich danach rund und zufrieden. *puh*
Zum Schluss noch eine kleine Reismahlzeit: “Rice Pilaf with Caramelized Onions” (235). “Pilaf” (dt. Pilaw) bedeutet nur, dass das Gericht hauptsächlich aus Reis besteht, ursprünglich war das mal ein orientalisches Rezept, ist aber auf der ganzen Welt verbreitet, wie die vielen verschiedenen Schreibweisen andeuten. Das Besondere hier sind die karamelisierten Zwiebeln, das muss ich noch ein bißchen üben, außerdem habe ich keine weißen Zwiebeln verwendet, allerdings finde ich, dass es so auch hübsch und frühlingshaft aussieht.