Ja, richtig gelesen, es geht wirklich um die US-amerikanische Schauspielerin Alicia Silverstone, die ihre Erkenntnisse und Rezepte in ein Buch gepackt hat. “The Kind Diet” heißt, “gütig” oder “freundlich” zu sein. Denn die “diet” (heißt im Englischen nicht unbedingt “Diät”, sondern auch “Ernährungsweise”) ist nicht nur gut für einen selbst, sondern auch für alle Mitlebewesen, ja den Planeten. Alicia beschreibt ihren Weg vom tierverrückten kleinen Mädchen, über den on-off-Vegetarier bis zum veganen Lebensstil. Der erste Part des Buches beschäftigt sich mit den, wie sie es nennt “nasty foods”, also Fleisch, Fisch, Eier Milch, weißer Zucker und verarbeitete Produkte. Es wird erklärt, warum diese nicht gut für den eigenen Körper sind, für Nutztiere absolute Grausamkeit bedeuten und wieso sie zum Klimawandel beitragen. Ergänzt werden die Kapitel durch ihre eigenen Erfahrungen, wie sie von den “nasty foods” losgekommen ist. Dann kommen die “kind foods” an die Reihe: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Dabei erklärt sie, warum Kohlenhydrate so wichtig für den Körper sind und wie man ohne Fleisch an sein Protein kommt, zählt ihre Lieblinge unter den Gemüsesorten auf, gibt Alternativen zu Zucker und endet mit den “magic Foods”, die besonders gut für den Körper sind (Miso, Umeboshi Pflaumen, eingelegtes und Algen).
Wer bereit ist für den ersten Schritt, der kann eine Weile mit der veganen Lebensweise “flirten”. Alicia schlägt vor, sich langsam an die Sache heranzutasten und zu experimentieren, wenn man nicht von heute auf morgen auf supergesund umsteigen will. Sie gibt Tipps für Alternativen, die allerdings nur für US-Amerikaner interessieren dürfte, da die meisten Marken hier nicht zu haben sind. Der nächste Schritt ist ein veganer Speiseplan, gefolgt von Schritt Nummer drei, der einen zum “Superhero” erhebt und von der makrobiotischen Ernährunsgweise inspiriert ist. Man verhungert damit aber auf keinen Fall, hier beginnt ein Sonntag schonmal mit einem englischen Frühstück (natürlich die vegane Version) und als Superhero bekommt man mittags zum Beispiel Quinoa, Salat, gedünstetes Gemüse, Tofu-Kroketten und Pflaumensuppe. Die Rezepte füllen die andere Hälfte des Buches. Dazu gibts Hinweise zur Ausstattung, zum Kochen selbst, auswärts essen, Sport und nachhaltigem Lebensstil.
Die ästhetischen Fotos, Alicias kleine Anekdoten, die den Text auflockern und ihre Begeisterung, die deutlich zum Audruck kommt, machen das Buch zu einem höchst motivierenden Anreiz und lassen es sehr persönlich wirken. In der Praxis sind sind manche der beschriebenen Zutaten nicht so einfach zu kriegen, Daikon (japanischer Rettich) habe ich bis heute nirgendwo gefunden. Einiges kann man im Netz bestellen oder besser: im Asia Supermarkt holen, da ist es auch viel günstiger. Es zwingt einen ja keiner, die Pläne sklavisch zu verfolgen, man kann auch einfach immer mal im Rezepteteil stöbern und etwas Neues ausprobieren.
Wie die ersten Makro-Kochversuche gelaufen sind, wie ich mich als Superhero fühle und natürlich Fotos von den Gerichten seht ihr unter dem Punkt “My Macrobiotic Weekend” hier auf meinem Blog (oder unter Suchwort “macro”).
Das Buch ist auch in Deutsch erhältlich!
Wären nicht die grausigen Übersetzungfehler (gefrorene Donuts zum Beispiel) und die doch etwas unkritisch übernommene Rezept- und Zutatenauswahl, wäre das Buch richtig gut! Einige meiner leckersten veganen Rezepte habe ich hier gefunden, und so richtig schlecht war keines der bis jetzt ausprobierten. “Meine Rezepte für eine bessere Welt” heißt die Übersetzung.
Was ist denn das leckerste vegane Gericht da drin?
Gefrorene Donuts, was denn sonst
Nein, das Reis-Pilaw mit den karamellisierten Zwiebeln finde ich richtig lecker. Simpel und gut.
Ok, ist notiert, da starte ich bei Gelegenheit mal den Selbstversuch.
Ich hab das Buch auch hier rumliegen, aber noch nicht reingeschaut.
Ich finde es aber generell schon mal gut wenn vegane Persönlichkeiten auch zu ihrem veganen Leben stehen, bzw. auf eine gute Art, welche die Menschen anspricht darüber reden/schreiben, was auch immer. Das entzieht dem Veganismus den “Freak”-Touch
Ja, ich find das auch sehr gut, traurig ist nur, dass es so viele On-Off-Veggies gibt wie Drew Barrymore oder aktuell Natalie Portman zum Beispiel.
Wenn du das Buch schon hast, lies dich mal rein, es ist ganz niedlich geschrieben und fasst nochmal alles schön zusammen.
was ist ihr liblings rezept???